Umfrage, KI-Funktionen

Umfrage: KI-Funktionen beim Smartphone-Kauf immer wichtiger

20.02.2025 - 12:41:22

Neue Smartphone-Generationen haben sich in der Vergangenheit vor allem durch bessere Displays und Kameras ausgezeichnet. Inzwischen achten die Kaufinteressenten aber auch verstÀrkt auf KI-Tools.

Die Menschen in Deutschland achten beim Kauf eines neuen Smartphones immer stĂ€rker darauf, ob das neue GerĂ€t auch populĂ€re Anwendungen KĂŒnstlicher Intelligenz unterstĂŒtzt. In einer reprĂ€sentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sagten 54 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass ihnen KI-Tools bei der Wahl eines privaten Smartphones wichtig sind.

PopulÀre KI-Tools

Zu den KI-Funktionen, die besonders nachgefragt sind, gehören Sprachassistenten wie Siri oder der Google Assistant sowie KI-Chatbots wie ChatGPT oder Google Gemini. PopulĂ€r ist auch der «magische Radierer» in der Foto-App, mit dem man unerwĂŒnschte Details auf einem Bild spurlos verschwinden lassen kann. Nachgefragt wird auch die KI-Suche in Bildern, wie sie beispielsweise von Google mit «Circle to Search» angeboten wird. Dabei kann man eine Internetsuche nach etwas starten, das gerade auf dem Display zu sehen ist - indem man es einfach nur mit einer Fingerbewegung einkreist.

In der Umfrage sagten 72 Prozent, dass sie bereits heute mindestens eine der KI-Funktionen verwenden. An der Spitze standen die Sprachassistenten mit 58 Prozent, gefolgt von den Chatbots mit 48 Prozent sowie der KI-Fotobearbeitung mit 38 Prozent.

Nutzungsdauer von Smartphones steigt

Die Bitkom-Umfrage zeigt aber auch einen gegenlĂ€ufigen Trend auf. Danach verwenden die Verbraucherinnen und Verbraucher immer lĂ€nger ihr Smartphone, obwohl KI-Funktionen oft eine aktuelle und leistungsfĂ€hige Hardware voraussetzen. Nur noch jeder Dritte (35 Prozent) besitzt ein GerĂ€t, das jĂŒnger als ein Jahr ist. 2024 waren es 43 und 2023 sogar 55 Prozent. Fast die HĂ€lfte (47 Prozent) nutzt ihr Smartphone bereits lĂ€nger als zwei Jahre. Im Vorjahr waren es noch 27 Prozent. Aktuell belĂ€uft sich das Durchschnittsalter eines selbstgekauften Smartphones auf 24 Monate – 2024 waren es noch 17,5 Monate.

FĂŒr den Trend einer lĂ€ngeren Smartphone-Nutzung machte Bitkom-PrĂ€sidiumsmitglied Markus Haas mehrere Ursachen aus. «Die Hersteller benutzen oft sehr hochwertige Materialien.» Zudem seien die GerĂ€te besser als frĂŒher vor Wassereintritt oder Staub geschĂŒtzt und wĂŒrden und lĂ€nger mit Softwareupdates versorgt. «Außerdem reduzieren effizientere Batterietechnologien und optimierte Software den AkkuverschleiĂŸÂ», sagte der CEO von TelefĂłnica Deutschland.

FĂŒr die Studie wurden im Januar und Februar von Bitkom Research 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.

Umsatz knackt 40-Milliarden-Marke

FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Bitkom einen Anstieg des Umsatzes im Markt fĂŒr Smartphones, Apps und Mobilkommunikation um 2,1 Prozent auf den neuen Rekordwert von 40,1 Milliarden Euro. Den grĂ¶ĂŸten Anteil am Umsatz machen Daten- und Sprachdienste mit 23,5?Milliarden Euro aus, 1,9?Prozent mehr als im Vorjahr. Mit den Smartphones selbst werden 12,1?Milliarden Euro umgesetzt, was einer Steigerung von 2,5 Prozent entspricht.

@ dpa.de