Nvidia, Mitsubishi

Nvidia und Mitsubishi: Flüssigkühlung für Rubin-KI-Rechenzentren

Veröffentlicht am: 15.07.2026 um 10:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia und Mitsubishi Heavy Industries verhandeln über Partnerschaft für Kühl- und Energiesysteme der nächsten KI-Chip-Generation.

Nvidia und MHI planen Kühllösungen für KI-Rechenzentren
Futuristisches Rechenzentrum mit blauen Flüssigkeitskühlschläuchen um Server-Racks, Symbol für KI-Infrastruktur und Wärmemanagement. Illustration mit AI erstellt.

Der Chipriese Nvidia und der japanische Industriekonzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) loten eine Zusammenarbeit aus. Ziel ist die Entwicklung von Kühlsystemen und Energiemanagement für KI-Rechenzentren.

Berechnungen zufolge verbrauchen moderne KI-Fabriken enorme Mengen an Strom und produzieren gewaltige Abwärmemengen. Die Lösung dafür soll nun aus einer Partnerschaft zwischen dem US-Konzern und dem japanischen Schwerindustriespezialisten kommen. Meldungen über die Gespräche ließen die Aktie von MHI am heutigen Mittwoch um bis zu 2,9 Prozent steigen.

Flüssigkeitskühlung für die nächste Chip-Generation

Im Fokus der möglichen Kooperation steht die Infrastruktur für Nvidias kommende Rubin-Plattform. Diese Architektur setzt Berichten zufolge vollständig auf Flüssigkeitskühlung – bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius. Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat MHI spezielle 10-Megawatt-Kältemaschinen entwickelt, die für den Betrieb von KI-Anlagen im Gigawatt-Maßstab ausgelegt sind.

MHI präsentierte seine Technologie bereits auf den Fachmessen GTC 2026 und Data Center World 2026. Das Unternehmen verfügt unter anderem über eine Zweiphasen-Direktkühlung auf Chip-Ebene, die im Dezember 2025 gemeinsam mit der EXEO Group zum Einsatz kam. In einem Test bei einem Fujitsu-Rechenzentrum konnte MHI mit seinem Kühlenergie-Managementsystem den Energieverbrauch für die Kühlung um 2,3 Prozent senken.

Japans KI-Infrastruktur nimmt Fahrt auf

Die Gespräche zwischen Nvidia und MHI fallen in eine phase massiver Investitionen in KI-Infrastruktur in Japan. Erst am Montag demonstrierten SoftBank und Yaskawa Electric ein neues System zur Steuerung verformbarer Objekte – betrieben über SoftBanks KI-Rechenzentrum, das auf Nvidia-Technologie basiert.

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Auch andere Unternehmen sichern sich Partnerschaften, um der steigenden Nachfrage nach GPU-zentrierten Rechenzentren gerecht zu werden. PowerX und HIGHRESO unterzeichneten heute eine Absichtserklärung zur Integration von Batteriespeichern in KI-Rechenzentren. PowerX hatte zuvor den „PowerX Energy Blade“ vorgestellt, ein rackmontiertes Lithium-Ionen-Batteriesystem, das 2027 auf den Markt kommen soll.

Internationale Investitionen in Japans Rechenzentren

Das internationale Interesse am japanischen Rechenzentrumsmarkt bleibt hoch. Der südkoreanische SK-Konzern plant den Aufbau eines eigenen KI-Rechenzentrums in Japan, das zwischen 2028 und 2029 den Betrieb aufnehmen soll.

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Die Verhandlungen zwischen Nvidia und MHI zeigen einen klaren Trend: Integriertes Energie- und Wärmemanagement wird zum entscheidenden Faktor für den Hochlauf der KI-Infrastruktur. Die Kombination aus Nvidias Hochleistungs-Hardware und MHIs Kompetenz im Schwermaschinenbau könnte die Effizienz großer KI-Anlagen deutlich verbessern.

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