NetApp, Oracle

NetApp und Oracle: Verwalteter Cloud-Speicher soll binnen 12 Monaten starten

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 22:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der geplante Cloud-Speicher verbindet NetApps ONTAP-Technologie mit OCI; NetApp prüft zudem SAP-Integration und arbeitet mit Supermicro.

NetApp und Oracle starten gemeinsamen Storage-Dienst für OCI
Moderne, minimalistische Serverraum-Infrastruktur mit blauer Beleuchtung und geordneten Schrankreihen. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen der Fachkonferenz NetApp Insight 2026 in Las Vegas haben NetApp und Oracle eine strategische Partnerschaft zur Einführung des OCI NetApp Storage Service bekannt gegeben.

Bei dem neuen Angebot handelt es sich um einen vollständig verwalteten First-Party-Storage-Service, der die ONTAP-Technologie von NetApp nativ in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) integriert. Ziel der Kooperation ist es, Unternehmen die Migration und Modernisierung komplexer Arbeitslasten in der Cloud zu erleichtern.

Der Dienst wurde entwickelt, um eine Vielzahl von Anwendungen zu unterstützen, darunter Datenbanken, Enterprise-Applikationen und virtualisierte Umgebungen.

Darüber hinaus ist der Service für rechenintensive Bereiche wie Electronic Design Automation (EDA), High-Performance Computing (HPC) sowie für regulierte Anwendungen und KI-Datenpipelines ausgelegt. Durch die Integration können Kunden diese Workloads direkt in der OCI-Umgebung betreiben, schützen und skalieren.

Technische Spezifikationen und Funktionsumfang

Der OCI NetApp Storage Service deckt verschiedene Speicheranforderungen ab und unterstützt File-, Block- und Object-Workloads. Zu den integrierten Protokollen gehören NFS, SMB, iSCSI sowie NVMe/TCP und S3. Das Funktionsspektrum umfasst etablierte NetApp-Features wie Snapshots, Clones und Replikation. Zudem bietet der Dienst Mechanismen für das Daten-Tiering und umfassenden Datenschutz.

Anzeige

Wer im Zuge solcher Cloud-Integrationen auch KI-Modelle implementiert, muss die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen der EU kennen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko?

Um die Brücke zwischen lokalen Rechenzentren und der Cloud zu schlagen, kommt die Technologie SnapMirror zum Einsatz, die eine effiziente Datenreplikation zwischen On-Premises-Umgebungen und der OCI ermöglicht. Ergänzend dazu soll FlexCache eingesetzt werden, um Daten geografisch näher an die jeweiligen Compute-Ressourcen zu bringen und so die Latenzzeiten zu verringern.

Die Verwaltung des neuen Dienstes erfolgt nahtlos über die bestehende OCI-Konsole sowie über entsprechende APIs und SDKs. Administratoren können zudem weiterhin auf gewohnte ONTAP-APIs zurückgreifen. Ein wesentlicher Aspekt der Partnerschaft betrifft die kaufmännische Abwicklung: Sowohl die Beschaffung als auch der technische Support werden direkt über Oracle bereitgestellt.

Anzeige

Parallel zur technischen Aufrüstung rücken Compliance-Anforderungen wie der EU AI Act in den Fokus der IT-Abteilungen. Ein kostenloser Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Strategische Einordnung und Zeitplan

Laut Pravjit Tiwana, SVP/GM Cloud Storage and Services bei NetApp, fordern Kunden zunehmend Flexibilität bei der Wahl ihrer Cloud-Umgebung, ohne dabei auf gewohnte Betriebseinfachheit, Datenmanagement und Zuverlässigkeit verzichten zu müssen. Die allgemeine Verfügbarkeit des OCI NetApp Storage Service ist laut Unternehmensangaben innerhalb der nächsten 12 Monate geplant.

Mit diesem Schritt vervollständigt NetApp seine Präsenz bei den großen Cloud-Anbietern. Das Unternehmen war bereits 2017 eine Partnerschaft mit Microsoft Azure eingegangen, gefolgt von Kooperationen mit Amazon Web Services (AWS) im Jahr 2021 und der Google Cloud im Jahr 2023.

Erweiterung des Partner-Ökosystems

Neben der Zusammenarbeit mit Oracle nutzte NetApp die Konferenz in Las Vegas, um weitere Kooperationen zur Stärkung seiner Cloud- und KI-Infrastruktur vorzustellen. So prüfen NetApp und SAP derzeit eine tiefere Integration in die SAP Cloud Infrastructure. Ziel dieser Initiative ist es, sicheren und resilienten Speicher für SAP-Anwendungen bereitzustellen sowie gemeinsame Vertriebsaktivitäten zu forcieren.

Des Weiteren wurde eine Zusammenarbeit mit Supermicro angekündigt. Beide Unternehmen arbeiten an validierten Infrastrukturlösungen für künstliche Intelligenz. Diese richten sich an Unternehmenskunden, Anbieter von spezialisierten Cloud-Diensten (Neoclouds) sowie Projekte im Bereich Sovereign AI und sogenannte AI-Factories.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70206590 |