Studio, Saseler

Neues Studio am Saseler Damm: 3.000 Voranmeldungen vor der Eröffnung

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 07:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Auf 5.000 Quadratmetern verbindet Sports Club Kraft- und Ausdauertraining mit Kursen, Frauenbereich und Wellnessangeboten.

Sports Club eröffnet in Hamburg-Poppenbüttel sein 20. deutsches Studio
Ein weitläufiger, leerer Innenraum mit hohen Decken und großen Fensterfronten in einer umgenutzten Gewerbeimmobilie. Illustration mit AI erstellt.

Großflächige Anlagen, eine Kombination aus Kraftsport, Ausdauer und Erholung sowie spezialisierte Trendangebote prägen zunehmend den Ausbau moderner Fitnessketten. Wie sich dieser Wandel in der Praxis gestaltet, verdeutlicht die jüngste Standorterweiterung der Kette Sports Club im Norden Hamburgs.

Am Saseler Damm in Poppenbüttel feierte das Unternehmen am 8. Oktober 2026 mit rund 400 Gästen die Eröffnung seines 20. Standorts in Deutschland. Die Neueröffnung spiegelt Branchentrends wider, bei denen ehemalige Einzelhandelsflächen zu multifunktionalen Trainings- und Wellnesszentren transformiert werden.

Umnutzung von Handelsflächen und rascher Ausbau

Das Studio entstand in direkter Nachbarschaft zum Alstertal-Einkaufszentrum auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern. Zuvor war an diesem Standort eine Filiale von MediaMarkt untergebracht. Für den vollständigen Umbau der Bestandsimmobilie benötigte der Betreiber fünf Monate.

Die Nachfrage im Einzugsgebiet fiel bereits im Vorfeld hoch aus: Noch vor den Eröffnungsfeierlichkeiten verzeichnete das Unternehmen über 3.000 Voranmeldungen. Der Erfolg solcher Großflächen beruht unter anderem auf der Fähigkeit, Flächen aus dem rückläufigen stationären Elektronik- oder Warenhandel flexibel zu adaptieren und für sportliche Dienstleistungen nutzbar zu machen.

Verknüpfung von Leistungssport, Digitalisierung und Regeneration

Konzeptionell setzt die Anlage auf eine Kombination unterschiedlicher Trainingswelten. Zum Ausstattungsangebot zählen klassische Cardiogeräte und geführte EGYM-Zirkel ebenso wie ein Faszienzirkel und ein dezidierter Athletikbereich mit Equipment von Hammer Strength. Ergänzt wird die Trainingsfläche durch Zonen für das Wettkampfformat HYROX sowie einen separaten Bereich ausschließlich für Frauen.

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Ausrüster wie Hammer Strength setzen bei solchen Ausstattungen zunehmend auf definierte Unterkörperzonen mit plate-loaded Geräten, darunter Pendulum-X Squats, Hack Squats, Belt Squats, Glute Drives, Multi Squats sowie Vorrichtungen für den Assisted Nordic Ham Curl.

Nach Angaben des Herstellers zielen diese Module darauf ab, Einsteigern eine sichere Führung zu bieten, während fortgeschrittene Trainierende gefordert werden, was wiederum die Flächeneffizienz und Mitgliederbindung stärkt.

Neben dem Kraft- und Ausdauertraining bindet Sports Club auch Kursformate wie Reformer Pilates direkt in das reguläre Angebot ein. Für die Regeneration stehen zwei Saunen sowie ein Relaxpool zur Verfügung. Die Kombination aus intensivem Training und Wellness soll eine breite Zielgruppe ansprechen und die Verweildauer der Mitglieder erhöhen.

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Marktumfeld und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Erweiterung des Filialnetzes vollzieht sich in einem insgesamt wachsenden Marktumfeld. Laut dem HFA Global Report erzielten Fitnessstudiobetreiber weltweit für das Jahr 2025 ein medianes Umsatzwachstum von 10,7 Prozent. Gleichzeitig steigen jedoch die qualitativen Anforderungen und die Investitionskosten bei der Errichtung neuer Anlagen.

Branchenanalysen zur Finanzierung von Fitnessanlagen zeigen, dass die reinen Ausbaukosten für Studios in Deutschland und Westeuropa typischerweise zwischen 800.000 und 2,5 Millionen Euro pro Standort liegen. Bei aufwendigen Premium-Konzepten, die Pool- und Spa-Einrichtungen integrieren, werden regelmäßig drei Millionen US-Dollar und mehr fällig.

Ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis (Debt-to-EBITDA) von unter 4x gilt in der Branche als solide Kennzahl. Betreiber im mittleren Preissegment ohne klares Profil stehen demgegenüber unter Druck: Bei unzureichender Positionierung fallen die operativen Margen im Mid-Market-Segment häufig unter 15 Prozent, weshalb Ketten verstärkt auf differenzierte Großflächenangebote setzen.

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