Microsoft, Preissprung

Microsoft 365: Preissprung bis 43 Prozent ab 1. Juli 2026

28.06.2026 - 10:04:22 | boerse-global.de

Microsoft erhöht Abopreise für 365 massiv. Kunden weichen auf günstige Dauerlizenzen aus, während Kartellbehörden ermitteln.

Microsoft 365 Preisschock: Ab Juli steigen Kosten drastisch
Microsoft - Ein blaues, leuchtendes 'M'-Symbol von Microsoft auf einer reflektierenden Oberfläche mit einem steil ansteigenden roten Preisdiagramm dahinter. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Preisschraube dreht sich: Ab Juli steigen die Kosten für Microsoft 365 um bis zu 43 Prozent. Viele Unternehmen und Privatnutzer setzen jetzt auf einmalige Office-Käufe.

Der Druck auf Microsoft-Kunden wächst gleich von mehreren Seiten. Zum einen stehen massive Preiserhöhungen für die Abo-Modelle an, zum anderen ermitteln europäische Wettbewerbshüter gegen den Konzern. Die Folge: Ein regelrechter Run auf sogenannte Perpetual-Lizenzen – also Office-Versionen, die man einmal kauft und dauerhaft nutzt.

Preissprung zum 1. Juli

Ab dem 1. Juli 2026 müssen Unternehmen tiefer in die Tasche greifen. Der Business-Basic-Tarif wird um 16 Prozent teurer, Business Standard um 12 Prozent. Besonders hart trifft es die Frontline-Pläne: Hier sind Aufschläge von bis zu 43 Prozent möglich.

Wer noch bis zum 30. Juni verlängert, sichert sich die aktuellen Konditionen für weitere zwölf Monate. Bei bestimmten Unternehmenskonfigurationen können so mehrere Hundert Euro pro Lizenz gespart werden.

Günstige Office-Lizenzen im Angebot

Parallel zum Preisschock bei den Abos schießen günstige Dauerlizenzen für Office 2021 und 2024 aus dem Boden. Die Angebote richten sich an alle, die keine monatlichen oder jährlichen Gebühren zahlen wollen.

Aktuelle Schnäppchen bis zum 28. Juni 2026:

  • Office Professional 2021 für Windows: rund 28 Euro
  • Home and Business für Mac 2021: rund 37 Euro
  • Office Standard 2024 für Mac (zwei Geräte): ab 12 Euro
  • Office 2024 Professional Plus: rund 50 Euro – statt knapp 230 Euro im regulären Handel

Die Pakete enthalten die Kernanwendungen Word, Excel, PowerPoint und OneNote. Die Versionen Home & Business sowie Professional Plus kommen zusätzlich mit Outlook.

Anzeige

Angesichts der drastischen Preissteigerungen suchen immer mehr Anwender nach dauerhaften Lösungen für ihre Bürosoftware. Mit dem kostenlosen OpenOffice Startpaket nutzen Sie eine vollwertige Alternative zu teuren Abos und sparen sofort die Lizenzgebühren. Gratis statt 150 Euro: Jetzt OpenOffice Startpaket sichern

Italien und Großbritannien ermitteln gegen Microsoft

Die Preis- und Strategieänderungen des Konzerns haben die europäischen Wettbewerbsbehörden auf den Plan gerufen. Die italienische Kartellbehörde AGCM hat am 26. Juni 2026 Ermittlungen gegen Microsoft Ireland und Microsoft S.r.l. eingeleitet. Der Vorwurf: Kunden seien unzureichend über Preiserhöhungen informiert worden, die mit der Integration der KI-Tools Copilot und Designer in Microsoft 365 zusammenhängen. Zudem sollen Nutzer ohne klare Widerspruchsmöglichkeit automatisch in teurere Tarife verschoben worden sein.

Auch in Großbritannien läuft eine Untersuchung. Die Wettbewerbsbehörde CMA prüft, ob Microsoft seine Marktmacht bei Windows und Office nutzt, um Kunden zum hauseigenen Browser zu drängen. Die Anfrage der Browser Choice Alliance stützt diese Prüfung.

Ältere Hardware unter Druck

Nicht nur finanziell, auch technisch wird es eng. Am 13. Juli 2026 endet der Support für mehrere ältere Office-Versionen. Danach schalten die Programme möglicherweise in einen reinen Lesemodus um. Mac-Nutzer benötigen zudem mindestens macOS 14.0, um aktuelle Office-365-Versionen zu installieren. Wer noch auf Monterey 12.7.6 unterwegs ist, muss das Betriebssystem aktualisieren.

Anzeige

Während die Kosten für Software-Lizenzen steigen, entscheiden sich Millionen Nutzer für leistungsstarke Open-Source-Programme als Ausweg aus der Abo-Falle. Erfahren Sie im gratis Ratgeber, wie Sie alle wichtigen Office-Funktionen ohne einen Cent zu zahlen auf beliebig vielen Rechnern einsetzen. Kostenlose Office-Alternative entdecken

Hinzu kommen gestiegene Hardwarekosten. Apple hat Ende Juni 2026 die Preise für Macs und iPads angehoben. Grund ist eine weltweite Knappheit an DRAM- und NAND-Flash-Speicher, ausgelöst durch die hohe Nachfrage nach KI-Hardware. MacBook Air und MacBook Pro verteuerten sich um 180 beziehungsweise 275 Euro, das Mac Studio sogar um knapp 1.200 Euro. Analysten rechnen mit anhaltend hohen Preisen bis mindestens 2028.

de | wissenschaft | 69644998 |