Microsoft, IFA

Microsoft auf IFA: Windows 11 soll auf 8-GB-RAM flüssig laufen

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft entwickelt schnellere Windows-11-Funktionen für 8-GB-Geräte, nennt aber weder konkrete Leistungswerte noch einen festen Starttermin.

Microsoft optimiert Windows 11 für Geräte mit 8 GB RAM
Ein minimalistisches, modernes Labor mit Server-Racks und architektonischen Linien bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat auf der IFA 2026 in Berlin Verbesserungen für Windows 11 vorgestellt, die kürzere Bootzeiten, eine schnellere Reaktion von Windows Hello sowie eine bessere Performance auf Geräten mit nur 8 Gigabyte Arbeitsspeicher bringen sollen. Mark Linton, Vice President für Windows & Devices bei Microsoft, präsentierte die Neuerungen und sprach von signifikanten Fortschritten, die das Unternehmen bereits intern erzielt habe.

Fortschritte in internen Builds, aber noch nicht öffentlich

Laut Linton sind die Verbesserungen bislang ausschließlich in internen Windows-11-Builds zu finden und noch nicht Teil des Windows-Insider-Programms. Konkrete Prozentwerte oder ein Veröffentlichungstermin nannte Microsoft nicht.

Windows-Chef Pavan Davuluri ordnete die RAM-Optimierung für Systeme ab 8 Gigabyte als Priorität für das Ende des Jahres 2026 ein. Dafür arbeite Microsoft an einem effizienteren Memory-Allocator, an Optimierungen für WinUI 3 sowie an einem geringeren Speicherverbrauch von Chromium und WebView2.

Linton betonte, dass 8-Gigabyte-Systeme künftig "hervorragend" laufen sollen, wobei auch Nutzer von Geräten mit mehr Arbeitsspeicher von den Optimierungen profitieren könnten. Wann genau die Änderungen ausgeliefert werden, blieb offen – möglich sei ein Zeitpunkt rund um Windows 11 26H2 oder später.

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Ein Tag nach der ersten Ankündigung bestätigte Microsoft zusätzliche Details: Das sogenannte Low Latency Profile solle auf weitere Anwendungen ausgeweitet werden. Dadurch sollen App-Starts etwa bei Edge und Outlook bis zu 40 Prozent schneller ablaufen. Auch hier nannte Microsoft keine festen Zahlen zu Bootzeiten oder einen Release-Termin.

Hintergrund: Speicherknappheit und steigende RAM-Preise

Als Kontext für die Ankündigung nannte Microsoft eine allgemeine Speicherknappheit sowie steigende RAM-Preise, die Gerätehersteller zunehmend dazu bewegen, auf 8-Gigabyte-Konfigurationen zu setzen. Das steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zu Microsofts eigenen Copilot+-PCs, für die ein Minimum von 16 Gigabyte Arbeitsspeicher vorausgesetzt wird.

Selbst Microsofts eigene Surface-Einstiegsmodelle sind mit 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher ausgestattet und erfüllen damit die Copilot+-Anforderungen nicht.

Wie sehr der Arbeitsspeicher auf aktuellen Systemen bereits ausgelastet ist, zeigen Tests: Ein Dell XPS 13 mit 8 Gigabyte RAM nutzte demnach bereits vor dem Start jeglicher Anwendungen rund 70 Prozent des verfügbaren Speichers. Auch einzelne Programme fallen ins Gewicht: Discord soll im Leerlauf bis zu 4 Gigabyte RAM beanspruchen, Microsoft Teams zwischen 1 und 2 Gigabyte.

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Ausblick auf die Umsetzung

Auch am Folgetag der ursprünglichen Ankündigung bekräftigte Linton, dass Microsoft bei Bootzeit und Windows-Hello-Reaktion "signifikante Fortschritte" erzielt habe. Konkrete Zahlen oder einen Zeitplan lieferte er weiterhin nicht nach, und die schnelleren Boot-Zeiten seien nach wie vor nicht in Insider-Builds verfügbar.

Für Nutzerinnen und Nutzer mit speicherschwachen Geräten bleibt damit vorerst unklar, wann die angekündigten Verbesserungen tatsächlich im laufenden System ankommen.

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