Notfallseelsorge: 32.000 Einsätze pro Jahr – über 80 täglich
19.06.2026 - 01:31:11 | boerse-global.de
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Die Notfallseelsorge in Deutschland läuft auf Hochtouren. Für 2025 zogen die Verantwortlichen eine Bilanz von rund 32.000 Einsätzen – mehr als 80 Alarmierungen pro Tag. Tausende Ehrenamtliche sind im Einsatz, um Menschen in akuten Krisen zu begleiten.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz betonen die Bedeutung dieser Arbeit. Bischöfin Kirsten Fehrs und Weihbischof Dr. Reinhard Hauke würdigten den Dienst als unverzichtbaren Bestandteil des Rettungswesens. Die Notfallseelsorge ist fest in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) verankert und geht weit über medizinische oder technische Hilfe hinaus.
Experten diskutieren ĂĽber neue Krisenstrategien
Rund 300 Fachleute trafen sich vom 17. bis 19. Juni 2026 in Erfurt zum 21. Ökumenischen Bundeskongress für Notfallseelsorge und Krisenintervention. Unter dem Motto „Alles bleibt anders. Resilienzen neu denken“ suchten sie nach Antworten auf wachsende Herausforderungen.
Im Zentrum stand die Frage: Wie lässt sich die Widerstandsfähigkeit von Betroffenen und Helfern langfristig sichern? Die Arbeit unter hoher emotionaler Belastung erfordert neue Konzepte – sowohl für die Bewältigung akuter Ereignisse als auch für die psychische Stabilität der Einsatzkräfte.
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Ausbildung als Schlüssel zur Qualität
Die Qualität der Krisenintervention hängt maßgeblich von der Ausbildung ab. Regionale Programme, etwa im Wetteraukreis, zeigen den hohen Standard. Dort sind für das zweite Halbjahr 2026 modulare Kurse geplant – von August bis November.
Die Schulungen bereiten die Teilnehmenden auf die Komplexität der Notfallbegleitung vor. Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2026 dienten bereits der Rekrutierung neuer Ehrenamtlicher. Die kontinuierliche Ausbildung gilt als Grundvoraussetzung, um das Pensum von zehntausenden Einsätzen pro Jahr zu bewältigen und die Resilienz des gesamten Systems zu stärken.
