Microsoft, Entra

Microsoft Entra ID: Sicherheitsadmins sperren Konten jetzt ohne globale Rechte

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die erweiterte Rolle ermöglicht das Sperren regulärer Konten, Sitzungsabbrüche und erzwungene Kennwortwechsel; privilegierte Profile bleiben ausgenommen.
Modernes, dunkel beleuchtetes Serverraum-Interieur mit metallischen Serverschränken in kühlem blauen Licht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat den Funktionsumfang der Rolle des Sicherheitsadministrators in seinem Identitätsdienst Entra ID erweitert. Inhaber dieser Rolle können nun direkt intervenieren, wenn Konten kompromittiert sind, ohne dass dafür weitreichendere Berechtigungen wie die globale Administratorrolle erforderlich sind. Wie aus einem Fachbericht hervorgeht, schließt die Anpassung eine operative Lücke in der täglichen IT-Sicherheitsarbeit.

Bislang mussten Sicherheitsteams bei Verdachtsfällen häufig auf Konten mit globalen Administrationsrechten zurückgreifen oder die Aufgaben an andere Administratoren delegieren, um ein betroffenes Benutzerkonto zu sichern.

Mit der Aktualisierung erhält der Sicherheitsadministrator nun standardmäßig die Berechtigung, reguläre Benutzerkonten bei Bedarf zu sperren sowie wieder zu entsperren. Zudem können Beauftragte ab sofort aktive Nutzersitzungen zentral beenden und einen sofortigen Kennwortwechsel für das jeweilige Konto erzwingen.

Schutzgrenzen bei administrativen Konten bleiben bestehen

Die neuen Eingriffsmöglichkeiten sind jedoch klar abgegrenzt und gelten ausschließlich für reguläre Benutzerkonten im Verzeichnisdienst. Andere administrative Konten lassen sich über diese Rolle weiterhin weder sperren noch zurücksetzen.

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Für derartige Eingriffe bei privilegierten Profilen bleibt unverändert die spezialisierte Rolle des Privilegierten Authentifizierungsadministrators zuständig. Durch diese Trennung soll verhindert werden, dass Sicherheitsadministratoren unbefugt Änderungen an den Rechten höher privilegierter Verwalterkonten vornehmen können.

Auch bei den technischen Auswirkungen der Maßnahmen gibt es zeitliche Abstufungen. Wird ein Sitzungswiderruf ausgelöst, entzieht das System die entsprechenden Sitzungs-Token. Bereits ausgestellte Zugriffstoken behalten jedoch in herkömmlichen Szenarien noch eine Gültigkeit von bis zu 1 Stunde.

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Deutlich schneller greift der Ausschluss, wenn Systeme mit sogenannter Continuous Access Evaluation zum Einsatz kommen: In diesen Umgebungen wird der Zugriff nach dem Widerruf nahezu sofort unterbunden.

Verwaltung im Portal und Protokollierung

Administratoren führen die neu hinzugekommenen Aktionen direkt über die jeweilige Kontodetailseite im Verwaltungsportal von Microsoft aus. Die Konfiguration und Vergabe der Berechtigung erfolgt im Bereich für Rollen und Administratoren.

Um die Nachvollziehbarkeit innerhalb des Unternehmens zu gewährleisten, dokumentiert das System sämtliche ausgeführten Schritte. Jede Sperrung, Entsperrung, jeder Sitzungsabbruch sowie das Anfordern eines Kennwortwechsels wird automatisiert im Audit-Protokoll erfasst und steht für nachgelagerte Sicherheitsüberprüfungen zur Verfügung.

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