NVIDIA, KI-Infrastruktur

NVIDIA sichert sich KI-Infrastruktur: Milliarden-Deals in Indien bis Australien

13.06.2026 - 04:23:49 | boerse-global.de

NVIDIA sichert sich mit Joint Ventures und Investitionen in Indien, Australien und den USA eine zentrale Rolle im weltweiten KI-Rechenzentrumsmarkt.

NVIDIA baut globale KI-Infrastruktur mit Milliarden-Partnerschaften aus
NVIDIA - Interior of a large, modern data center with many rows of glowing servers, indicating advanced AI infrastructure. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der US-Chipkonzern sichert sich mit milliardenschweren Partnersätzen eine Schlüsselrolle in der globalen KI-Infrastruktur – von Indien bis Australien.

Gigawatt-Projekt in Indien: L&T und NVIDIA bauen größte KI-Fabrik des Landes

Am heutigen Samstag gaben Larsen & Toubro (L&T) und NVIDIA auf dem India AI Summit ein Joint Venture bekannt. Ziel ist der Bau der größten KI-Fabrik Indiens mit gigawatt-skalierbarer Infrastruktur.

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Die Pläne sehen eine sofortige Erweiterung eines bestehenden NVIDIA-GPU-Clusters in Chennai auf 30 Megawatt (MW) vor. Zudem entsteht ein neues 40-MW-Rechenzentrum in Mumbai. Das Projekt soll Indiens Abhängigkeit von ausländischer Rechenleistung verringern und heimische KI-Innovationen ermöglichen.

KKR startet 10-Milliarden-Fonds für KI-Rechenzentren

Bereits am Donnerstag kündigte die Investmentfirma KKR die Gründung von Helix Digital Infrastructure an. Das Unternehmen hat über zehn Milliarden Euro Kapitalzusagen von Ankerinvestoren erhalten – darunter NVIDIA, die Kuwait Investment Authority (KIA) und Vistra.

An der Spitze von Helix steht der frühere AWS-CEO Adam Selipsky. Die Firma soll als zentraler Koordinator für Hyperscaler-Kunden agieren und die komplexen Schnittstellen zwischen Rechenzentrumsbau, Stromversorgung und Konnektivität managen. Selipsky betonte, dass ein erheblicher Teil der weltweit angekündigten Rechenzentrumsprojekte nie fertiggestellt werde – Helix' integrierter Ansatz solle diese Lücke schließen. Vistra fungiert als bevorzugter Stromlieferant, NVIDIA unterstützt die hauseigene DSX-Plattform.

Australien und Südkorea: Nächste Expansionsschritte

Am Freitag gab Sharon AI eine sechsjährige strategische Zusammenarbeit mit NVIDIA bekannt. Geplant ist der Aufbau von 72 MW neuer Rechenzentrumskapazität in Australien – mit bis zu 40.000 NVIDIA Grace Blackwell GB300-GPUs. Bis Mitte 2027 soll die Gesamtkapazität auf 132 MW steigen, mit über 55.000 NVIDIA-GPUs im Betrieb.

Parallel dazu besiegelten NAVER CLOUD und NVIDIA eine Partnerschaft für eine globale „KI-Fabrik" in Asien. NAVER CLOUD integriert NVIDIAs Nemotron 3 Ultra-Technologie in seine HyperCLOVA-X-Plattform und nutzt die Cosmos-Architektur für das Seoul World Model. Die Vereinbarung folgte auf Gespräche auf höchster Führungsebene in Korea.

USA: 500-Milliarden-Campus und SpaceX-IPO

Parallel zu den internationalen Deals zeichnen sich in den USA gigantische Projekte ab. OpenAI verhandelt über den Bau eines 500-Milliarden-Euro-Rechenzentrums-Campus auf Bundesland in Ohio. Das geplante 10-Gigawatt-Projekt soll auf einem früheren Urananreicherungsgelände entstehen. NVIDIA und SoftBanks SB Energy sind als Hauptpartner genannt.

Die erste Phase mit 800 MW Kapazität soll 2028 ans Netz gehen. SB Energy plant dafür 9,2 GW neue Gaskraftwerke am Standort.

Der erfolgreiche Börsengang von SpaceX am Freitag (75 Milliarden Euro Emissionsvolumen) unterstreicht die wachsende Nachfrage nach NVIDIA-Hardware in der Luft- und Raumfahrt. Elon Musk kündigte eine Vertiefung der Partnerschaft mit NVIDIA an. Bereits bestehende Cloud-Deals mit Google und Anthropic umfassen Hunderttausende NVIDIA-Einheiten für KI-gestützte Satellitendesigns.

Texas: Terafab-Projekt für heimische Chip-Produktion

Über reine Rechenzentren hinaus ist NVIDIA indirekt an massiven Fertigungsplänen beteiligt. Das Terafab-Projekt von SpaceX und Tesla startet mit Investitionen von 55 Milliarden Euro. In Gesprächen mit ASML und in Kooperation mit Intel sollen KI-Chips in Texas produziert werden. Während SpaceX kurzfristig auf NVIDIA-Hardware setzt, zielt Terafab auf langfristige Versorgungssicherheit für Halbleiterkomponenten ab.

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