myEOPYY für Android: Neue App öffnet Gesundheitsakten für 10 Millionen Versicherte
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:06 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie griechische staatliche Krankenkasse EOPYY hat ihre neue mobile Anwendung myEOPYY für das Betriebssystem Android veröffentlicht. Die digitale Plattform ermöglicht Versicherten künftig den direkten Zugriff auf medizinische Dokumente und Terminbuchungen.
Vorgestellt wurde das Projekt bei einer Pressekonferenz im griechischen Gesundheitsministerium in der Athener Aristoteles-Straße durch Gesundheitsminister Adonis Georgiadis sowie den Leiter der Kasse, Athanasios Zamanis. Während die Anwendung für Android bereits erhältlich ist, soll die Version für Apples iPhone ab dem 04.11.2026 bereitstehen.
Umfangreicher Zugriff auf Patientenakten und Erstattungen
Der Zugang zu myEOPYY erfolgt über die staatlichen Zugangsdaten von gov.gr beziehungsweise Taxisnet, gesichert durch eine persönliche PIN sowie eine optionale biometrische Verifikation. In der Anwendung können Versicherte zahlreiche persönliche Gesundheitsdaten einsehen.
Dazu zählen Diagnosen, Besuche bei Vertragsärzten, in Anspruch genommene medizinische Leistungen sowie Krankenhausaufenthalte. Zudem listet das System erstattete Medikamente, Gutachten, Hämodialysen und Ausgaben des Diabetologischen Zentrums auf. Auch der Abrechnungsstatus und Anträge lassen sich nachverfolgen.
Anträge auf finanzielle Entschädigung können Versicherte künftig in drei Schritten abwickeln: Nach dem Ausfüllen des Antrags und dem Verknüpfen des Gutachtens genügt das Fotografieren der Belege, um die Einreichung in unter einer Minute abzuschließen. Der Bearbeitungsfortschritt lässt sich anschließend in Echtzeit überwachen.
Darüber hinaus bietet die Anwendung eine Terminbuchung sowie ein elektronisches Warteticket für die EOPYY-eigenen Apotheken. Ein integrierter Leistungskatalog informiert Nutzer über die von der Kasse übernommenen Kosten für Behandlungen und Medikamente.
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Neues Bewertungssystem für medizinische Dienstleister
Zusammen mit der App präsentierten die Verantwortlichen ein System zur Bewertung von Anbietern. Versicherte können Fachärzte, Diagnostiklaboratorien sowie Physiotherapiezentren über ihren Taxisnet-Zugang beurteilen, woraus ein öffentlicher Zufriedenheitswert ermittelt wird.
Praxen und Einrichtungen mit schlechter Bewertung sollen über das Feedback informiert werden. Eine Ausweitung des Bewertungssystems auf öffentliche Versorgungsstrukturen ist bis Ende des Jahres geplant.
Vize-Gesundheitsministerin Eirini Agapidaki betonte in diesem Zusammenhang die Funktion des Systems für Transparenz, Kontrolle und Behandlungsqualität. Kassen-Chef Zamanis erklärte, dass die Finanzierung des Vorhabens aus Mitteln des europäischen Aufbaufonds erfolge. Die neue Plattform versteht sich als Ergänzung zur bereits existierenden MyHealth-App, die parallel weiter betrieben wird.
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Digitalisierungsschub für Millionen Versicherte
Die neuen digitalen Werkzeuge richten sich an die rund 10 Mio. EOPYY-Versicherten des Landes. Dass die Nachfrage nach elektronischen Diensten hoch ist, belegen aktuelle Kennzahlen der Kasse: Demnach sind bereits 4,6 Mio. Sozialversicherungsnummern mit der elektronischen Akte verbunden, und 5,4 Mio. Nummern weisen hervorgehobene Daten auf.
Bei 82% der verbundenen Nutzer ist eine Mobilfunknummer hinterlegt. Innerhalb von 30 Tagen fallen rund 225.000 individuelle Anträge bei der Kasse an, wovon 99% abgeschlossen werden. Zuletzt wurden 77% der monatlichen Anträge, was exakt 172.961 Vorgängen entsprach, vollständig digital über die elektronische Akte eingereicht.
