Start, Jeff

Start von Jeff Bezos' Schwerlastrakete glĂŒckt

16.01.2025 - 08:30:13

MilliardÀr gegen MilliardÀr: Elon Musks Unternehmen SpaceX erobert seit lÀngerem den Orbit, nun will Blue Origin von Jeff Bezos nachlegen - und testet erfolgreich eine neue, leistungsstarke Rakete.

  • Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos grĂŒndete Blue Origin im Jahr 2000. - Foto: Paul Ellis/PA Wire/dpa

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  • Die Rakete «New Glenn» ist rund 100 Meter hoch. Sie ist nach John Glenn benannt, dem ersten US-amerikanischen Astronauten in einer Erdumlaufbahn. - Foto: -/Blue Origin/dpa

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  • Unter anderem sollte bei dem Flug die KommunikationsfĂ€higkeit von «Blue Ring» von Ingenieuren auf der Erde getestet werden.  - Foto: Jennifer Briggs/ZUMA Press Wire/dpa

    Jennifer Briggs/ZUMA Press Wire/dpa

Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos grĂŒndete Blue Origin im Jahr 2000. - Foto: Paul Ellis/PA Wire/dpaDie Rakete «New Glenn» ist rund 100 Meter hoch. Sie ist nach John Glenn benannt, dem ersten US-amerikanischen Astronauten in einer Erdumlaufbahn. - Foto: -/Blue Origin/dpaUnter anderem sollte bei dem Flug die KommunikationsfĂ€higkeit von «Blue Ring» von Ingenieuren auf der Erde getestet werden.  - Foto: Jennifer Briggs/ZUMA Press Wire/dpa

Das Weltraumunternehmen Blue Origin von Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos hat erstmals seine neue, leistungsstarke Rakete «New Glenn» getestet. Die rund 100 Meter hohe, nach dem US-Astronauten John Glenn (1921-2016) benannte Rakete hob erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie Live-Aufnahmen des Unternehmens zeigten. 

Über die geplante Landung der TrĂ€gerrakete im Verlauf des Testflugs auf einer Plattform im Atlantik lagen zunĂ€chst keine genauen Angaben vor. In Foren wurde ĂŒber einen möglichen Fehlschlag bei diesem Teil des Testflugs diskutiert.

«Dies ist unser erster Flug und wir haben uns grĂŒndlich darauf vorbereitet», hatte Blue Origin kurz vor dem Start auf der Plattform X mitgeteilt. «Aber keine noch so große Anzahl von Bodentests oder Missionssimulationen kann einen Flug mit dieser Rakete ersetzen.» Wichtigstes Ziel des Teststarts sei, die Umlaufbahn sicher zu erreichen. Das gelang offenbar problemlos.

«Alles, was darĂŒber hinausgeht, ist das SahnehĂ€ubchen auf dem Kuchen», hieß es auch. Ob auch dieses SahnehĂ€ubchen perfekt ablief - der ehrgeizige Versuch der Landung im Atlantik - war zunĂ€chst unklar. 

Kommunikation testen

An Bord hatte die zweistufige Schwerlastrakete einen Prototyp des Raumfahrzeugs «Blue Ring», das spÀter Satelliten ins All bringen soll. Unter anderem sollte bei dem Flug die KommunikationsfÀhigkeit von «Blue Ring» von Ingenieuren auf der Erde getestet werden. 

Nach eigenen Angaben arbeitet Blue Origin bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung der teilweise wiederverwendbaren Rakete, die etwa 45 Tonnen Material in die niedrige Erdumlaufbahn transportieren kann. Auch Astronauten sollen damit kĂŒnftig Missionen absolvieren.

Die erste Stufe von «New Glenn» ist nach Unternehmensangaben fĂŒr mindestens 25 FlĂŒge ausgelegt. Das werde zu deutlich weniger Abfall und Kosten fĂŒhren. Auch SpaceX setzt auf wiederverwendbare Raketenteile. Bei anderen Raketen wie der europĂ€ischen TrĂ€gerrakete Ariane 6 fallen die Antriebe einfach ins Meer.

Konkurrenz fĂŒr SpaceX

In Zukunft will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Raumfahrtfirma von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk fliegt vor allem mit seiner «Falcon Heavy»-Rakete schon seit Jahren fĂŒr die US-Raumfahrtbehörde Nasa und andere Auftraggeber. Die «Falcon Heavy» kann etwa 64 Tonnen Material transportieren. 

SpaceX entwickelt derzeit auch das grĂ¶ĂŸte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte, das «Starship». Dessen siebter Testflug könnte im Verlauf der Woche starten. Blue Origin bietet bislang vor allem kurze All-AusflĂŒge fĂŒr Weltraum-Touristen mit der Rakete «New Shepard» an. Bei deren erstem Flug war 2021 auch Bezos selbst an Bord.

@ dpa.de