Microsoft Teams: QR-Code-Schutz vor Phishing startet im November
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft führt für die Kommunikationsplattform Teams eine neue Sicherheitsfunktion ein, die bösartige QR-Codes in Nachrichten identifiziert und Anwender vor Gefahren warnt. Zieladressen in eingebetteten Bildern werden dabei nahezu in Echtzeit auf Phishing- und Betrugsversuche analysiert, wie Fachmedien berichten.
Die Sicherheitsüberprüfung greift über das gesamte Spektrum der Plattform. Sie deckt direkte Unterhaltungen zwischen zwei Personen, Gruppenunterhaltungen, Besprechungs-Chats sowie Kanäle ab und erstreckt sich sowohl auf den internen Austausch als auch auf externe Kontakte.
Differenzierte Schutzstufen und automatische Warnungen
Beim Umgang mit QR-Code-Grafiken unterscheidet das System nach der Herkunft des Absenders. Bilddateien von externen Kontakten werden bereits standardmäßig unscharf dargestellt. Wird darin ein schädlicher QR-Code identifiziert, blendet Teams eine Warnung ein, wonach die Nachricht einen potenziell schädlichen Link enthält, ergänzt um einen Verweis auf Informationen zur Datei- und Linksicherheit.
Bei internen Absendern sind die Grafiken hingegen nicht von vornherein weichgezeichnet; schlägt die Erkennung jedoch an, erscheint derselbe Warnhinweis. Für mobile Teams-Anwendungen in China gelten abweichende Regeln: Dort werden QR-Bilder grundsätzlich unscharf gestellt und Nachrichten mit erkannten schädlichen Codes vollständig blockiert.
Wer sich gegen aktuelle Betrugsmaschen wie manipulierte Nachrichten und QR-Codes schützen möchte, findet in diesem kostenlosen Paket effektive Strategien zur Hacker-Abwehr. In 4 Schritten zum sicheren Unternehmen: So stoppen Sie Phishing-Angriffe bevor sie entstehen
Die Neuerung baut auf einer Vorläuferfunktion mit der Kennung MC1470410 auf. Diese sorgt dafür, dass QR-Codes externer Absender zunächst unkenntlich bleiben, bis Nutzer sie bei begründetem Vertrauen manuell aufdecken. Eine Unschärfe bedeutet dabei nicht zwingend, dass Microsoft den Code bereits als gefährlich eingestuft hat.
Für diese Vorstufe begann die gezielte Freigabe ab Mitte Oktober 2026 und endete Mitte Oktober 2026, nachdem ursprünglich Anfang Oktober vorgesehen war. Die weltweite allgemeine Verfügbarkeit auf Desktop, im Web sowie auf Mobilgeräten startete ab Ende Oktober 2026 und soll Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Zeitplan des Rollouts und administrative Einbindung
Die weltweite allgemeine Verfügbarkeit der eigentlichen QR-Code-Erkennung beginnt laut Berichten Anfang November 2026. Der Abschluss dieses Rollouts wird für Mitte November 2026 erwartet.
Da Cyberkriminelle ihre Methoden ständig verfeinern, ist proaktives Wissen über neue Sicherheitsrisiken und gesetzliche Anforderungen für Verantwortliche unerlässlich. Dieses gratis E-Book zeigt, wie Sie Sicherheitslücken im Betrieb schließen und Ihr Unternehmen langfristig absichern. Jetzt kostenloses E-Book zum Schutz vor Cyberangriffen herunterladen
Für IT-Abteilungen entsteht durch die Einführung kein manueller Einrichtungsaufwand. Die Erkennung ist standardmäßig aktiv und wird an die bestehende Schutzfunktion für schädliche Internetadressen gekoppelt. Administratoren können den Status im Verwaltungszentrum von Microsoft Teams unter den Einstellungen und Richtlinien für Nachrichtensicherheit einsehen.
Das IT-Fachportal MWPro bezifferte die betrieblichen Auswirkungen für Administratoren mit einem Wert von 45 und für Endanwender mit 35, was jeweils als mittel eingestuft wird. Die Dringlichkeit der Maßnahme bewertete MWPro mit einem Wert von 55.
