NetzausfÀlle, Störungen

NetzausfÀlle: 483 Störungen in einer Woche, 69% Anstieg weltweit

10.06.2026 - 11:23:04 | boerse-global.de

Brand in indischem Rechenzentrum und durchtrenntes Glasfaserkabel in Texas legen Netze lahm. Globale Störungen steigen um 69 Prozent.

Google Cloud und Verizon: Zwei schwere Infrastruktur-Pannen erschĂŒttern die digitale Welt
NetzausfĂ€lle - Dark, smoke-filled data center aisle with damaged server racks and a severed fiber optic cable on the floor. 10.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ein Brand in einem Rechenzentrum legte Google Cloud in Indien lahm, wÀhrend ein durchtrenntes Glasfaserkabel Verizon-Kunden in Texas in den Notfallmodus zwang.

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Brand im Rechenzentrum: Google Cloud in Indien gestört

In den frĂŒhen Morgenstunden des heutigen Mittwoch kam es in mehreren indischen Metropolen zu massiven Störungen bei Google Cloud. Auslöser war ein Brand in einem fremdbetriebenen Rechenzentrum in Delhi, der eine Notabschaltung der Stromversorgung erzwang.

Die Abschaltung isolierte einen lokalen Netzwerkknoten, was zu reduzierter Bandbreite und zeitweiligen Unterbrechungen fĂŒhrte. Nutzer in Delhi, Mumbai und Chennai klagten ĂŒber erhöhte Latenzzeiten und Paketverluste. Google leitete den Datenverkehr zwar um, um die Auswirkungen abzumildern, doch fĂŒr die abgeschalteten Systeme gab es keine schnelle Lösung. Die Reparaturarbeiten in Delhi laufen noch.

Glasfaserkabel durchtrennt: Texas im SOS-Modus

Bereits am Dienstag sorgte ein durchtrenntes Glasfaserkabel fĂŒr Chaos im Netz von Verizon. In mehreren StĂ€dten Westtexas – darunter Abilene, San Angelo, Amarillo, Midland und Odessa – schalteten sich tausende Mobiltelefone automatisch in den „Nur-Notrufe"-Modus.

Verizon bestÀtigte, dass die Sprachtelefonie bis Dienstagabend weitgehend wiederhergestellt war. Die Datendienste könnten jedoch noch einige Zeit langsamer laufen, warnte der Konzern.

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Globale Netzstörungen um 69 Prozent gestiegen

Die aktuellen Pannen sind kein Einzelfall. Laut Daten des Analysehauses ThousandEyes stieg die Zahl weltweiter Netzstörungen zwischen dem 1. und 7. Juni um 69 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Insgesamt registrierten die Marktforscher in diesem Zeitraum 483 globale NetzausfĂ€lle. Die Störungen bei Internetanbietern legten um 70 Prozent zu, wĂ€hrend AusfĂ€lle in öffentlichen Cloud-Netzwerken weltweit um 52 Prozent anstiegen. Bereits Anfang Juni hatte es VorfĂ€lle gegeben: GTT Communications fiel am 4. Juni fĂŒr 56 Minuten aus, Arelion am 2. Juni fĂŒr 15 Minuten.

Wetterextreme legen FlughÀfen lahm

Neben den digitalen Netzwerken kĂ€mpfen auch Verkehrsdrehkreuze mit den Folgen extremer Wetterereignisse. Der Flughafen Delhi und Air India gaben heute Reisewarnungen heraus, nachdem ein Staubsturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h ĂŒber die Region gefegt war. Der indische Wetterdienst warnte vor weiteren Gewittern.

In den USA sorgten Gewitter am Dienstag fĂŒr rund 100 VerspĂ€tungen und zahlreiche Annullierungen am Bush Intercontinental Airport in Houston. Betroffen waren United, American und Delta. Parallel dazu meldete der Flughafen San Francisco 307 VerspĂ€tungen. Analysten fĂŒhren die Probleme auf die hohe Sommernachfrage, Auflagen der US-Luftfahrtbehörde und eine Art „Netzschulden" in der Fluginfrastruktur zurĂŒck.

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