Microsoft, Office

Microsoft Office: Zwangsupdate bis 13. Juli oder Funktionsverlust droht

25.06.2026 - 11:36:10 | boerse-global.de

Ein schwerwiegender Outlook-Fehler auf dem Mac und ein bevorstehendes Pflichtupdate setzen Apple-Anwender unter Zugzwang.

Apple-Nutzer in Bedrängnis: Outlook-Bug und Zwangsupdate bei Microsoft Office
Microsoft - Nahaufnahme einer MacBook-Tastatur und eines Bildschirms mit der Microsoft Outlook-Anwendung, die eine Fehlermeldung oder leere E-Mail-Antwort anzeigt. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Schwerwiegende Bugs und zwingende Updates setzen Apple-Nutzer unter Druck.

Microsoft kämpft derzeit mit gleich mehreren Problemen in seiner Office-Suite für Mac. Ein kürzlich entdeckter Fehler im Outlook-Update sorgt für Frust, während im Juli eine wichtige Sicherheitsfrist für alle Nutzer läuft. Wer nicht rechtzeitig handelt, riskiert den Verlust wichtiger Funktionen.

Outlook-Update löscht E-Mail-Verlauf

Ein schwerwiegender Bug im Update vom 16. Juni bereitet Anwendern Kopfzerbrechen. Die Version 16.110 (Build 26061317) von Outlook für Mac entfernt den ursprünglichen Nachrichtenverlauf, sobald ein Nutzer auf eine E-Mail antwortet oder sie weiterleitet. Besonders betroffen ist die Legacy-Version von Outlook, vor allem bei HTML-formatierten Nachrichten.

Betroffene sehen beim Antworten plötzlich ein leeres Fenster – die gesamte Konversationshistorie ist verschwunden. Für Berufstätige, die auf lückenlose Dokumentation angewiesen sind, ist das eine Katastrophe.

Microsoft-Mitarbeiter in den Support-Foren haben den Fehler bestätigt. Ein offizieller Patch steht noch aus. Bis dahin empfiehlt das Unternehmen einen temporären Workaround: Nutzer sollen auf Version 16.109.3 zurückstufen und die automatische Update-Funktion deaktivieren.

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Zwangsupdate bis Juli – sonst droht Funktionsverlust

Ab dem 13. Juli 2026 geraten sämtliche Office-Apps auf Apple-Geräten in einen eingeschränkten Modus – sofern sie nicht aktualisiert wurden. Der Grund: Digitale Zertifikate laufen ab.

Die Mindestanforderungen im Überblick:
- Mac: macOS 14 oder höher mit Office Version 16.83
- iPhone/iPad: iOS/iPadOS 17.0 mit App-Version 2.93

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann Dokumente künftig nur noch öffnen und drucken. Bearbeiten, Speichern und Neuanlegen sind dann nicht mehr möglich. Auch Office 2019 für Mac soll im gleichen Zeitraum in den eingeschränkten Modus fallen.

Authentifizierungsprobleme und Kalender-Chaos

Seit dem 24. Juni melden Nutzer von macOS Tahoe 26.5.1 weitere Schwierigkeiten. In Word für Mac (Build 26062112) erscheint beim Anmelden über Google Single Sign-On ein weißer Bildschirm mit der Fehlermeldung -51700. Die Anmeldung scheitert – obwohl der Browser-Zugang problemlos funktioniert. Eine Lösung für die Desktop-App gibt es bislang nicht.

Auch bei den Kalenderfunktionen gibt es Baustellen. Microsoft rät Administratoren, die Einführung der geteilten Kalenderverbesserungen vorerst zu stoppen. Zwei Fehler wurden entdeckt: Einer verhindert, dass Stellvertreter auf E-Mail-Anhänge zugreifen können. Ein anderer sorgt dafür, dass wiederkehrende Termine in Microsoft-365-Gruppenkalendern dupliziert werden oder gar nicht synchronisieren.

Bis zur Behebung sollten diese Funktionen nur in Pilotgruppen getestet werden, die nicht stark auf delegierten Zugriff angewiesen sind.

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Neue Funktionen trotz Krise

Doch es gibt auch positive Nachrichten. Microsoft erweitert das Feature-Set für Mac-Nutzer: Copilot in Outlook ist jetzt für gemeinsame und delegierte Postfächer verfügbar – sofern der Nutzer über eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz verfügt. Der KI-Assistent erkennt dabei, in welchem Postfach er sich gerade befindet, und arbeitet kontextbezogen.

Zudem führt Microsoft Edge im Juli 2026 eine neue Anmeldeoption ein. Nutzer können sich dann auf Windows und macOS mit ihrem Google-Konto in Profile einloggen. Diese Funktion ergänzt die bestehenden Microsoft-Konten und lässt sich in Unternehmen über administrative Richtlinien steuern.

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