Microsoft: Azure springt über 100-Milliarden-Marke, Gaming bricht ein
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Technologiekonzern Microsoft hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 90 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Treiber des Wachstums waren vor allem die starke Nachfrage nach Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz. Die Azure-Plattform überschritt erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Cloud- und KI-Geschäft auf Rekordkurs
Für die Monate April bis Juni 2026 verbuchte Microsoft einen Nettogewinn von 35,8 Milliarden Euro – ein Anstieg um 31 Prozent. Der Gewinn pro Aktie lag bei 4,81 Euro. Die Microsoft-Cloud-Sparte steuerte 59,3 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei. Besonders Azure legte mit einem Wachstum von 43 Prozent zu und übertraf damit die Analystenerwartungen.
Die Nachfrage nach KI-Produkten nimmt rasant zu: Microsoft 365 Copilot verzeichnete über 30 Millionen bezahlte Nutzer – ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Konzernchef Satya Nadella zeigte sich zuversichtlich: „Unsere Investitionen in Künstliche Intelligenz zahlen sich aus." Der Cloud-Bereich macht inzwischen mehr als 214 Milliarden Euro des gesamten Jahresumsatzes von 331,8 Milliarden Euro aus.
Ein zusätzlicher Gewinnbringer: Eine nicht realisierte Wertsteigerung von 3,2 Milliarden Euro aus der Beteiligung am KI-Unternehmen Anthropic.
Während Microsoft Rekordgewinne durch KI-Integrationen wie den Copilot erzielt, stellen die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Dieser kostenlose Praxisleitfaden zeigt Ihnen kompakt aufbereitet, welche Pflichten und Fristen die EU-KI-Verordnung für Ihr Unternehmen konkret bereithält. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Rekord-Investitionen belasten den Cashflow
Um die wachsende Nachfrage nach KI und Cloud-Diensten zu bedienen, hat Microsoft seine Investitionen massiv ausgeweitet. Im vierten Quartal gab der Konzern mit 41 Milliarden Euro so viel für Infrastruktur aus wie nie zuvor – ein Anstieg um 70 Prozent. Das Geld floss vor allem in den Ausbau von Rechenzentren. Allein im Geschäftsjahr 2026 kamen 31 neue Standorte hinzu, insgesamt betreibt Microsoft nun 88 Rechenzentren weltweit.
Die hohen Ausgaben hinterließen Spuren beim Free Cashflow: Er sank um 23 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro. Finanzchefin Amy Hood betonte in einer internen Mitteilung, dass sich die Milliarden-Investitionen langfristig auszahlen würden. Für das Kalenderjahr 2026 plant Microsoft Investitionen von rund 175 Milliarden Euro – etwas weniger als die ursprünglich prognostizierten 190 Milliarden.
Gaming-Sparte in der Krise: Stellenabbau und Ausgliederungen
Während die Cloud-Sparte glänzte, kämpfte Microsofts Gaming-Bereich mit Gegenwind. Die Umsätze mit Xbox-Inhalten und -Diensten fielen um 10 Prozent, der Hardware-Umsatz sogar um 13 Prozent. Auch das Windows-OEM-Geschäft und die Gerätesparte verzeichneten Rückgänge von 7 Prozent.
Die rasanten technologischen Entwicklungen bei Microsoft bringen nicht nur neue Chancen, sondern auch komplexe rechtliche Pflichten für Firmen mit sich. Compliance-Experten erklären in diesem kostenlosen Report, welche rechtlichen Fallstricke und Cyberrisiken Unternehmer jetzt kennen müssen, um sich proaktiv abzusichern. Kostenlosen Report zu KI-Gesetzen und Cyberrisiken sichern
Die Xbox-Führung reagierte mit einem umfassenden Restrukturierungsplan. Bereits im Juli wurden 1.600 Stellen gestrichen, weitere 1.600 Kürzungen sind geplant. Fünf Spielestudios werden zudem in eigenständige Einheiten ausgegliedert.
Xbox-Chefin Asha Sharma kündigte eine neue Wachstumsstrategie an. Dazu gehören Preisanpassungen: Ab dem 1. August werden die Konsolenpreise erhöht. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeigte sich CEO Nadella optimistisch: Die Gaming-Sparte werde im Geschäftsjahr 2027 wieder zum Wachstum zurückkehren.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
