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Microsoft Teams: Deepfake-Prüfung startet Mitte November 2026

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 18:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Teams soll manipulierte Stimmen, Gesichter und Lippenbewegungen mithilfe integrierter Drittanbieter-Tools erkennen; der Start ist für Mitte November 2026 vorgesehen.
Ein leerer, moderner Konferenzraum mit einem glänzenden Tisch und Stühlen in einer schlichten, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft bereitet für seine Kommunikationsplattform Teams eine neue Sicherheitsfunktion vor, mit der Audio- und Videostreams auf manipulierte Medieninhalte überprüft werden können.

Über Schnittstellen sollen künftig spezialisierte Werkzeuge von Drittanbietern direkt in laufende Besprechungen eingebunden werden, um Deepfakes automatisiert zu identifizieren. Der schrittweise Rollout dieser Schutzfunktion soll Mitte November 2026 beginnen und die Desktop-, Web- sowie macOS-Versionen der Anwendung umfassen.

Mit dem Vorstoß reagiert der Anbieter auf die wachsende Bedrohung durch computergenerierte Fälschungen im Unternehmensalltag, bei denen Identitäten von Mitarbeitern oder Führungskräften mithilfe künstlicher Intelligenz nachgeahmt werden. Die technische Umsetzung basiert auf der Integration spezialisierter Analyseanwendungen direkt in die Konferenzumgebung.

Analyse über zertifizierte Bots

Um die Überprüfung der Sitzungen zu aktivieren, müssen IT-Administratoren in den Organisationen tätig werden. Die Prüfung erfolgt nicht rein plattformintern, sondern über das Hinzufügen eines zertifizierten Bots eines Drittanbieters, dem die Administratoren entsprechende Systemberechtigungen für die Besprechungen erteilen müssen.

Ist der Prüfmechanismus aktiv, analysiert die Software die eingehenden Datenströme der Teilnehmenden. Die Erkennung deckt mehrere typische Formen moderner Medienmanipulation ab. Dazu zählen das Klonen von Stimmen, der Austausch von Gesichtern sowie die künstliche Synchronisation von Lippenbewegungen. Zudem soll das System schädliche Inhalte generell erfassen können.

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Die Ergebnisse der Überprüfung werden anhand einer festen Skala ausgegeben: Der Bot bewertet die analysierten Teilnehmer mit einem Konfidenzwert zwischen 0,0 und 1,0 und ordnet den jeweiligen Befund einem Schweregrad zu, der in die Kategorien niedrig, mittel und hoch unterteilt ist. Auf dieser Basis können Unternehmen festlegen, wie auf verdächtige Konferenzteilnehmer reagiert werden soll.

Entwicklungsstand und offene Fragen

Erstmals war das Vorhaben am 2. Oktober in der offiziellen Microsoft-365-Roadmap aufgetaucht. Gegenwärtig befindet sich die Schnittstelle noch in der aktiven Entwicklungsphase.

Bislang sind wesentliche Einzelheiten zur praktischen Umsetzung noch nicht öffentlich bekannt: Weder die beteiligten Partnerunternehmen und Sicherheitsanbieter noch die konkreten Lizenzbedingungen für den Einsatz der Analysewerkzeuge wurden bislang kommuniziert. Unklar bleibt damit auch, welche zusätzlichen Kosten für Drittanbieter-Abonnements bei den Unternehmen anfallen könnten.

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Die geplante Integration schließt an frühere Sicherheitsmaßnahmen an, die Microsoft bereits in der Plattform etabliert hat. Zuvor hatte der Konzern bereits Werkzeuge zur automatischen Blockierung externer Bots sowie Mechanismen zur Bot-Erkennung im digitalen Warteraum eingeführt, um unbefugte Software-Agenten aus vertraulichen Besprechungen fernzuhalten.

Mit der anstehenden Überprüfung auf audiovisuelle Fälschungen erweitert der Plattformbetreiber diesen Schutzschirm nun erstmals direkt auf manipulierte menschliche Darstellungen.

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