Microsoft Defender-APIs: Abschaltung am 1. Februar 2027 erfordert Umstieg
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 00:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft bereitet das Ende mehrerer zentraler Programmierschnittstellen in seinem Sicherheitsportfolio vor. Wie aus einer Mitteilung im Message Center unter der Kennung MC1220762 hervorgeht, stellt der Softwarekonzern die Schnittstellen für Defender for Endpoint sowie die Defender XDR Advanced Hunting APIs zum 1. Februar 2027 ein.
Für Unternehmenskunden und Sicherheitsteams bedeutet dieser Schritt einen zwingenden Handlungsbedarf: Eine automatische Migration der bestehenden Anbindungen bietet das Unternehmen nicht an.
Umstieg auf Microsoft Graph Security API erforderlich
Der schrittweise Rückbau der betroffenen Schnittstellen begann bereits im Februar 2026 und soll mit dem Stichtag am 1. Februar 2027 vollständig abgeschlossen sein. Bis spätestens zum 31. Januar 2027 müssen Administratoren und Entwickler ihre Systeme manuell auf die Microsoft Graph Security API umziehen.
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Da Microsoft keinen automatisierten Übergangspfad bereitstellt, müssen Organisationen ihre Schnittstellenaufrufe selbst identifizieren und an die Nachfolgelösung anpassen.
Als zentrale Begründung für die Abschaltung nennt Microsoft das Ziel, künftig eine einheitliche Schnittstelle sowie ein einheitliches Datenschema über alle Defender-Produkte hinweg anzubieten. Durch die Bündelung in der Microsoft Graph Security API sollen Sicherheitsabfragen konsistenter strukturiert und verwaltet werden.
Risiken für bestehende Sicherheits-Workflows
Das Versäumen der Frist zieht erhebliche technische Konsequenzen für den IT-Betrieb nach sich. Nach Ablauf der Frist stellen die bisherigen Programmierschnittstellen ihren Dienst komplett ein. Dies führt dazu, dass bestehende Skripte, automatisierte Abfragen sowie eingespielte Workflows in Sicherheitszentralen brechen, sofern sie nicht rechtzeitig umgestellt wurden.
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Vor allem Unternehmen, die Advanced-Hunting-Abfragen für die Bedrohungssuche oder automatisierte Reaktionen auf Sicherheitsvorfälle nutzen, müssen ihre Codebasis prüfen. Da der Rückbauprozess bereits seit Anfang des Jahres läuft, verbleibt betroffenen Organisationen bis Anfang 2027 Zeit, um die manuelle Umstellung aller Skripte und Integrationen vorzubereiten, zu testen und produktiv umzusetzen.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Neowin.
