MYAKU BAND: Smartband ohne Display startet Vorverkauf
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das in Nagoya ansässige Unternehmen Key System hat den Vorverkauf für sein neues Wearable-Produkt MYAKU BAND eingeleitet. Das Smartband der Marke MYAKU zeichnet sich durch einen Verzicht auf ein integriertes Display aus und wird seit heute über die japanische Crowdfunding-Plattform Makuake angeboten.
Mit dem Markteintritt adressiert das Unternehmen den wachsenden Bedarf an minimalistischen Gesundheitsmonitoren, die Daten im Hintergrund erfassen, ohne den Nutzer durch Bildschirm-Benachrichtigungen abzulenken.
Fokus auf Akkulaufzeit und Gesundheitsanalyse
Das MYAKU BAND ist primär für die langfristige Erfassung von Vitaldaten konzipiert. Laut Angaben von Key System ermöglicht das Design eine Akkulaufzeit von etwa 30 Tagen, was die Notwendigkeit häufiger Ladevorgänge reduziert. Zu den zentralen Funktionen gehören ein Fitness-Tracker sowie verschiedene Sportmodi.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schlafanalyse, wobei das Gerät zwischen REM-Phasen sowie leichtem und tiefem Schlaf differenzieren kann. Die Auswertung der gesammelten Daten erfolgt über die zugehörige Applikation mit dem Namen Health Trainer.
Für den Verkaufsstart auf Makuake wurden unterschiedliche Preisstufen festgelegt. Das Ultra-Frühbucher-Paket wird für 19.700 Yen angeboten und ist auf 100 Stück limitiert, was einem Rabatt von 33 % entspricht. Ein weiteres Kontingent von 700 Stück ist als Frühbucher-Angebot für 22.700 Yen erhältlich.
Zudem existiert eine Option für 24.700 Yen, die auf 200 Einheiten begrenzt ist. Der reguläre Listenpreis nach Abschluss der Aktion wird mit 29.700 Yen beziffert. Zur Unterstützung des Verkaufsstarts wurde zudem ein Coupon im Wert von 1.500 Yen unter der Bezeichnung „MYAKU_1500" bereitgestellt.
Fortschritte bei spezialisierten Wearable-Lösungen
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Die Einführung des MYAKU BAND erfolgt in einem Marktumfeld, das zunehmend spezialisierte Wearable-Lösungen hervorbringt. So bietet Shenzhen Intelligent Quantum Technology Clothing Co., Ltd. mittlerweile einen umfassenden ODM-Service für datenerfassende Handschuhe an. Das Unternehmen adressiert dabei technische Herausforderungen wie die Beständigkeit von Sensoren bei hochfrequentem Biegen und die Integration von Elektronik in Textilien.
Parallel dazu entwickelt die Nottingham Trent University unter der Leitung von Prof. Tilak Dias intelligente Handschuhe für den Bausektor. Diese sind mit kleinen Vibrationssensoren und Beschleunigungsmessern ausgestattet, die direkt in das Garn eingebettet werden.
Ziel ist es, Bauarbeiter rechtzeitig vor Vibrationsbelastungen zu warnen, um Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom oder das Vibrations-White-Finger-Syndrom zu verhindern. Statistiken der HSE verzeichneten in diesem Bereich in den vergangenen zehn Jahren über 10.000 Ansprüche.
Auch in der medizinischen Rehabilitation gewinnen tragbare Systeme an Bedeutung. Xiangyu Medical setzt auf pneumatische Handschuhe zur Wiederherstellung der Handfunktion nach Schlaganfällen. Studien und Metaanalysen belegen hierbei signifikante Verbesserungen in der Bewältigung des Alltags und bei motorischen Funktionen.
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Ergänzend dazu arbeitet das Korea Institute of Machinery and Materials an innovativen Webtechniken für textile Wearable-Roboter. Ein dort entwickelter Prototyp nutzt Formgedächtnislegierungen, um bei einem Eigengewicht von nur 6,6 Gramm Lasten von bis zu 10 kg zu heben und die menschliche Muskelkraft bei Bewegungen zu unterstützen.
Ausbau der digitalen Gesundheitsinfrastruktur
Flankierend zu den Entwicklungen bei mobilen Endgeräten wird auch die stationäre digitale Gesundheitsinfrastruktur ausgebaut. Die CubeDoc SE setzt ihre sogenannten Gesundheitswürfel seit heute an vier weiteren Standorten in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern ein.
Betroffen sind Einrichtungen in Krefeld, Bühl, Lenting und Postbauer-Heng, wodurch mehr als 530 Bewohner Zugang zu der Technologie erhalten. Zuvor wurde das System bereits in Bad Kissingen erprobt. Ein weiterer Roll-out in Apotheken befindet sich in Planung.
Gleichzeitig bereitet sich die Textil- und Technologiebranche auf neue regulatorische Anforderungen vor. Retraced stellte ein KI-Tool vor, das Unternehmen dabei unterstützen soll, die Zertifikatsabstimmung und Kommunikation gemäß der EmpCo-Richtlinien zu automatisieren, welche am 27. September 2026 in Kraft treten.
