Microsoft, Copilot

Microsoft Copilot: Neue Pflicht zur Datenübertragung ab 15. November 2026

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab dem 15. November 2026 verlangt Microsoft die regionsübergreifende Datenfreigabe; ohne sie können generative KI-Funktionen ausfallen.
Modernes Rechenzentrum mit servergefüllten Schränken in einem kühlen, industriellen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Microsoft verschärft die Voraussetzungen für den Einsatz moderner Assistenzsysteme in seinen Unternehmensanwendungen. Wie aus einem Bericht vom 03.11.2026 unter Verweis auf eine Mitteilung mit der Kennung MC1536836 hervorgeht, setzt das Unternehmen ab dem 15.11.2026 eine bestehende Systemeinstellung für Umgebungen von Dynamics 365 sowie der Power Platform durch.

Betroffen sind sämtliche Instanzen, in denen Copilot oder sonstige generative Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz verwendet werden. Konkret verlangt das System künftig die Aktivierung der Einstellung zur regionenübergreifenden Datenübertragung unter der Bezeichnung „Move data across regions“.

Mögliche Funktionsausfälle bei fehlender Freigabe

Für IT-Abteilungen und Anwenderunternehmen bringt diese Durchsetzung unmittelbaren Handlungsbedarf mit sich. Microsoft weist darauf hin, dass betroffene generative KI-Features ausfallen können, wenn die Einstellung in den jeweiligen Umgebungen weiterhin deaktiviert bleibt.

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Werden Copilot-Dienste oder generative Werkzeuge im operativen Geschäftsbetrieb genutzt, kann eine Deaktivierung nach dem Stichtag zu Funktionsstörungen oder Unterbrechungen der entsprechenden Workflows innerhalb der Plattformen führen.

Vorgehen für Administratoren im Admin Center

Ob eine manuelle Anpassung erforderlich ist, hängt vom aktuellen Status der jeweiligen Umgebung ab. Sofern die Einstellung bereits aktiviert wurde, besteht laut Microsoft kein weiterer Handlungsbedarf für Administratoren.

Ist dies noch nicht geschehen, müssen Systemverantwortliche die Option im Power Platform Admin Center manuell freischalten. Die Aktivierung erfolgt über folgende Menüschritte:

  • Aufrufen des Bereichs „Manage“ und anschließende Auswahl von „Environments“
  • Auswählen der entsprechenden Umgebung
  • Ansteuern des Abschnitts für generative KI-Funktionen („Generative AI features“)
  • Betätigen der Bearbeiten-Schaltfläche („Edit“)
  • Aktivieren der Einstellung „Move data across regions“
  • Sichern der Konfiguration über die Schaltfläche „Save“
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Prüfung von Vorgaben zur Datenresidenz

Vor der Aktivierung mahnt Microsoft jedoch zur Sorgfalt im Hinblick auf regulatorische Bestimmungen. Da die Freigabe dazu führt, dass Daten für die Verarbeitung durch KI-Dienste über regionale Grenzen hinweg übertragen werden können, sollen Unternehmen im Vorfeld ihre spezifischen Anforderungen an die Datenresidenz prüfen.

Verantwortliche müssen abgleichen, ob die standortübergreifende Datenübertragung mit den jeweils geltenden gesetzlichen Richtlinien sowie den internen Compliance-Vorgaben der Organisation vereinbar ist.

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