Nvidia-Garantie, Milliarden

Nvidia-Garantie: 250 Milliarden Euro für OpenAI-Rechenzentrum

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia steht kurz vor der Übernahme von Finanzgarantien für ein 500-Milliarden-Dollar-KI-Rechenzentrum von OpenAI in Ohio.

Nvidia verhandelt über Milliarden-Garantie für OpenAI-Rechenzentrum
Futuristisches, großflächiges Rechenzentrum in der Dämmerung, das fortschrittliche KI-Infrastruktur darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Chipkonzern will angeblich 250 Milliarden Euro für ein Rechenzentrum in Ohio bereitstellen.

Nvidia befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen, um Finanzgarantien in Höhe von rund 250 Milliarden Euro für ein gigantisches Datenzentrum von OpenAI im US-Bundesstaat Ohio zu übernehmen. Das berichten Branchenkreise am heutigen Montag. Das Projekt mit einer Gesamtleistung von zehn Gigawatt soll von einer Softbank-Tochter entwickelt werden und insgesamt über 500 Milliarden Euro kosten.

Rekordprojekt im ländlichen Ohio

Der Standort im Pike County wird von SB Energy, der Energietochter des japanischen Mischkonzerns Softbank, entwickelt. Die Anlage zählt zu den größten Investitionen in KI-Infrastruktur weltweit. Die erste Ausbaustufe mit rund 800 Megawatt soll 2028 in Betrieb gehen.

Die Dimensionen sind atemberaubend: Allein in diesem Jahr dürften die Ausgaben für KI-Infrastruktur weltweit die Marke von 700 Milliarden Euro überschreiten. OpenAI selbst will seine Rechenausgaben bis 2030 auf 750 Milliarden Euro hochschrauben.

Nvidia als Finanzier – nicht nur für Chips

Die geplanten Garantien von Nvidia dienen dazu, Softbank höhere Kredite für Bau und Betrieb des Standorts zu ermöglichen. Konkret würde der Chipkonzern die Leasingzahlungen von OpenAI absichern – und damit den Gläubigern des Projekts eine zusätzliche Sicherheit bieten.

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Doch damit nicht genug: Parallel laufen offenbar Gespräche über eine weitere Finanzierungsspitze von bis zu 350 Milliarden Euro, mit der Nvidia direkt den Chipeinkauf von OpenAI unterstützen könnte. Die Verhandlungen sind nach Angaben von Marktbeobachtern allerdings noch in einem frühen Stadium – ein Scheitern sei jederzeit möglich.

Politik und internationale Partner im Boot

Das Mega-Projekt hat längst die höchsten politischen Kreise erreicht. US-Wirtschaftsminister Howard Lutnick ist in die Gespräche eingebunden – ebenso wie andere Tech-Giganten: Microsoft, Google und Anthropic haben demnach ebenfalls mit Lutnick über großflächige KI-Infrastruktur gesprochen.

Die Energieversorgung des Standorts unterliegt der Aufsicht der US-Regierung. Japan hat bereits umgerechnet rund 33 Milliarden Euro für ein Erdgaskraftwerk zugesagt, das die Anlage mit Strom versorgen soll. Diese internationale Beteiligung unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für die globale KI-Entwicklung.

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Nvidias neuer Geschäftszweig

Die Verhandlungen mit OpenAI fallen in eine Phase erbitterten Wettbewerbs um Hochleistungsrechenzentren. Dass Nvidia – der wichtigste Lieferant von KI-Chips – nun auch als Finanzgarant für seine Kunden auftritt, ist eine bemerkenswerte strategische Wende.

Zwar ist OpenAI als Hauptmieter für das Pike-County-Projekt vorgesehen, doch die Beteiligung des Handelsministeriums deutet darauf hin, dass die Anlage Teil einer nationalen Strategie für KI-Kapazitäten ist. Auch andere Branchenführer buhlen um die gewaltigen Mengen an Strom und Hardware, die für die nächste Generation von KI-Modellen nötig sind.

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