Odyssey-Film, Kaspersky

Odyssey-Film: Kaspersky warnt vor Lumma-Stealer und Phishing

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 17:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher warnen vor betrügerischen Streaming-Seiten und infizierten Downloads zum Film 'Odyssey', die auf persönliche Daten und Bankinformationen abzielen.

Cyberkriminelle nutzen Nolans 'Odyssey' für Phishing und Malware-Angriffe
Ein Laptop in einem dunklen Büro mit abstraktem Programmcode auf dem Bildschirm, der eine Cyber-Sicherheitsbedrohung darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Umfeld der Veröffentlichung des neuen Films „Odyssey“ von Regisseur Christopher Nolan beobachten IT-Sicherheitsforscher eine koordinierte Welle von Cyber-Kriminalität. Experten von Kaspersky warnten heute vor einer Zunahme von Betrugsmaschen, die das öffentliche Interesse an dem Kinowerk ausnutzen. Ziel der Angreifer sei es, über gefälschte Streaming-Angebote sensible persönliche Informationen sowie Bankdaten von Internetnutzern zu entwenden.

Phishing über gefälschte Streaming-Plattformen

Laut den Erkenntnissen von Kaspersky werden weltweit Webseiten in mehreren Sprachen betrieben, die den Film vermeintlich kostenlos zum Abruf bereitstellen. Diese Portale locken Nutzer mit der Aussicht auf kostenlose Testversionen. Um Zugang zum Content zu erhalten, verlangen die Betreiber der Seiten jedoch eine vorherige Registrierung. Dabei werden die Opfer aufgefordert, neben persönlichen Daten auch ihre vollständigen Bankverbindungen anzugeben.

Die Sicherheitsforscher ordnen diese Aktivitäten als dringende Bedrohung ein. Die Warnung ist als Aufforderung an die Öffentlichkeit formuliert, bei Angeboten, die außerhalb etablierter Plattformen auftauchen, äußerste Wachsamkeit walten zu lassen. Analysen der Vorgehensweise zeigen, dass die Hintermänner verstärkt auf lokalisierte Inhalte setzen und gefälschte Nutzerbewertungen integrieren, um die Seriosität der Betrugsseiten vorzutäuschen. Die auf diesem Weg gesammelten Informationen werden Experten zufolge anschließend auf digitalen Schattenmärkten gehandelt.

Schadsoftware in manipulierten Videodateien

Zusätzlich zu den Phishing-Versuchen identifizierten Sicherheitsforscher von Bitdefender bereits in den vergangenen Tagen eine weitere Gefahr durch Schadsoftware. In vermeintlichen Piraterie-Downloads des Films wurde der sogenannte Lumma-Stealer entdeckt. Ein konkretes Beispiel für eine solche infizierte Datei trägt den Namen „the odyssey 2160phd (2026) engsubs eztv.exe“.

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Die Angreifer nutzen hierbei eine technische Besonderheit des Betriebssystems Windows aus, das bekannte Dateiendungen wie „.exe“ häufig standardmäßig ausblendet. Für den Nutzer erweckt der Dateiname dadurch den Eindruck eines hochauflösenden Videos im Dateiformat eines herkömmlichen Players, während es sich tatsächlich um eine ausführbare Schaddatei handelt. Auch das Sicherheitsunternehmen Malwarebytes bestätigte Warnungen vor Malvertising und manipulierten Downloads, die sich als Filmdateien tarnen.

Empfehlungen für Verbraucher

Die beteiligten Sicherheitsunternehmen betonen, dass der effektivste Schutz in der Nutzung offizieller und legaler Streaming-Dienste liege. Nutzer sollten zudem ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen. Kaspersky rät dringend zur Aktivierung von Sicherheitslösungen, die über einen dedizierten Phishing-Schutz verfügen. Zudem wird die konsequente Nutzung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) empfohlen, um Nutzerkonten gegen unbefugte Zugriffe abzusichern.

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Um Infektionen mit Schadsoftware wie dem Lumma-Stealer vorzubeugen, raten Experten von Bitdefender und Malwarebytes dazu, die Einstellungen des Betriebssystems so anzupassen, dass Dateiendungen grundsätzlich immer angezeigt werden. Dies ermögliche es, potenziell gefährliche Programme sofort zu identifizieren, bevor sie ausgeführt werden. Fachleute unterstreichen in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer gesteigerten digitalen Kompetenz im Umgang mit populären Medieninhalten im Internet.

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