.NET Framework: Drucken in WPF-Apps nach August-Update gestört
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 17:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat bestätigt, dass die im Rahmen des Patch Tuesday im August 2026 veröffentlichten .NET Framework-Updates das Drucken sowie den Export von Dokumenten in Anwendungen stören, die auf Windows Presentation Foundation (WPF) basieren. Betroffene Nutzer erhalten beim Drucken oder beim Export nach PDF und XPS eine Fehlermeldung des Typs System.IO.FileFormatException, wie das Unternehmen mitteilte.
Fehler tritt bei bestimmten Schriftarten auf
Laut Microsoft manifestiert sich das Problem insbesondere bei bestimmten Schriftarten wie Calibri. Die fehlerhaften Updates greifen in die Verarbeitung von Schriftinformationen ein, wodurch der Druckvorgang sowie die Erstellung von PDF- oder XPS-Dateien in WPF-Anwendungen abbricht.
Betroffen sind demnach nicht nur einzelne Programme, sondern grundsätzlich alle Software-Lösungen, die auf das WPF-Framework zurückgreifen und Druck- oder Exportfunktionen anbieten.
Breite Palette an Windows-Versionen betroffen
Der Fehler beschränkt sich nicht auf eine einzelne Windows-Generation. Microsoft zufolge sind sowohl Windows 10 und Windows 11 als auch die Server-Betriebssysteme von Windows Server 2012 bis Windows Server 2025 betroffen. Damit reicht die Auswirkung von Privatanwendern bis in Unternehmensumgebungen mit Servern, auf denen entsprechende .NET Framework-Komponenten laufen.
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Workaround verfügbar, dauerhafte Lösung fehlt noch
Als kurzfristige Abhilfe empfiehlt Microsoft einen sogenannten AppContext-Switch, mit dem sich bestimmte Sicherheitsschutzmechanismen deaktivieren lassen, um den Fehler zu umgehen. Dieser Workaround gilt jedoch ausdrücklich als temporäre Lösung, da er Schutzfunktionen aushebelt, die eigentlich zur Absicherung der Anwendungen dienen.
Einen dauerhaften Fix für das Problem gibt es bisher nicht. Microsoft hat noch kein Update angekündigt, das die fehlerhafte Verarbeitung der Schriftarten dauerhaft korrigiert. Für Nutzer und IT-Verantwortliche bedeutet dies, dass sie vorerst auf den bereitgestellten Workaround zurückgreifen müssen, sofern sie auf Druck- oder Exportfunktionen in WPF-Anwendungen angewiesen sind.
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Die Störung betrifft insbesondere Unternehmen, die eigene Softwarelösungen auf Basis von WPF betreiben und regelmäßig Dokumente drucken oder als PDF beziehungsweise XPS exportieren müssen. Bis ein permanenter Patch verfügbar ist, dürfte der Umgang mit dem AppContext-Switch für viele IT-Abteilungen die einzige praktikable Option bleiben, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.
