NASA plant Mondstation ab 2030 nach Landung 2028
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 02:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSArtemis führt zu dauerhafter Mondstation
- NASA-Chef Jared Isaacman bekräftigt die Pläne trotz großer technischer Herausforderungen.
- Die nächste bemannte Mondlandung ist für 2028 vorgesehen.
- Eine dauerhaft bewohnbare Mondstation soll ab den frühen 2030er Jahren entstehen.
NASA bekräftigt Pläne für dauerhafte Mondpräsenz
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hält trotz großer Herausforderungen an ihren ambitionierten Mondplänen fest. Für 2028 ist eine bemannte Mondlandung vorgesehen, ab den frühen 2030er Jahren soll eine Mondstation dauerhaft von Menschen bewohnbar sein.
Isaacman sieht Unterstützung für das Programm
Jeremy Parsons, Chef des Artemis-Programms, bezeichnete das Vorhaben als wahrscheinlich schwierigstes Raumfahrtprogramm überhaupt. NASA-Chef Jared Isaacman sagte, die Behörde habe das Mandat, die Ressourcen und die Unterstützung der Beteiligten, um die Pläne umzusetzen.
Isaacman hatte die bisherigen Mondpläne vor kurzem neu ausgerichtet und eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Erdtrabanten angekündigt. Die geplante Landung im Jahr 2028 soll den nächsten großen Schritt auf dem Weg zu dieser Präsenz markieren.
Wettlauf mit China und Russland
Hinter den Plänen steht auch der internationale Wettbewerb in der Raumfahrt. China verfolgt das Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen, während Russland ebenfalls eine bemannte Mondmission anstrebt, dabei aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten kämpft.
Artemis 2 führte zum Mond
Im April waren mit der Artemis-2-Mission erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes gelangt. Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen starteten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, flogen um den Mond und landeten anschließend im Pazifik nahe San Diego.
Bei ihrem Flug entfernte sich die Besatzung weiter von der Erde als je ein Mensch zuvor.
Die NASA verbindet mit dem Artemis-Programm wissenschaftliche Erkundung, technologische Erprobung und strategische Ziele. Eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond würde nicht nur regelmäßige Landungen, sondern auch belastbare Systeme für Energieversorgung, Kommunikation, Transport, Strahlenschutz und die Nutzung lokaler Ressourcen voraussetzen.
Ein konkreter Baustein für künftige Außenposten ist die Suche nach natürlichen Schutzräumen. Die geplante GIMLI-Mission soll ein Einsturzloch in der Region Marius Hills untersuchen und klären, ob sich darunter eine Lavahöhle befindet. Solche Strukturen könnten Astronauten vor Strahlung und starken Temperaturschwankungen schützen.
Technik und internationaler Wettbewerb
Der Zeitplan bleibt anspruchsvoll: Auf die für 2028 geplante bemannte Landung müsste der schrittweise Aufbau einer bewohnbaren Station folgen. Dafür wären wiederholte Starts, sichere Landungen und eine dauerhaft funktionierende Infrastruktur nötig.
Die Pläne stehen zugleich im Zeichen des Wettbewerbs mit China, das bis 2030 Menschen zum Mond bringen will. Für Leser bedeutet die Ankündigung daher mehr als ein einzelnes Missionsdatum: Entscheidend wird sein, ob die NASA aus einzelnen Flügen ein dauerhaft tragfähiges System entwickeln kann.
Frankfurter Rundschau: „Mond-Mission GIMLI: NASA plant Erkundung riesiger Lavahöhlen als Schutzraum für Astronauten“ (22.10.2026)
Der Artikel berichtet über die geplante NASA-Mission GIMLI zu einem Einsturzloch im Marius-Hills-Gebiet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob unterirdische Lavahöhlen als natürlicher Schutzraum für künftige Astronauten dienen könnten.
