NĂŒsse, Gramm

NĂŒsse: 30 Gramm tĂ€glich senken Bluthochdruck um 26 Prozent

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 22:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Metaanalyse mit 143.380 Erwachsenen zeigt: Rund 30 Gramm NĂŒsse tĂ€glich senken das Hypertonie-Risiko, darĂŒber stagniert der Nutzen.

TĂ€gliche NĂŒsse senken Bluthochdruckrisiko um bis zu 26 Prozent
Eine kleine Portion verschiedener roher, ungesalzener NĂŒsse auf einer hölzernen Tischplatte bei natĂŒrlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Ein regelmĂ€ĂŸiger Konsum von NĂŒssen kann das Risiko fĂŒr Bluthochdruck spĂŒrbar reduzieren. Besonders deutlich fĂ€llt der Effekt beim Vergleich von 30 Gramm NĂŒssen pro Tag gegenĂŒber einem vollstĂ€ndigen Verzicht aus: Hier liegt die Risikoreduktion bei bis zu 26 Prozent. Das belegen detaillierte Auswertungen einer Metaanalyse von Plant-Based Health Professionals UK und dem Imperial College London, die im August 2026 im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde.

WÀhrend bereits bekannt war, dass der Konsum kleiner Mengen mit kardiovaskulÀren Vorteilen einhergeht, weisen die Forscher nun darauf hin, dass ein Kausalzusammenhang als wahrscheinlich gilt. Höhere Mengen als rund 30 Gramm tÀglich bringen den Analysen zufolge jedoch keinen zusÀtzlichen messbaren Nutzen.

Plateau-Effekt bei einer tÀglichen Portion

Die Dosis-Wirkungs-Beziehung verlĂ€uft den Daten zufolge nicht linear. Bei einem Konsum von etwa 28 bis 30 Gramm tĂ€glich – was in etwa einer Handvoll entspricht – erreicht die prĂ€ventive Wirkung ein Plateau.

WĂ€hrend der Schritt von keinem Konsum auf diese Tagesmenge das Risiko um bis zu 26 Prozent senkt und je 28 Gramm zusĂ€tzlich pro Tag eine Reduktion um 20 Prozent beobachtet wird, fĂŒhrt eine weitere Steigerung der Zufuhr zu keinen zusĂ€tzlichen Vorteilen.

Verglichen mit Personen mit dem niedrigsten Verzehr wiesen diejenigen mit dem höchsten Nusskonsum ein um 16 Prozent verringertes Hypertonie-Risiko auf.

Die beteiligten Wissenschaftler stufen die KausalitĂ€t zwischen dem Nussverzehr und dem geringeren Bluthochdruckrisiko als wahrscheinlich ein, betonen jedoch, dass die Evidenz ĂŒberwiegend auf Beobachtungsdaten beruht. Als Verzehrempfehlung leiten Fachleute eine tĂ€gliche Menge von 28 bis 30 Gramm ungesalzener und unbeschichteter NĂŒsse ab.

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Breite Datenbasis aus prospektiven Studien

Die im British Journal of Nutrition publizierte systematische Übersichtsarbeit bĂŒndelt die Ergebnisse aus acht prospektiven Kohortenstudien. Die Datenbasis umfasst 143.380 erwachsene Personen im Alter von 18 bis 87 Jahren, bei denen im Beobachtungszeitraum 20.665 neue FĂ€lle von Hypertonie dokumentiert wurden.

Die Ergebnisse gewinnen vor allem vor dem Hintergrund der weltweiten Krankheitslast an Relevanz: Mehr als 1,4 Milliarden Menschen sind global von Bluthochdruck betroffen. In Deutschland leiden rund 30 Millionen Menschen unter Hypertonie, was mehr als jedem vierten Erwachsenen entspricht. Als medizinischer Schwellenwert gilt ein systolischer Wert von ĂŒber 140 mmHg oder ein diastolischer Wert von ĂŒber 90 mmHg.

ErnÀhrung und Lebensstil als Bausteine der PrÀvention

NĂŒsse liefern ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren, die gemeinsam mit einer kaliumreichen Kost aus Obst und GemĂŒse sowie ballaststoffreichen Lebensmitteln zur Regulierung des Blutdrucks beitragen können. Untersuchungen zeigen, dass bereits fĂŒnf Gramm zusĂ€tzliche Ballaststoffe pro Tag den systolischen Blutdruck im Mittel um 2,8 mmHg senken können. Zudem gilt die Reduzierung von Salz als zentraler ernĂ€hrungsbezogener Ansatz.

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Auch weitere Lebensstilfaktoren zeigen messbare Effekte: Eine Gewichtsreduktion von fĂŒnf Prozent sowie die EinschrĂ€nkung des Salzkonsums können den systolischen Blutdruck jeweils um sechs bis acht mmHg verringern. RegelmĂ€ĂŸiger Ausdauersport und der Verzicht auf Alkohol bringen Senkungen um weitere vier bis sechs mmHg mit sich.

Bewegungsempfehlungen sehen hierfĂŒr rund 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche vor, ergĂ€nzt durch gezielte Kraft- und Beweglichkeitseinheiten. Eine Umstellung der ErnĂ€hrung oder des Lebensstils kann eine Ă€rztliche Therapie bei bereits manifester Hypertonie jedoch nicht ersetzen.

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de | wissenschaft | 70159508 |