Mpox-Impfdosen, Hotspot

Erste Mpox-Impfdosen erreichen Hotspot in Afrika

04.09.2024 - 17:32:57

Mpox breiten sich in mehreren LĂ€ndern Afrikas aus. Jetzt treffen endlich die ersten Impfdosen ein. Aber Impfungen sind kein Allheilmittel, warnt die WHO.

Nach den alarmierenden Mpox-Infektionszahlen in der Demokratischen Republik Kongo sollen morgen die ersten von der EU gespendeten Impfdosen eintreffen. Das kĂŒndigte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus an. 

 

Die EU hatte Mitte August eine Spende von 175.420 Impfdosen gegen die Virusinfektion, die frĂŒher Affenpocken genannt wurde, angekĂŒndigt. In der Demokratischen Republik Kongo waren in diesem Jahr bereits 18.000 VerdachtsfĂ€lle gemeldet worden. Die Dunkelziffer dĂŒrfte nach EinschĂ€tzung der Behörden deutlich höher sein. 

Tedros dankte der EuropĂ€ischen Union und rief andere LĂ€nder, die VorrĂ€te haben, dazu auf, ebenfalls Impfdosen abzugeben. Die WHO arbeite mit den Gesundheitsbehörden an einer schnellen Verteilung in die Regionen, wo der Bedarf am höchsten ist, sagte Tedros. Gleichzeitig fĂ€nden Informationskampagnen ĂŒber den Impfstoff statt, um sicherzustellen, dass die Menschen nicht durch falsche Informationen oder Verschwörungstheorien verunsichert werden. 

Impfstoff kein Allheilmittel

Tedros erinnerte daran, dass Impfstoffe lediglich eines von mehreren Werkzeugen seien, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Vor allem mĂŒsse unter anderem die Beobachtung des Infektionsgeschehens gestĂ€rkt werden, und die Bevölkerung mĂŒsse informiert werden, wie sie sich schĂŒtzen kann.

Die WHO hat den Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und NachbarlÀndern Mitte August zu einer «gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite» (PHEIC - Public Health Emergency of International Concern) erklÀrt. Das ist ein Alarmsystem, das alle LÀnder der Welt dazu bringen soll, sich auf mögliche FÀlle vorzubereiten. 

@ dpa.de