NFC-Betrug, Angriffe

NFC-Betrug: Angriffe auf Smartphones steigen um 188 Prozent

11.06.2026 - 06:06:50 | boerse-global.de

Kriminelle manipulieren vermehrt NFC-LesegerÀte und QR-Codes an öffentlichen Automaten. Die SchÀden durch Reverse NFC und Quishing steigen rasant.

NFC- und QR-Code-Betrug: Neue Maschen an Bezahlterminals
NFC-Betrug - Eine Hand hĂ€lt ein Smartphone, das einen manipulierten QR-Code auf einem Parkautomaten scannt, mit digitalem Betrugswarnsymbol. 11.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Immer hĂ€ufiger manipulieren Kriminelle NFC-LesegerĂ€te und QR-Codes an öffentlichen Bezahlterminals. Die Methoden werden raffinierter – und die SchĂ€den steigen.

Manipulierte Kartenleser in Köln entdeckt

In Köln warnte die Polizei vor prĂ€parierten NFC-Kartenlesern an Parkautomaten. Ein Nutzer bemerkte nach einem kontaktlosen Bezahlvorgang am Hauptbahnhof unrechtmĂ€ĂŸige Abbuchungen auf seinem Konto. Die Beamten stellten betroffene GerĂ€te sicher. Mindestens zwei weitere GeschĂ€digte sind bereits bekannt.

Anzeige: Die Zahl der NFC-Angriffe auf Smartphones ist um 188 Prozent gestiegen – und die TĂ€ter werden immer raffinierter. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen, wie Sie manipulierte Terminals erkennen, sich vor Quishing schĂŒtzen und im Schadensfall richtig reagieren. Jetzt kostenlosen Schutz-Guide anfordern

Die VorfÀlle sind kein Einzelfall. IT-Sicherheitsdienstleister Kaspersky verzeichnet einen massiven Anstieg blockierter NFC-Angriffe auf Android-Smartphones. Im Zeitraum Januar bis April 2026 stieg die Zahl um 188 Prozent auf rund 35.600 FÀlle.

Eine besonders perfide Masche heißt „Reverse NFC“. Dabei locken BetrĂŒger ihre Opfer, eine bösartige App als vermeintliche Zahlungsmethode zu installieren.

Quishing: Der QR-Code als Falle

Neben NFC-Manipulationen setzen Kriminelle verstĂ€rkt auf manipulierte QR-Codes. Die Verbraucherzentrale Berlin und die Polizei warnen vor ĂŒberklebten Codes an Parkautomaten und LadesĂ€ulen fĂŒr Elektrofahrzeuge.

Das Prinzip ist simpel: Offizielle QR-Codes werden mit Aufklebern ĂŒberdeckt, die auf gefĂ€lschte Zahlungsseiten fĂŒhren. Dort geben Nutzer ihre Kreditkartendaten oder Online-Banking-ZugĂ€nge preis. Die Methode hat einen Namen: Quishing.

Fingierte Überweisungen am Bahnhof

Auch klassische Betrugsmaschen mit digitalem Bezug nehmen zu. Die Bundespolizei Leipzig meldet VorfĂ€lle am Hauptbahnhof. TĂ€ter sprechen Reisende nach dem Bargeldabheben an, bitten unter einem Vorwand um Geld – und bieten eine sofortige Überweisung per Smartphone an. Die Transaktion wird jedoch nur vorgetĂ€uscht.

Ähnliche FĂ€lle gab es Anfang Juni in Mannheim. In Maintal tauschten BetrĂŒger beim privaten Smartphone-Kauf hochwertige GerĂ€te gegen wertlose Plagiate. Der Schaden lag im vierstelligen Bereich.

Eine global organisierte Industrie

Branchenanalysten sehen einen besorgniserregenden Trend. Der Global Scam Intelligence Report 2026 von Bitdefender beschreibt digitalen Betrug als plattformĂŒbergreifende kriminelle Industrie. Die weltweiten Verluste beliefen sich 2025 auf schĂ€tzungsweise 0,5 Milliarden US-Dollar.

Besonders gefĂ€hrdet sind Personen unter 35 Jahren. Sie werden mit einer Rate von 20 Prozent deutlich hĂ€ufiger Opfer von Scams als ĂŒber 55-JĂ€hrige.

Anzeige: GefĂ€lschte QR-Codes an Parkautomaten und LadesĂ€ulen fĂŒhren direkt in die Datenfalle. Mit der 3-Schritte-Soforthilfe aus diesem Report sichern Sie Ihre Daten und wissen genau, was bei unrechtmĂ€ĂŸigen Abbuchungen zu tun ist. Soforthilfe bei QR-Code-Betrug jetzt sichern

Die technische Raffinesse wĂ€chst rasant. Laut KnowBe4 sind bereits 86 Prozent aller Phishing-Angriffe KI-gestĂŒtzt. Das erschwert die Erkennung fĂŒr Endverbraucher enorm. Aktuell kursieren zudem gefĂ€lschte Mails im Namen der Steuerverwaltung ELSTER. Sie versuchen unter dem Vorwand eines elektronischen Steuerbescheids fĂŒr 2026, persönliche Daten abzugreifen.

So schĂŒtzen Sie sich

Die Polizei rĂ€t zu erhöhter Wachsamkeit. PrĂŒfen Sie öffentliche Automaten auf mechanische VerĂ€nderungen. Im Zweifelsfall lieber Bargeld oder offizielle Bezahl-Apps nutzen. VerdĂ€chtige Abbuchungen sollten Sie umgehend Ihrem Kreditinstitut und der Polizei melden.

de | wissenschaft | 69518525 |