Nvidia, Windows

Nvidia und Windows 10: Sicherheitsupdates laufen noch bis Oktober 2029

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 15:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Nvidia-Treiber setzen ab November 2026 Windows 11 voraus; Sicherheitskorrekturen für Windows 10 sind bis Oktober 2029 vorgesehen.

Nvidia beendet reguläre Windows-10-Treiber ab November 2026
Ein moderner, minimalistischer Serverraum mit dunklen Server-Racks in einer kühlen, bläulichen Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Grafikchiphersteller Nvidia stellt die reguläre Unterstützung für das Betriebssystem Windows 10 ein. Wie aus aktuellen Branchenberichten hervorgeht, bildet die im Oktober 2026 erscheinende Ausgabe der Game-Ready- und Studio-Treiber die letzte Version, die noch für Microsofts älteres Betriebssystem freigegeben wird. Ab November 2026 setzen sämtliche neuen Treiberveröffentlichungen des Unternehmens zwingend Windows 11 voraus.

Mit diesem Schritt fallen künftige Spieleoptimierungen, funktionale Neuerungen sowie spezifische Fehlerbehebungen für neue Spieletitel unter Windows 10 weg.

Das Unternehmen hatte die vollständige Softwareunterstützung aufgrund der anhaltend hohen Zahl an GeForce-Nutzern auf Windows 10 zuvor um ein Jahr über das reguläre Supportende von Microsoft hinaus aufrechterhalten. Beim Betriebssystemhersteller selbst endet das entsprechende ESU-Programm für Verbraucher am 12. Oktober 2027.

Sicherheitswartung läuft bis Oktober 2029 weiter

Gänzlich ohne Aktualisierungen bleiben betroffene Systeme nach dem Wechsel jedoch nicht. Nvidia plant für Windows 10 nach dem letzten regulären Paket vierteljährliche Sicherheitsupdates bereitzustellen, die kritische Fehler beheben sollen. Diese Wartungsphase soll bis Oktober 2029 fortgeführt werden.

Das Vorgehen folgt Nvidias mehrstufigem Supportmodell. Dieses sieht für Grafikprozessoren mindestens sechs Jahre an Softwareaktualisierungen vor, aufgeteilt in drei Jahre vollständigen Support, drei Jahre erweiterte Unterstützung sowie drei Jahre reine Sicherheitswartung.

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Bei einzelnen Modellen summiert sich dieser Zeitraum auf bis zu elf Jahre. Die Zusammenarbeit mit Windows 10 reicht weit zurück: Bereits mit der Version 352.84 hatte Nvidia den ersten WHQL-zertifizierten Treiber für frühe Testversionen des Microsoft-Betriebssystems bereitgestellt.

Parallele Sicherheitsupdates für ältere Grafikkarten-Generationen

Ein ähnliches Verfahren wandte Nvidia bereits bei älterer Hardware an. Grafikprozessoren der Architekturen Maxwell, Pascal und Volta – darunter die Modellreihen GeForce GTX 700, 900 und 10 – erhalten bereits seit Oktober 2025 keine regulären Treiber mehr. Für diese Architekturen sind vierteljährliche Sicherheitsupdates bis Oktober 2028 vorgesehen.

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Zuletzt veröffentlichte Nvidia am 1. Oktober 2026 den entsprechenden GeForce-Sicherheitstreiber 582.78, der sowohl Windows 10 als auch Windows 11 abdeckt. Das Update ist 912,74 MB groß und schließt insgesamt 114 Schwachstellen, davon 98 im Display-Treiber und 16 in der vGPU-Software. Der Hersteller stufte eine der Sicherheitslücken als kritisch, 76 als hoch und 37 als mittel ein.

Die als kritisch geführte Schwachstelle CVE-2026-47574 mit einem CVSS-Wert von 9,9 betrifft allerdings ausschließlich den vGPU-Manager unter Linux und berührt Windows-GeForce-Anwender nicht direkt. Auf Windows-Systemen verteilt sich die Sicherheitspflege auf die Zweige R615 mit Version 616.56, R610 mit Version 610.88 und R580 mit Version 582.78.

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