Multiple, Sklerose

Multiple Sklerose: Curcumin-Studie untersucht 24 Patienten und 15 Kontrollen

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Studien untersuchen Curcumin-Abwandlungen und Trägersysteme zu Entzündungsprozessen, neurologischen Zielstrukturen und Tumormodellen.
Nahaufnahme von frischen Kurkumawurzeln auf einer steinernen Oberfläche mit Fokus auf die leuchtend gelbe Schnittfläche. Illustration mit AI erstellt.

Fachberichte von Wirkstoffanbietern wie Ningbo Inno Pharmchem Co., Ltd. sowie Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeitsgruppen thematisieren das therapeutische Potenzial von hochreinem Curcumin und modifizierten Curcumin-Derivaten. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen ihre biochemischen Eigenschaften im Umgang mit oxidativem Stress und chronischen Entzündungsprozessen.

Hürden der Bioverfügbarkeit und chemische Derivate

Curcumin (CAS 458-37-7) stellt das primäre Curcuminoid aus der Kurkumawurzel dar und wird intensiv hinsichtlich seiner antioxidativen und antiinflammatorischen Mechanismen sowie seiner Einflussnahme auf zelluläre Signalwege erforscht.

Für pharmazeutische Anwendungen gelten die geringe Wasserlöslichkeit sowie die rasche Verstoffwechslung im Organismus als zentrale Limitierungen. Um die Aufnahme zu verbessern, konzentriert sich die Entwicklung unter anderem auf nanoskalige Verkapselungen, liposomale Trägersysteme und die Kombination mit Bioverfügbarkeits-Verstärkern.

Parallel dazu rücken modifizierte Moleküle in den Fokus. Hexahydrocurcumin entsteht als bioverstärktes Derivat durch katalytische Hydrierung, bei der Doppelbindungen gesättigt werden. Ningbo Inno Pharmchem Co., Ltd. beschreibt hierbei eine gesteigerte Molekülstabilität, eine optimierte Bioverfügbarkeit sowie eine verlängerte biologische Aktivität.

In der Entzündungsforschung wirkt die Substanz gegen reaktive Sauerstoffspezies und zeigt Eigenschaften eines selektiven COX-2-Inhibitors unter Schonung des Enzyms COX-1. Zudem wird Hexahydrocurcumin im Rahmen der Krebsforschung auf zytotoxische Effekte gegenüber veränderten Zellen und auf Marker der Tumorentstehung untersucht.

In der Entzündungsforschung wirkt die Substanz gegen reaktive Sauerstoffspezies und zeigt Eigenschaften eines selektiven COX-2-Inhibitors unter Schonung des Enzyms COX-1. Zudem wird Hexahydrocurcumin im Rahmen der Krebsforschung auf zytotoxische Effekte gegenüber veränderten Zellen und auf Marker der Tumorentstehung untersucht.

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Als wichtiger körpereigener Hauptmetabolit gilt Tetrahydrocurcumin, das in biologischen Modellen vielfach eine höhere biologische Aktivität und Verfügbarkeit als Curcumin aufweist. Es neutralisiert freie Radikale von Hydroxylradikalen bis hin zu Superoxid-Anionen und hemmt Matrix-Metalloproteinasen, welche für den Abbau von Kollagen und Elastin verantwortlich sind.

Neben standardisiertem Curcuminoid-Extrakt mit einem Gehalt von 95 Prozent und einer durch analytische Methoden wie HPLC, HNMR, LC-MS, UV und IR belegten Reinheit von über 99 Prozent wird Tetrahydrocurcumin mit 98 Prozent Reinheit nach USP-Vorgaben auch für kosmetische Rezepturen bereitgestellt.

Im strukturellen Vergleich besitzt das aus Ingwer abgeleitete Dehydrozingeron (C11H12O3) gegenüber Curcumin (C21H20O6) ein einfacheres Gerüst mit höherer Stabilität, während Curcumin ein breiteres Wirkungsspektrum abdeckt.

Synthetische Modifikationen und neurologische Zielstrukturen

Für neurologische Einsatzgebiete wird das synthetische Curcumin-Derivat J-147 erforscht, das eine verbesserte Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke aufweist. Ningbo Inno Pharmchem führt an, dass J-147 in präklinischen Alzheimer-Modellen die Mitochondrienfunktion verbesserte, lösliches Amyloid-beta senkte und neurotrophe Faktoren wie BDNF und NGF anhob.

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In weiteren experimentellen Versuchsreihen verringerte die Substanz diabetische Neuropathien, verlängerte in Kombination mit t-PA das Behandlungsfenster bei ischämischen Schlaganfällen und reduzierte freie Fettsäuren in Geweben.

Nanomedizinische Träger und synergistische Effekte

Ergänzend zu isolierten Substanzen werden innovative Transportsysteme publiziert. Ein Autorenteam stellte im International Journal of Nanomedicine eine Nanoplattform vor, bei der Curcumin und Indocyaningrün in kovalente organische Gerüste eingebunden und mit Hyaluronsäure-Triphenylphosphonium modifiziert wurden.

Unter Bestrahlung im nahen Infrarotbereich setzt das System Wirkstoffe frei und induziert über photothermische Mechanismen sowie reaktive Sauerstoffspezies antitumorale Effekte im Modellversuch.

Das Iranian Journal of Allergy, Asthma and Immunology berichtete über eine Laborstudie an Proben von 24 Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose sowie 15 Kontrollpersonen, in der Curcumin zusammen mit Vitamin D die Verteilung spezifischer T-Zellen und Rezeptordichten beeinflusste; angesichts des frühen Stadiums mahnten die Forscher jedoch Zurückhaltung an.

Im Lehman Lab untersuchten Wissenschaftler um Stephen Redenti und Linda Einbond zudem pflanzliche Komponenten aus Kurkuma, die in Laborversuchen das Wachstum bestimmter Gebärmutterhals-Präkanzerosen hemmten.

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