NavVis VLX 4: Tragbares System mit 3-mm-Auflösung fĂŒr GebĂ€udevermessung
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 01:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das MĂŒnchener Technologieunternehmen NavVis hat mit dem VLX 4 eine neue Generation seiner tragbaren Erfassungssysteme fĂŒr das sogenannte Reality Capture vorgestellt. Wie aus Branchenberichten von Mitte September 2026 hervorgeht, ist das GerĂ€t speziell fĂŒr die dynamische digitale Bestandsaufnahme von GebĂ€uden und Infrastrukturen konzipiert.
Das System markiert laut Unternehmensangaben einen technischen Fortschritt in der mobilen Vermessung, indem es erstmals eine native Punktwolkenauflösung von 3 Millimetern in einem tragbaren GerÀt ermöglicht.
Technologische Basis und Sensorik
Der VLX 4 nutzt fĂŒr die Datenerfassung eine Konfiguration aus drei LiDAR-Sensoren. Teil dieser technischen Ausstattung ist ein Hesai MT LiDAR, der maĂgeblich zur hohen Datendichte beitrĂ€gt.
Im Gegensatz zu stationĂ€ren Laserscannern, die fĂŒr jede Messung neu positioniert werden mĂŒssen, erlaubt das System von NavVis ein dynamisches Reality Capture. Das bedeutet, dass die Umgebung wĂ€hrend der Fortbewegung des Nutzers kontinuierlich erfasst wird, was die Geschwindigkeit der Datengestellung im Vergleich zu herkömmlichen Methoden deutlich erhöht.
Die Kombination der Sensoren ermöglicht es, komplexe Geometrien und OberflÀchen mit einer Genauigkeit zu erfassen, die bisher vorwiegend statischen Systemen vorbehalten war. Mit der nativen Punktwolkenauflösung von 3 Millimetern positioniert NavVis das GerÀt als das derzeit prÀziseste portable System seiner Klasse am Markt.
Anwendungen in Scan-to-BIM und technischer GebĂ€udeausrĂŒstung
StationĂ€re Scanner zwingen Sie bei jedem AufmaĂ zum Umstellen â der neue tragbare NavVis VLX 4 erfasst die Umgebung laut Hersteller im Gehen mit nativer Punktwolkenauflösung von 3 mm und unterstĂŒtzt LOD350+. Wie Sie daraus einen belastbaren Scan-to-BIM-Workflow bauen, zeigt unser kostenloser Leitfaden. **Kostenlosen Scan-to-BIM-Leitfaden anfordern
Die technischen Spezifikationen des VLX 4 sind darauf ausgelegt, die hohen Anforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft zu erfĂŒllen. Den Angaben zufolge unterstĂŒtzt das System den Standard LOD350+ (Level of Development). Dieser Detaillierungsgrad ist entscheidend fĂŒr professionelle Scan-to-BIM-Prozesse, bei denen reale GebĂ€udezustĂ€nde prĂ€zise in digitale Modelle fĂŒr das Building Information Modeling (BIM) ĂŒberfĂŒhrt werden.
Ein weiteres zentrales Einsatzgebiet ist der Bereich MEP (Mechanical, Electrical, and Plumbing), also die Planung und Erfassung der technischen GebĂ€udeausrĂŒstung. Durch die hohe Auflösung können auch kleinteilige Strukturen wie Rohrleitungen, Kabeltrassen und LĂŒftungskomponenten zuverlĂ€ssig identifiziert und rĂ€umlich verortet werden. Dies bildet die Grundlage fĂŒr effiziente Sanierungsplanungen und das Facility Management.
Integration in den digitalen Workflow
FĂŒr die Weiterverarbeitung der erfassten Daten setzt NavVis auf eine tiefe Integration in das bestehende Ăkosystem. Der VLX 4 ist vollstĂ€ndig mit der Softwareplattform IVION kompatibel. Dieser Ansatz soll einen durchgehenden Workflow gewĂ€hrleisten, der von der physischen Erfassung vor Ort bis zur Bereitstellung der digitalen Zwillinge im Webbrowser reicht.
Kleinteilige MEP-Strukturen wie Rohrleitungen, Kabeltrassen und LĂŒftungskomponenten sind im Bestandsmodell oft lĂŒckenhaft â die 3-mm-Auflösung des NavVis VLX 4 soll genau hier zuverlĂ€ssigere Daten liefern. Unser Leitfaden bĂŒndelt 5 Tipps fĂŒr die MEP-Erfassung und die Einordnung, wann sich der Wechsel vom stationĂ€ren Scanner lohnt. **5 MEP-Erfassungs-Tipps jetzt sichern
Das im Jahr 2013 gegrĂŒndete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in MĂŒnchen und blickt auf eine weitreichende Markterfahrung zurĂŒck. Laut vorliegenden Daten wurden ĂŒber die Plattform IVION bereits FlĂ€chen von mehr als 2 Milliarden Quadratmetern weltweit digital erfasst und verwaltet.
Mit der EinfĂŒhrung des VLX 4 zielt der Hersteller darauf ab, die LĂŒcke zwischen der MobilitĂ€t tragbarer Scanner und der PrĂ€zision stationĂ€rer High-End-GerĂ€te weiter zu schlieĂen.
