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Microsoft PowerToys: Command Palette und neue Mouse-Effekte kommen

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neuesten IT-Security-Updates umfassen Sysinternals-Erweiterungen, KI-gestützte Malware-Analyse und neue Cloud-Scanner. Palo Alto Networks präsentiert zudem eine Lösung zur Verkürzung der Patch-Zeit.

Sysinternals Update, KI-Sicherheit und neue Cloud-Scans: IT-Security-Woche im Überblick
Ein moderner IT-Arbeitsplatz mit Monitoren, die komplexe Terminal-Befehle und Datenanalysen anzeigen, in einer professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Bereich der professionellen Systemadministration und IT-Sicherheit wurden in den vergangenen Tagen wegweisende Software-Updates und neue Sicherheitslösungen vorgestellt. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Aktualisierung etablierter Werkzeugsammlungen sowie der Einführung KI-gestützter Analyse-Workflows.

Sysinternals Suite erhält Funktionserweiterungen

Am 20. August 2026 wurde die Version 2026.19.08 der Sysinternals Suite veröffentlicht. Das Update umfasst signifikante Aktualisierungen für mehrere Kernwerkzeuge. Der Process Monitor in der Version v4.1 unterstützt nun IPC-Events für Named Pipes und Mailslots, was die Diagnose von Interprozesskommunikation erleichtert.

Für macOS-Nutzer bietet ZoomIt 12.3 die neue DemoMirror-Funktionalität, während die Windows-Version ZoomIt v12.21 Fehlerbehebungen bei Aufzeichnungsverzögerungen erhalten hat.

Zudem wurde der Remote Desktop Connection Manager (RDCMan) auf Version v3.21 aktualisiert, um die Arbeit mit dem Remote Desktop Gateway zu optimieren. Das Gesamtpaket der Freeware steht mit einer Downloadgröße von 192,0 MB zur Verfügung, wobei eine spezifische ARM64-Version mit 21,3 MB angeboten wird.

Fortschritte bei der Malware-Analyse und Cloud-Sicherheit

Parallel zur Aktualisierung lokaler Werkzeuge wurden neue Lösungen für die Cloud-Sicherheit vorgestellt. ESET bietet seit dem 20. August 2026 spezielle Scan-Lösungen im AWS Marketplace für Regionen in den USA, Großbritannien und Europa an.

Das System nutzt einen dreistufigen Prozess aus gRPC-API, statischer Analyse im Millisekundenbereich und einer dynamischen Sandbox, um Malware in Cloud-Anwendungen ohne installierte Endpoint-Security zu identifizieren.

Ergänzend dazu wurde die Version v1.0.2 von Strelka veröffentlicht. Der containerbasierte Echtzeit-Dateiscanner für die Bedrohungssuche verfügt über mehr als 50 Scanner und ist in der Lage, verschlüsselte ZIP-Archive mit Standardpasswörtern zu öffnen sowie PE-Metadaten zu extrahieren.

Für die Schwachstellenanalyse steht zudem vigolium v0.4.3 bereit, das agentische KI einsetzt, um sowohl native Scans mit 323 Modulen als auch automatisierte Quellcode-Audits durchzuführen.

Automatisierung in der Sicherheitsinfrastruktur

Palo Alto Networks adressiert mit der Einführung von „Frontier Virtual Patching“ die Zeitspanne zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und der Bereitstellung eines offiziellen Patches. Das System basiert auf NOVA, das laut Unternehmensangaben innerhalb von zwei Monaten 14.090 validierte Befunde lieferte.

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Bemerkenswert sei dabei, dass 99,4 Prozent dieser Befunde noch keine CVE-Nummer besaßen, während rund 40 Prozent als hochriskant oder kritisch eingestuft wurden. Ziel sei es, die Lücke zwischen der schnellen Waffenisierung von Exploits und dem durchschnittlich 55 Tage dauernden Patch-Zyklus zu schließen.

Im Bereich der Incident-Response-Automatisierung stellte Intezer neue Workflows für sein AI SOC vor. Diese ermöglichen es, Automatisierungen mittels natürlicher Sprache zu erstellen. Einem aktuellen Branchenbericht zufolge seien bei einem Volumen von etwa 450.000 Alarmen pro Jahr lediglich rund 54 tatsächliche Bedrohungen zu verzeichnen, wobei nur etwa ein Prozent der Vorfälle aus den niedrigsten Prioritätsstufen stamme.

Integrationen und Ausblick auf Microsoft PowerToys

Für Managed Service Provider (MSP) wurde eine neue Integration zwischen Acronis und IT Glue angekündigt. Diese ermöglicht die Synchronisation von Geräteinventaren aus der Cyber Protect Cloud direkt in IT Glue, wobei der Abgleich über Hostnamen, Seriennummern und MAC-Adressen erfolgt. Synchronisiert werden dabei unter anderem der Schutzstatus, Backup-Details und der sogenannte CyberFit Score.

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Microsoft bereitet zudem Aktualisierungen für die PowerToys vor. Nachdem am 19. August 2026 die Version v0.101.2312.0 Preview mit Fehlerbehebungen für den Shortcut Guide und den Screen Ruler veröffentlicht wurde, soll in der kommenden Woche ein größeres Update folgen. Dieses wird laut Projektverantwortlichen eine kompakte Command Palette, neue Effekte für den Mouse Highlighter sowie die Unterstützung von Phi Silica für die Funktion „Advanced Paste“ beinhalten. Über 300 Pull-Requests wurden für diese kommenden Verbesserungen bereits verarbeitet.

Für die Netzwerk-Discovery wurde zudem UltraViolet v1.0.11 freigegeben, ein selbst gehosteter Scanner, der TLS- und JARM-Fingerprints nutzt, um Bestandsveränderungen im Netzwerk durch Delta-Tracking zu überwachen.

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