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.NET 11.0 RC1: Microsoft aktiviert Go-Live für Produktionsumgebungen

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 15:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt den ersten Release Candidate von .NET 11 bereit und bringt neue Funktionen für SignalR, Blazor, WinForms und C# 15.

Microsoft veröffentlicht .NET 11 RC1 mit Go-Live-Lizenz
Ein moderner, minimalistischer Serverraum mit dunklen Racks und dezenter blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Am 9. September 2026 hat Microsoft den ersten Release Candidate (RC1) für die kommende Entwicklungsplattform .NET 11.0 bereitgestellt. Mit dieser Veröffentlichung erreicht das Framework eine entscheidende Phase im Veröffentlichungszyklus: Der RC1 ist mit einer sogenannten Go-Live-Lizenz ausgestattet. Diese erlaubt es Entwicklern, die neue Version bereits vor der endgültigen Fertigstellung in Produktionsumgebungen einzusetzen. Die Software steht damit kurz vor dem finalen Abschluss und bietet Unternehmen die Möglichkeit, neue Funktionen frühzeitig operativ zu nutzen.

Integration in Entwicklungsumgebungen und Werkzeuge

Der Release Candidate von .NET 11 wurde zeitgleich in die bestehenden Entwicklungswerkzeuge integriert. In der aktuellen Version von Visual Studio 2026 für Insider (Build 12202.211) steht die Plattform zur Verfügung, wird dort jedoch nicht als Einzelkomponente geführt.

Alternativ wird der RC1 über Visual Studio Code bereitgestellt, sofern das C## Dev Kit installiert ist. Damit adressiert Microsoft sowohl Nutzer der klassischen integrierten Entwicklungsumgebung als auch Entwickler, die auf schlankere, plattformübergreifende Editoren setzen.

Im Bereich der Software-Entwicklungs-Kits (SDK) bringt die neue Version Fortschritte bei der mobilen Testautomatisierung über den Befehl „dotnet test“ sowie Verbesserungen für reproduzierbare Container-Abbilder. Zudem wurden für die Laufzeitumgebung (Runtime) neue Funktionen wie ein In-Process-Crash-Reporting unter Unix-Systemen und die Hardware-Unterstützung für FP16-Operationen bei „Half“-Datentypen implementiert.

Erneuerung der Authentifizierung in SignalR und Blazor

Ein technischer Schwerpunkt des RC1 liegt auf der Finalisierung der Authentication-Refresh-APIs für SignalR. Diese ermöglichen es der „HubConnection“, einen ablaufenden Access Token direkt während einer bestehenden Verbindung zu ersetzen. Auf der Serverseite wurde diese Funktion als Opt-in-Lösung pro Hub konzipiert, wobei ein spezifischer Callback die Identität des Nutzers prüft.

Client-seitig stehen Entwicklern neue Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung, um den automatischen Refresh und den Zeitpunkt der Erneuerung – beispielsweise zwei Minuten vor Ablauf des Tokens – zu definieren. Für den TypeScript-Client wurde hierfür eine eigene Erweiterung integriert. In Blazor-Server-Anwendungen erfolgt dieser Prozess laut den Spezifikationen automatisch, gesteuert über Zustandsänderungen in der Authentifizierung.

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Der RC1 von .NET 11 trägt die Go-Live-Lizenz und darf damit bereits vor dem finalen Release in Produktionsumgebungen laufen. Wer jetzt migriert, arbeitet die Stolpersteine ab, solange der Support-Zyklus noch frisch ist. Unser kostenloser Guide zeigt die konkreten Schritte von der Installation in Visual Studio 2026 Insiders bis zur ersten produktiven Bereitstellung. Schritt-für-Schritt Upgrade-Checkliste .NET 11 anfordern

Erweiterte Prozesssteuerung und Bibliotheksfunktionen

Innerhalb der Standardbibliotheken wurde die Handhabung von Systemprozessen unter .NET 11 RC1 signifikant erweitert. Die Klasse „System.Diagnostics.Process“ erhält neue Methoden zum Senden von Posix-Signalen sowie asynchrone Varianten für das Warten auf das Prozessende. Dabei wurden spezifische Plattform-Eigenschaften berücksichtigt: Während unter Unix-Systemen das Warten auf den Beendigungsstatus auf Kindprozesse beschränkt ist, unterstützt Windows lediglich das SIGKILL-Signal. Auf den mobilen Betriebssystemen iOS und tvOS werden diese Signalfunktionen nicht unterstützt.

Zusätzliche Neuerungen in den Bibliotheken umfassen die Unterstützung von DNS unter Linux, Erweiterungen für die AES-Schlüsselverpackung (Key Wrap) sowie die Integration neuer Zahlentypen und Binärschemata in die JSON-Verarbeitung.

Modernisierung von WinForms und Spracherweiterungen

Trotz des Fokus auf Cloud- und Web-Technologien erfährt auch das klassische Desktop-Framework Windows Forms (WinForms) im Rahmen von .NET 11.0 RC1 eine Modernisierung.

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Ein ablaufender Access Token reißt bestehende SignalR-Verbindungen ab — der RC1 von .NET 11 löst das mit Authentication-Refresh-APIs, die den Token direkt in der laufenden Verbindung ersetzen. Serverseitig als Opt-in pro Hub, clientseitig mit steuerbarem Refresh-Zeitpunkt. Unser Implementierungs-Guide zeigt Callback, Auto-Refresh und die Blazor-Server-Variante im Detail. SignalR Token-Refresh-Guide jetzt sichern

Ein neuer Modus für visuelle Stile erlaubt die Wahl zwischen verschiedenen Darstellungsformen, darunter ein spezifisches Design für .NET 11. Diverse Steuerelemente wie GroupBox, Buttons und TextBoxen wurden optisch überarbeitet. Zudem führt Microsoft einen speziellen Kiosk-Modus-Manager ein, der Vollbildanwendungen ermöglicht und Tastenkombinationen wie F11 oder Escape konfigurierbar macht.

Auf der Sprachebene markiert der Release Candidate die Stabilisierung der sogenannten Unions in C## 15. Diese Erweiterung des Sprachumfangs ist nun fest in den RC1 integriert und steht Entwicklern für die Strukturierung komplexer Datentypen zur Verfügung. In ASP.NET Core wurden neben den SignalR-Neuerungen auch Verbesserungen an OpenAPI-Schnittstellen und TLS-Kanalbindungen vorgenommen.

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