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Microsoft Publisher und Project Online: Support endet im Oktober

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 18:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt Publisher, Project Online sowie mehrere LTSC-Produkte ein. 0patch und ProjectLibre bieten angekündigte Alternativen für Betroffene.

Microsoft beendet Publisher und Project Online schrittweise
Ein leerer, modern gestalteter Konferenzraum in der Dämmerung, der eine Atmosphäre des Übergangs und der Stille vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft treibt die Konsolidierung seines Software-Portfolios voran und hat den Support für die Desktop-Publishing-Anwendung Publisher sowie den Dienst Project Online eingestellt. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, leitet das Unternehmen damit eine mehrstufige Abschaltung ein, die sowohl Cloud-Dienste als auch klassische Kauflizenzen betrifft.

Support-Ende für Publisher und Microsoft 365

Für Nutzer der Abonnement-Plattform Microsoft 365 bedeutet die Entscheidung eine zeitnahe Umstellung. Publisher wird zum 1. Oktober 2026 offiziell aus dem Microsoft-365-Angebot entfernt.

Betroffen sind jedoch nicht nur Cloud-Anwender: Auch für die Versionen von Publisher, die über Dauerlizenzen (perpetual versions) erworben wurden, endet die Unterstützung durch den Hersteller. Der Stichtag für das Support-Ende dieser Varianten ist der 13. Oktober 2026.

Abschaltung von Project Online

Gleichzeitig zieht sich der Konzern aus dem Betrieb von Project Online zurück. Der Dienst wird laut vorliegenden Informationen zum 30. September 2026 abgeschaltet. Unmittelbar darauf folgt das Ende für Project Online Essentials, dessen Verfügbarkeit zum 1. Oktober 2026 eingestellt wird. Damit müssen Unternehmen, die ihre Projektplanung über diese Infrastruktur abgewickelt haben, auf Nachfolgelösungen migrieren.

Auslaufen von LTSC-Versionen ohne Sicherheits-Updates

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Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Bereinigung des Supports, die auch die Office-Suite in der Variante des Long-Term Servicing Channel (LTSC) betrifft. Am 13. Oktober 2026 läuft der Support für Office LTSC 2021 aus. Berichten zufolge wird Microsoft für dieses Produkt keine Extended Security Updates (ESU) anbieten, was bedeutet, dass nach diesem Datum keine offiziellen Sicherheitskorrekturen mehr erfolgen.

Dieses Support-Ende ohne die Möglichkeit auf verlängerte Sicherheitsaktualisierungen gilt am selben Datum ebenfalls für Visio LTSC 2021 und Project LTSC 2021. Für IT-Abteilungen bedeutet dies ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, sofern die Anwendungen über diesen Zeitraum hinaus in produktiven Umgebungen verbleiben.

Drittanbieter und alternative Lösungen

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Infolge des offiziellen Rückzugs von Microsoft treten Drittanbieter auf den Plan, um die entstehenden Lücken für Bestandskunden zu adressieren. Der Anbieter 0patch kündigte an, für die auslaufenden Microsoft-Produkte inoffizielle Sicherheitskorrekturen bereitzustellen. Diese Fixes sollen über einen Zeitraum von drei Jahren angeboten werden, um Anwendern eine längere Übergangsfrist zu ermöglichen.

Im Bereich der Projektmanagement-Software positionieren sich zudem Wettbewerber als Alternativen. ProjectLibre bietet mit ProjectLibre Cloud AI 2.0 eine Lösung an, deren Kosten sich auf weniger als 10 US-Dollar pro Benutzer und Monat belaufen sollen. Damit zielt das Unternehmen auf Kunden ab, die nach dem Ende von Project Online nach kostengünstigen Cloud-Alternativen suchen.

Mehr zum Thema bei The Register: „Microsoft closes the book on Publisher and unplugs Project Online“

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