Microsoft, Copilot

Microsoft 365 Copilot: Kostenlose Schulungen starten ab sofort

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 08:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft startet kostenlose Copilot-Trainings und lockt KMU mit Rabatten. Großkunden wie Manulife setzen auf flächendeckende KI-Einführung.

Microsoft treibt KI-Integration mit Schulungen und Milliarden-Deals voran
Ein Profi arbeitet an einem Laptop mit KI-Oberfläche in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Software-Riese will Künstliche Intelligenz in den Arbeitsalltag bringen – mit einem Bündel aus Schulungen, neuen Produkten und milliardenschweren Partnerschaften.

Ab heute bietet Microsoft kostenlose Trainings für Microsoft 365 Copilot an. Die Schulungen decken KI-Grundlagen, anwendungsspezifische Einsatzmöglichkeiten und praktische Methoden zur Steigerung der Produktivität ab. Ziel ist es, Unternehmen jeder Größe den Einstieg in die KI-gestützte Arbeitswelt zu erleichtern.

Rabatte für kleine und mittlere Unternehmen

Bereits Anfang Juli hatte Microsoft neue Produktpakete speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vorgestellt. „Microsoft 365 Business Standard mit Copilot“ kostet umgerechnet rund 22 Euro pro Nutzer und Monat, „Business Premium mit Copilot“ etwa 30 Euro. Um die Verbreitung weiter anzukurbeln, gewährt der Konzern bis zum 31. Dezember 2026 einen Rabatt von 25 Prozent auf das „Business Basic“-Paket mit Copilot.

Auch Drittanbieter springen auf den Zug auf. ONLC Training plant für August und September eine kostenlose Webinar-Reihe zu verschiedenen KI-Tools, darunter Copilot und ChatGPT. In Nigeria startet zudem ein 14-wöchiges virtuelles Azure-KI-Programm zur Vorbereitung auf die AI-103-Zertifizierung.

Milliarden-Deals und Großkunden an Bord

Großunternehmen gehen längst von Pilotprojekten zur flächendeckenden Einführung über. Der Finanzdienstleister Manulife hat seine Partnerschaft mit Microsoft um fünf Jahre verlängert. Der Konzern rollt Copilot für mehr als 30.000 Mitarbeiter aus und setzt auf die „Microsoft 365 E7 Frontier Suite“ sowie „Microsoft Agent 365“ für KI-Governance. Manulife erwartet von den KI-Initiativen einen Unternehmenswert von über einer Milliarde Euro bis 2027 – 280 Millionen Euro wurden bereits bis Ende 2025 realisiert.

Die Western Sydney University wechselte Mitte Juli von einem 100-Nutzer-Pilotprojekt zur Vollausstattung aller Mitarbeiter und Forscher. Ziel ist es, Zeit für repetitive Aufgaben drastisch zu reduzieren. Diese Schritte folgen auf Großprojekte wie die Einführung bei Accenture für 740.000 Mitarbeiter, die kürzlich einen Hackathon in London für Berufseinsteiger inspirierte.

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Neue Geschäftseinheit und technische Neuerungen

Um die Nachfrage zu bedienen, hat Microsoft mit „Microsoft Frontier Co.“ eine neue Geschäftseinheit gegründet. Mit 2,3 Milliarden Euro ausgestattet und 6.000 Mitarbeitern stark, soll sie Kunden bei der KI-Einführung unterstützen – in Zusammenarbeit mit Partnern wie EY und Accenture.

Das Juli-Update der Copilot-Plattform bringt zudem technische Neuerungen: Nutzer können nun Claude AI in Copilot Chat auswählen. „Copilot Cowork“, eine Funktion für eigenständige mehrstufige Aufgaben, ist jetzt allgemein verfügbar. Ein neuer Agent Store und KI-Wasserzeichen unterstreichen den wachsenden Fokus auf Steuerung und Individualisierung von KI-Agenten.

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur

Branchenexperten betonen, dass die Technologie allein nicht ausreicht. Analysten und Programmverantwortliche bei Unternehmen wie PepsiCo und Trusted Tech weisen darauf hin, dass erfolgreiche Transformation Daten-Governance, Compliance und die Neugestaltung von Geschäftsprozessen erfordert. Nur so ließen sich messbare Ergebnisse erzielen.

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Einige Unternehmen schafften bereits eigene Stellen für die KI-Einführung. McCain Foods etwa hat sogenannte „Copilot-Koordinatoren“ ernannt, die den Rollout und die Mitarbeiterakzeptanz steuern.

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