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Microsoft 365: CMA untersucht intransparente Copilot-Umstellung

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 01:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Britische Wettbewerbsbehörde untersucht Microsofts Umstellung auf teurere 365-Tarife mit Copilot. Parallel dazu wehrt sich der Konzern gegen eine Millionenklage um Softwarelizenzen.

Microsoft in UK: CMA prüft Abo-Praktiken und KI-Integration
Laptop mit Datenanalyse in einem modernen Firmenkonferenzraum, symbolisiert regulatorische und Abonnement-Prüfung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsicht (CMA) hat am Dienstag eine Untersuchung gegen Microsoft eingeleitet. Im Fokus steht der Vorwurf, das Unternehmen habe Kunden bei der Umstellung auf teurere Microsoft-365-Abonnements getäuscht. Konkret prüft die Behörde, ob Microsoft die Integration des KI-Assistenten Copilot in die Privat- und Familientarife transparent genug kommuniziert hat.

Undurchsichtige Preisänderungen bei Abo-Verlängerungen

Die CMA will klären, ob Bestandskunden ausreichend über die Umstellung auf höherpreisige Tarife informiert wurden. Seit Januar 2025 wurden Abonnenten offenbar automatisch auf aktualisierte Pläne umgestellt, die Copilot nach einer kostenlosen Testphase enthalten. Die neuen Jahresabos kosten rund 30 Euro mehr als die klassische Version ohne KI-Funktionen.

Zwar blieb ein günstigerer Tarif ohne Copilot weiterhin verfügbar. Doch die Aufsichtsbehörde untersucht, ob die Verlängerungsmitteilungen irreführend waren oder Kunden ohne ausdrückliche Zustimmung in teurere Optionen gedrängt wurden. Betroffen ist die irische Microsoft-Niederlassung, die für den europäischen Markt zuständig ist.

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Die CMA betont, dass noch keine abschließende Bewertung vorliegt, ob Verbraucherschutzgesetze verletzt wurden. Microsoft hat Kooperation zugesagt. Die britische Untersuchung folgt auf ähnliche Verfahren in Australien und Italien zu den Abo-Praktiken des Konzerns.

Millionenklage um Software-Lizenzen

Parallel zur Verbraucherschutzuntersuchung steht Microsoft in Großbritannien vor weiteren juristischen Herausforderungen. Am 7. Juli wies der Court of Appeal eine Berufung des Konzerns in einem Rechtsstreit mit ValueLicensing zurück. Es geht um Schadensersatzforderungen in Höhe von umgerechnet rund 320 Millionen Euro.

Der Fall dreht sich um den Weiterverkauf von unbefristeten Softwarelizenzen. ValueLicensing wirft Microsoft vor, den Markt für Gebrauchtlizenzen unrechtmäßig eingeschränkt zu haben. Bereits 2025 hatte das Competition Appeal Tribunal entschieden, dass der Weiterverkauf solcher Lizenzen kein Urheberrecht verletzt – ein Grundsatz, der auf einen ähnlichen Fall gegen Oracle aus dem Jahr 2012 zurückgeht.

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Microsoft strebt nun eine Revision vor dem Supreme Court an. Branchenbeobachter warnen: Der Ausgang könnte auch separate Sammelklagen beeinflussen, bei denen deutlich höhere Summen im Raum stehen.

Neue Verwaltungsfunktionen für Unternehmen

Trotz der regulatorischen Turbulenzen treibt Microsoft auch Produktentwicklungen voran. Ab September 2026 sollen neue Funktionen für Microsoft Purview Data Loss Prevention (DLP) eingeführt werden. Ziel ist es, die Flut von Sicherheitswarnungen für Systemadministratoren zu reduzieren.

Die Plattform erlaubt dann regelbasierte Automatismen für risikoarme Alarme und automatische Kennzeichnungen zur Workflow-Steuerung. Eine Vorschauversion ist für August angekündigt, die allgemeine Verfügbarkeit folgt einen Monat später. Die Updates sollen Unternehmen helfen, Sicherheitsmeldungen effizienter zu verwalten – indem kleinere Warnungen automatisch geschlossen werden, die kein manuelles Eingreifen erfordern.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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