O2-Betrug: Betrüger kopieren MyO2-Portal und stehlen Zugangsdaten
01.07.2026 - 07:41:32 | boerse-global.de
Grund soll eine angeblich fehlende AGB-Zustimmung sein.
Die Masche läuft per SMS. Die Nachricht behauptet, die Mobilfunkkarte werde in Kürze deaktiviert – wegen nicht unterzeichneter Geschäftsbedingungen. Ein beigefügter Link soll zur „Lösung“ führen.
Gefälschtes MyO2-Portal im Visier
Wer dem Link folgt, landet nicht auf der echten O2-Seite. Stattdessen zeigt sich eine täuschend echt nachgebaute Kopie des Kundenportals MyO2. Dort sollen Nutzer ihre Zugangsdaten eingeben – die Angreifer sammeln sie ab.
O2 hat eigenen Angaben zufolge bereits über eine Milliarde Spam-Nachrichten in den eigenen Netzen blockiert. Kunden, die verdächtige SMS erhalten, können diese an die Kurzwahl 7726 melden.
Parallel zu den Betrugswarnungen schaltete O2 zum 30. Juni gemeinsam mit Telekom und 1&1 den alten MMS-Standard endgültig ab. Abgelöst wird er durch den moderneren RCS-Dienst.
Betrugswelle erfasst mehrere Branchen
Die O2-Warnung ist Teil einer größeren Angriffswelle, die Ende Juni 2026 deutlich an Fahrt aufnahm. Nicht nur Mobilfunkkunden sind betroffen – auch Nutzer von Finanzdienstleistern und Behörden geraten ins Visier.
Wer die aktuelle O2-Betrugswelle für sich einordnen will, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die wichtigsten Schutzmaßnahmen – von der Erkennung gefälschter SMS bis zum Notfall-Plan. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern
Die Lohnsteuerhilfe Bayern und Sicherheitsbehörden warnen vor gefälschten Schreiben des Bundeszentralamts für Steuern. Mal per Post, mal per E-Mail: Die Täter fordern zur IBAN-Verifizierung auf und setzen eine Frist von fünf Tagen. Die Links führen auf illegitime Domains wie „elster-amt.com“.
Der Automobilclub ÖAMTC meldet ebenfalls betrügerische Nachrichten. Über WhatsApp und E-Mail locken Kriminelle mit falschen Tankgutscheinen, um Mitgliederdaten zu stehlen.
Experten beobachten zudem eine Zunahme von „Quishing“ – manipulierte QR-Codes an Ladesäulen oder in Briefen leiten Opfer auf gefälschte Bankseiten.
Internationale Schutzmaßnahmen verschärft
Die Schadenssummen durch digitale Betrugsmaschen steigen rasant. Für 2025 beziffern Analysten die Verluste durch Business Email Compromise (BEC) auf rund 2,8 Milliarden Euro. Die Aufsichtsbehörden reagieren.
Die Betrugswelle erfasst nicht nur Mobilfunk, sondern auch Finanzdienstleister und Behörden. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Phishing an Ladesäulen, gefälschte Steuer-Schreiben und Co. erkennen – und Ihr Konto sicher halten. Phishing-Schutz jetzt sichern
In der Schweiz gilt seit Anfang Juli 2026 eine neue Regelung: Telekomanbieter wie Swisscom, Sunrise und Salt müssen gegen Spoofing vorgehen. Anrufe aus dem Ausland, die eine Schweizer Nummer vortäuschen, sind künftig als anonym oder unbekannt zu kennzeichnen.
Auch Australien zieht nach. Dort werden nicht registrierte Absenderkennungen bei SMS automatisch als nicht verifiziert markiert – ein weiteres Schutzschild gegen die wachsende Betrugswelle.
