Microsofts, Hardware-Regeln

Microsofts Hardware-Regeln: Pluton wird von TPM 2.0 getrennt

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 14:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Künftige Windows-Geräte nutzen Hersteller-Firmware oder separate TPMs; Pluton bleibt als Sicherheitschip erhalten, ältere Systeme bleiben unterstützt.
Nahaufnahme einer unbestückten Computer-Hauptplatine mit Leiterbahnen und einem zentralen Siliziumchip in einer Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat seine Hardware-Richtlinien für das Jahr 2026 angepasst. Auf künftigen Plattformen der Chiphersteller AMD, Intel und Qualcomm übernimmt der hauseigene Sicherheitschip Pluton nicht mehr die Rolle des Trusted Platform Module (TPM) 2.0. Das geht aus aktuellen Berichten hervor.

Bislang konnte der Sicherheits-Coprozessor direkt als integriertes TPM konfiguriert werden, um die Sicherheitsanforderungen des Betriebssystems Windows zu erfüllen.

Trennung von TPM 2.0 und Coprozessor

Mit den aktualisierten Vorgaben wird die Bereitstellung des erforderlichen TPM 2.0 neu geordnet. Die entsprechende Funktionalität soll künftig primär über das Firmware-TPM (fTPM) der jeweiligen Chiphersteller bezogen werden, wie etwa über Intels Platform Trust Technology (PTT). Alternativ können Hardwarehersteller auch weiterhin auf ein eigenständiges, diskretes TPM setzen.

Trotz dieser Entkopplung bedeutet der Schritt nicht das Ende von Pluton in Windows-Systemen. Der Chip soll in bestehenden sowie künftigen Windows-Geräten als Sicherheits-Coprozessor erhalten bleiben.

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In dieser Funktion stellt die Komponente weiterhin eine hardwareisolierte Sicherheitsumgebung bereit, die sensible Daten und kryptografische Schlüssel vor Angriffen schützen soll. Nach Angaben des Konzerns wird lediglich die Bereitstellung als TPM-Modul von den sonstigen Aufgaben des Chips abgetrennt.

Bestandsschutz für ältere Geräte und offene Gründe

Für Nutzer älterer Hardware ändert sich durch die Neuerung nichts. Bestehende Geräte, die auf Prozessoren von AMD oder Qualcomm aus der Zeit vor 2026 basieren und Pluton als TPM einsetzen, bleiben uneingeschränkt unterstützt. Ein Eingriff in bestehende Systemkonfigurationen oder ein Verlust der Kompatibilität mit Windows ist für diese Modellreihen nicht vorgesehen.

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Die genauen Beweggründe für die strategische Anpassung lässt Microsoft offen. Das Unternehmen nannte bislang keine Gründe für die Neuausrichtung der Hardware-Vorgaben. Unklar bleibt daher, ob der Verzicht auf Pluton als TPM mit technischen Kompatibilitätsfragen, Herausforderungen in der Lieferkette, Anpassungen der übergeordneten Sicherheitsstrategie oder mit den spezifischen Implementierungen der verschiedenen Hardwarepartner zusammenhängt.

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