Microsoft Copilot: Neue Desktop-App ab Mitte September, weniger Buttons
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 10:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft baut seine Copilot-Anwendung um und will Kunden künftig eine einfachere und stimmigere Nutzererfahrung bieten. Der Konzern kündigte an, die KI-Assistenzfunktion in mehreren Produkten zu vereinheitlichen und von störenden Elementen zu befreien.
Vereinte Desktop-App ab Mitte September
Kern der Neuerung ist eine vereinheitlichte Copilot-App für den Desktop, die Mitte September 2026 eingeführt werden soll. Sie soll die bislang verstreuten Copilot-Zugänge in verschiedenen Anwendungen bündeln und den Nutzern einen zentralen Einstiegspunkt bieten.
Parallel dazu vereinfacht Microsoft die Copilot-Integration in Windows 11. Dabei entfernt der Konzern eigene Copilot-Schaltflächen aus mehreren Bordwerkzeugen – betroffen sind das Snipping Tool, die Fotos-App, Notepad sowie die Widgets-Funktion. Diese Buttons hatten bislang direkten Zugriff auf die KI-Funktion ermöglicht, sollen nun aber aus den einzelnen Anwendungen verschwinden.
Reaktion auf Nutzerbeschwerden
Die Anpassungen sind auch eine Reaktion auf Kritik an der bisherigen Umsetzung. Microsoft räumte ein, dass der schwebende Copilot-Button in Word, Excel und PowerPoint viele Nutzer gestört hatte. Nach entsprechenden Beschwerden hat der Konzern eine Option eingeführt, mit der sich der Button ins Menüband verschieben lässt, statt frei über dem Arbeitsbereich zu schweben.
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Die Einführung dieses schwebenden Buttons hatte bereits im Dezember 2025 begonnen und sollte ursprünglich bis Mai 2026 vollständig ausgerollt werden. Die Kritik an der aufdringlichen Platzierung begleitete den Rollout offenbar über mehrere Monate, bevor Microsoft nun nachbesserte.
Geringe Zahlungsbereitschaft der Nutzer
Die Umgestaltung fällt in eine Phase, in der Copilot bei der breiten Nutzerbasis bislang nur begrenzt zahlende Kundschaft findet. Nach vorliegenden Daten zahlen lediglich 3,3 Prozent der Microsoft-365-Nutzer für die Copilot-Funktion. Auch im Web-Bereich fällt die Verbreitung gering aus: Der Web-Copilot kommt dort auf einen Marktanteil von lediglich 1 Prozent.
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Diese Zahlen dürften die Beweggründe für die aktuelle Überarbeitung mit erklären. Statt die KI-Funktion in immer mehr Einzelanwendungen mit eigenen Schaltflächen zu verankern, setzt Microsoft nun auf eine zentralere und weniger aufdringliche Integration.
Ob die vereinheitlichte Desktop-App und der Verzicht auf einzelne Buttons in Windows-11-Anwendungen die Akzeptanz bei den Nutzern steigern können, wird sich nach der geplanten Einführung Mitte September zeigen.
