Microsoft, Office-Preise

Microsoft erhöht Office-Preise: Steigerungen bis 43 Prozent ab Juli

Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 01:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Collabora Office und Microsoft erweitern KI-Funktionen, wÀhrend Mastercam und Dlubal ihre Ingenieurssoftware optimieren.

KI-Integration in Office und CAD: Neue Software-Updates im Juli 2026
Eine futuristische BĂŒroumgebung mit holografischen Software-Projektionen, die KI-Integration und Benutzerkontrolle darstellen. Illustration mit AI erstellt.

Die Softwarebranche treibt die Integration KĂŒnstlicher Intelligenz voran – und betont gleichzeitig die Wahlfreiheit der Anwender. Sowohl BĂŒroanwendungen als auch Ingenieurssoftware setzen auf Automatisierung.

FlexibilitĂ€t und KI in der BĂŒroproduktivitĂ€t

Collabora Office 26.04 ist seit dem 1. Juli 2026 verfĂŒgbar. Die neue Version fĂŒhrt einen optionalen KI-Assistenten in Writer, Calc und Impress ein. Nutzer können selbst entscheiden, ob sie lokale Modelle oder Cloud-Dienste anbinden möchten. StandardmĂ€ĂŸig bleiben die KI-Funktionen deaktiviert – das entspricht den Datenschutzvorgaben vieler Anwender.

Das Update bringt zudem einen Dokumentvergleich, eine Mehrseitenansicht sowie den Import und Export von Markdown-Dateien.

Parallel dazu erweitert Microsoft seine Office-Umgebung. Seit dem 1. Juli 2026 ist der KI-Finanzagent JAX von Xero in Microsoft Copilot, Excel und Word integriert. Das Tool ermöglicht Abfragen von Cashflow-Daten und Rechnungen in natĂŒrlicher Sprache. Microsoft betont: Die Daten werden nur wĂ€hrend der laufenden Sitzung genutzt, nicht fĂŒr das KI-Training.

Gleichzeitig ist die Integration von PST-Dateien im neuen Outlook-Client abgeschlossen. Das verbessert den Zugriff auf lokale Archive und Kalender – sofern der klassische Client weiterhin installiert ist.

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Eine neue Dynamik im Markt fĂŒr Unternehmenssoftware kĂŒndigte sich am 2. Juli 2026 an: Bhavin Turakhia stellte die Plattform Neo vor. Mit 30 Millionen Euro Investition entsteht eine KI-native ProduktivitĂ€tssuite. Der öffentliche Launch ist fĂŒr das erste Quartal 2027 geplant.

Leistungsoptimierung in der Ingenieurssoftware

Im Bereich CAD und Statik stehen Automatisierung und Rechengeschwindigkeit im Fokus. Mit Mastercam 2027 kamen am 1. Juli 2026 Verbesserungen bei Werkzeugbahnbewegungen und der mehrachsigen Bearbeitung. Die neue EverPath-Technologie befindet sich in der Beta-Phase und soll durch zusÀtzliche Werkzeugwege die Effizienz in der CNC-Fertigung steigern.

FĂŒr die Baustatik gab es am 3. Juli 2026 signifikante Updates. Dlubal Software integrierte neue Komponenten fĂŒr Bauproduktnachweise in RFEM 6 und optimierte die Betonbemessung sowie die Analyse von StahlanschlĂŒssen.

D.I.E. Baustatik stellte zeitgleich auf .NET Core um – die Arbeitsgeschwindigkeit steigt dadurch um etwa 20 Prozent. Besonders beeindruckend: Die Berechnungszeit fĂŒr den Durchstanznachweis sank von 80 auf 2 Sekunden.

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In der industriellen Fertigung prĂ€sentierten Lantek und Tecoi am 2. Juli 2026 ein neues System fĂŒr die automatisierte Blechbearbeitung. Die Softwaresteuerung ermöglicht eine robotergestĂŒtzte Entnahme und Palettierung von Teilen parallel zum Schneidprozess. Das minimiert die Stillstandzeiten in der Produktion.

Wirtschaftliche Verschiebungen und digitale SouverÀnitÀt

Die Marktlandschaft verĂ€ndert sich durch deutliche PreisĂ€nderungen und strategische Neuausrichtungen. Zum 1. Juli 2026 erhöhte Microsoft die Preise fĂŒr zahlreiche GeschĂ€ftslizenzen. Die Steigerungen reichen von 5 Prozent bei Microsoft 365 E5 (60 Euro) bis zu 43 Prozent beim Tarif F1 ohne Teams (2,50 Euro). Business Basic verteuerte sich um 17 Prozent auf 7 Euro, Business Standard kostet nun 14 Euro.

Diese Preispolitik und die zunehmende Bindung an Cloud-Ökosysteme treiben die Suche nach Alternativen voran. Eine Gartner-Studie vom 2. Juli 2026 prognostiziert: Bis 2030 könnten SaaS-Ausgaben in Höhe von 234 Milliarden Euro durch agentische KI gefĂ€hrdet sein. Unternehmen setzen zunehmend auf automatisierte, eigenstĂ€ndige Systeme.

Ein Beispiel fĂŒr den Trend zur UnabhĂ€ngigkeit: Schleswig-Holstein treibt die vollstĂ€ndige Ablösung von Microsoft-Produkten durch Linux und LibreOffice in der öffentlichen Verwaltung voran. International verfolgt Portugal Ă€hnliche Strategien – dort wurde am 1. Juli 2026 das Open-Source-KI-Modell Amalia vorgestellt. Es wurde mit EU-Fördergeldern fĂŒr öffentliche Dienste und die Verteidigung entwickelt.

In der physischen Infrastruktur investiert Siemens laut Meldungen vom 2. Juli 2026 rund 300 Millionen Euro in neue Standorte in Offenbach und Frankfurt. Bis 2030 sollen dort etwa 700 ArbeitsplĂ€tze entstehen – primĂ€r fĂŒr die Produktion gasisolierter Schaltanlagen, die moderne Rechenzentren benötigen.

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