Microsoft Teams: Effizienzmodus senkt Kameraauflösung bei RAM-Mangel
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Softwarekonzern Microsoft hat darauf hingewiesen, dass der sogenannte Effizienzmodus in Microsoft Teams die Videoqualität sowie die Kameraauflösung beeinträchtigen kann. Dieser Schritt greift dann, wenn dem Computer des Anwenders nicht genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Damit reagiert das System auf Engpässe bei der Hardwareauslastung, um den Betrieb der Kommunikationssoftware auch auf schwächeren Geräten aufrechtzuerhalten.
Abstriche bei Bild und Bildschirmübertragung
Wie aus einem Support-Dokument des Unternehmens hervorgeht, dient der Effizienzmodus der gezielten Reduzierung der Prozessor-, Speicher- und Netzwerknutzung.
Gerät das System an seine Ressourcenlimits, kann Teams nicht nur die Kameraauflösung, sondern auch die Qualität der Bildschirmübertragung sowie die Audioübertragung herabsetzen. Kommt es zu einer besonders hohen Last auf dem Hauptprozessor, räumt die Software der Tonübertragung Vorrang vor dem Kamerabild ein.
Nutzerinnen und Nutzer haben die Möglichkeit, das Verhalten der Anwendung über drei Optionen anzupassen. Standardmäßig ist die Funktion auf die Aktivierung nur bei niedrigen Ressourcen eingestellt. Alternativ lässt sich der Modus dauerhaft einschalten oder komplett deaktivieren. Laut Microsoft eignet sich die Funktion insbesondere für Geräte mit 8GB RAM oder weniger.
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Auf solchen Computern starte Teams durch die Optimierung um bis zu 20% schneller. In einem Test auf einem 2.500 US-Dollar teuren HP Spectre mit 32GB RAM war die Option zwar standardmäßig aktiv, greift den Vorgaben folgend jedoch erst dann ein, wenn tatsächlich Speicherknappheit herrscht.
Hoher Speicherhunger und künftige Anpassungen
Hintergrund der Optimierungsbemühungen ist der anhaltend hohe Ressourcenbedarf des Programms. Teams verbraucht bereits im Leerlauf fast 1GB RAM. Bei der Konkurrenzanwendung Slack liegt dieser Wert demgegenüber bei unter 300MB.
Einer grundlegenden Neuentwicklung erteilte Microsoft jedoch eine Absage: Ein Wechsel zu einem nativen WinUI-Entwicklungszweig sei laut dem Konzern fast unmöglich, weshalb Teams weiterhin auf der bisherigen Architektur mit WebView und Chromium basieren wird.
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Dennoch stellt das Unternehmen weitere Verbesserungen für Rechner mit begrenzter Hardwareausstattung in Aussicht. Angekündigt wurden zusätzliche Anpassungen bei der Speicherauslastung, zu denen unter anderem ein automatischer Stopp von Downloads für Hintergrundbilder zählt, sobald das Betriebssystem wenig freien Arbeitsspeicher meldet.
