Microsoft-Lizenzen: Ingolstadt zahlt 5,1 Millionen Euro bis 2029
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 23:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Stadt Ingolstadt überprüft ihre Abhängigkeit von Software des US-Konzerns Microsoft, plant jedoch für die kommenden Jahre weiterhin erhebliche finanzielle Mittel für die Lizenzierung ein.
Für den Zeitraum vom 1.1.2027 bis zum 31.12.2029 will die Kommune 5,148 Mio. Euro brutto für entsprechende Lizenzen ausgeben, was jährlich rund 1,716 Mio. Euro entspricht. Wie aus einem Bericht vom 26.10.2026 hervorgeht, erteilte der städtische Ausschuss für Finanzen und Personal der Lizenzbeschaffung einstimmig die notwendige Projektgenehmigung.
Laufzeit, Kostenstruktur und Beschaffungsweg
Der bestehende Kontrakt für die Softwarenutzung läuft am 31.12.2026 aus. Um den weiteren Betrieb sicherzustellen, greift die Stadtverwaltung auf einen Rahmenvertrag zurück, den der Bund ausgehandelt hat.
Über den dreijährigen Zeitraum bis Ende 2029 hinaus existiert zudem eine Option zur Vertragsverlängerung für das Jahr 2030. Diese würde nach heutiger Kalkulation mit weiteren 1,716 Mio. Euro zu Buche schlagen, wobei mögliche Preisänderungen bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden können.
Wer sich mit der Abhängigkeit von teuren Software-Lizenzen befasst, findet in diesem kostenlosen Startpaket eine leistungsstarke Alternative für den privaten oder beruflichen Einsatz. Entdecken Sie, wie Sie professionelle Büro-Anwendungen ohne Lizenzgebühren auf beliebig vielen Rechnern nutzen können. Gratis LibreOffice Startpaket jetzt herunterladen
Im Rahmen der Neuregelung strebt die Verwaltung organisatorische Anpassungen an: Durch eine Vereinheitlichung der Lizenzpakete sollen rund 20.000 Euro netto jährlich eingespart werden. Diese Summe ist in den kalkulierten Vertragskosten bereits gegengerechnet.
Technische Hürden verhindern schnellen Ausstieg
Parallel zur anstehenden Beschaffung prüft die Verwaltung Wege, um die eigene Abhängigkeit von Microsoft schrittweise zu verringern. Ein unmittelbarer Ausstieg kommt für die Kommune in der Praxis jedoch nicht infrage: Laut Verwaltung ist ein kurzfristiger Wechsel zu alternativen Lösungen nicht möglich.
Grund hierfür ist die weitreichende Durchdringung der kommunalen IT-Infrastruktur. Aktuell nutzen über 3.000 Anwender, rund 400 Server sowie zahlreiche spezifische Fachverfahren in Ingolstadt die Systeme des Anbieters. Eine Umstellung beträfe damit nahezu die gesamte Verwaltungsorganisation und erfordert erhebliche Vorlaufzeiten, um den laufenden Betrieb der Fachanwendungen nicht zu gefährden.
Während große Organisationen oft Jahre für eine Umstellung benötigen, können Privatanwender und kleinere Büros sofort von kostenfreien Open-Source-Lösungen profitieren. Dieses gratis Startpaket zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation ohne teure Abos einsetzen. So nutzen Sie Word und Excel-Alternativen völlig kostenlos
Mögliche Beteiligung an Pilotprojekt mit Open-Source-Software
Perspektivisch setzt die Stadt daher auf die Beobachtung und Prüfung bestehender Initiativen. Auf Landesebene erprobt der Freistaat Bayern derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts mit 40 bis 50 Arbeitsplätzen den Einsatz von Open-Source-Programmen als Alternative zu proprietärer Standardsoftware.
Der Abschluss dieses bayerischen Projekts wird voraussichtlich für 2027 erwartet. Die Stadt Ingolstadt prüft derzeit eine Beteiligung an diesem Vorhaben, um praktische Erfahrungen für eigene strategische Weichenstellungen in den kommenden Jahren zu gewinnen.
