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Microsoft 365 Copilot: Neue Service-Agenten lösen 80% der Anfragen

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 02:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert Copilot um KI-Umfragen in Forms und Textbearbeitung auf dem iPad. Neue Vertriebs-Agenten und hauseigene Modelle ergänzen das Update.

Microsoft Copilot: Neue KI-Features für Forms und Word auf dem iPad
Microsoft - Leuchtend blaue KI-Oberfläche über einem Tablet mit Microsoft Word und einem Desktop mit Microsoft Forms, die Copilot-Integration darstellt. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft rüstet seine KI-Suite Copilot mit umfangreichen Neuerungen auf. Im Fokus stehen tiefere Integration in Microsoft Forms sowie KI-gestützte Textbearbeitung auf dem iPad.

Der Technologiekonzern hat am 7. und 8. Juli 2024 mehrere Updates veröffentlicht, die vor allem Geschäftskunden zugutekommen. Die Neuerungen sollen die Erstellung von Umfragen vereinfachen und die Dokumentbearbeitung auf mobilen Geräten auf ein neues Niveau heben.

KI-gestützte Umfragen in Microsoft Forms

Seit Anfang Juli steht Geschäfts- und Bildungskunden ein eigener Copilot-Chatbereich in Microsoft Forms zur Verfügung. Lizenzierte Nutzer können über eine Dialogoberfläche komplexe Fragen entwerfen, Formulareinstellungen anpassen und Massenbearbeitungen durchführen. Der KI-Assistent unterstützt zudem bei der Analyse von Antworten und der Umsetzung von Verzweigungslogiken – also der automatischen Steuerung des Umfrageverlaufs basierend auf den Antworten der Teilnehmer.

Die Funktion wird weltweit für gewerbliche Copilot-Abonnenten ausgerollt. Die Preisstruktur sieht einen Aktionspreis für Microsoft 365 Copilot Business von umgerechnet etwa 16,50 Euro pro Nutzer und Monat für den Zeitraum Juli bis September 2024 vor. Für Business-Premium-Pläne liegt der Preis bei rund 29,50 Euro pro Nutzer und Monat. Privatnutzer erhalten vorerst keine Chat-Funktionen, ihre bestehenden Copilot-Funktionen bleiben unverändert.

Textbearbeitung per KI jetzt auch auf dem iPad

Am 8. Juli hat Microsoft seine KI-Textbearbeitung auf Word für iPad ausgeweitet. Ein neuer Copilot-Button ermöglicht es Anwendern, Texte umzuschreiben, zusammenzufassen und zu übersetzen – direkt auf dem Tablet. Das System bewahrt dabei die Formatierung des Dokuments und erlaubt eine Vorschau der Änderungen oder die Rückkehr zu früheren Versionen.

Voraussetzung ist eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz sowie die Word-Version 2.109 oder höher auf dem iPad. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie, KI-Produktivitätstools geräteübergreifend verfügbar zu machen.

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KI-Agenten für Vertrieb und Service jetzt allgemein verfügbar

Parallel zu den App-Updates hat Microsoft am 7. Juli die allgemeine Verfügbarkeit spezialisierter Vertriebs- und Service-Agenten in Microsoft 365 Copilot und Dynamics 365 bekanntgegeben. Der Vertriebs-Agent liefert Kontext zu Geschäftsabschlüssen und aktualisiert CRM-Daten, während der Service-Agent Fallzusammenfassungen erstellt und optimale nächste Schritte für Kundendienstteams vorschlägt.

Um Unternehmen die Investitionsentscheidung zu erleichtern, hat Microsoft zudem eine private Vorschau auf ein ROI-Tracking für KI-Agenten in der Foundry-Plattform eingeführt. Diese Funktion, die bereits im Juni 2024 angekündigt wurde, verknüpft Betriebskosten mit konkreten Geschäftsergebnissen – gemessen an Aufgabenerledigungsraten, Zeitersparnis und Kosteneffizienz.

Branchenzahlen untermauern den Trend zu autonomen Tools: Laut IDC aus dem Jahr 2024 brachte jeder investierte Dollar in generative KI eine Rendite von 3,70 Dollar. Gartner prognostiziert zudem, dass KI-Agenten bis 2029 rund 80 Prozent aller Kundenanfragen eigenständig lösen könnten.

Strategischer Schwenk zu hauseigenen KI-Modellen

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Aktuelle Berichte vom 8. Juli deuten auf eine strategische Neuausrichtung hin: Microsoft leitet inzwischen einen erheblichen Teil der Copilot-Anfragen in Excel und Outlook an eigene „MAI“-Modelle weiter – statt wie bisher ausschließlich auf Partner wie OpenAI oder Anthropic zu setzen.

Hauptgrund ist die Senkung der Betriebskosten. Die KI-Führung von Microsoft hat das Ziel ausgegeben, die hohen Ausgaben für externe Modell-Lizenzen zu reduzieren. Das interne MAI-Thinking-1-Modell verfügt Berichten zufolge über eine Billion Parameter, von denen 35 Milliarden pro Inferenz aktiv sind, sowie einen Kontextfenster von 256.000 Token. Diese Modelle werden auch in PowerPoint und GitHub Copilot integriert. Aktuell haben Nutzer keine manuelle Kontrolle über die Modellauswahl – die Standardeinstellung „Auto“ bevorzugt tendenziell die hauseigene Architektur.

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