Oktoberfest, Maß

Oktoberfest 2026: Maß Bier kostet 14,80–15,90 Euro

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Auf der Wiesn 2026 reichen die Preise von 14,80 Euro für die günstigste Maß bis 15,33 Euro je Liter Wasser im Weinzelt.

Wiesn 2026: Bier, Wasser und Essen kosten deutlich mehr
Weitläufiges, leeres Festgelände der Theresienwiese in der Abenddämmerung mit den Silhouetten der Festzelte im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Start der 191. Wiesn auf der Münchener Theresienwiese rücken für Besucher verstärkt Fragen der Budgetplanung und des bewussten Konsums in den Fokus. Die Landeshauptstadt München und verschiedene Fachleute haben im Vorfeld Empfehlungen für den Umgang mit Speisen und Getränken sowie Informationen zur Preisgestaltung veröffentlicht.

Die Veranstaltung, die am 19. September mit dem traditionellen Anstich durch Oberbürgermeister Dominik Krause im Schottenhamel-Zelt beginnt, ist bis zum 4. Oktober angesetzt.

Preisgefüge und Kostenentwicklung bei Getränken

Die Kosten für eine Maß Bier bewegen sich im Jahr 2026 zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 2,38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Spanne noch zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro lag.

Zum Vergleich: Im Jahr 2006 lag der Durchschnittspreis noch bei 7,23 Euro. Den Höchstpreis von 15,90 Euro rufen insgesamt sieben Betriebe auf, darunter die Armbrustschützen-Festhalle, die Bräurosl sowie das Löwenbräu-Zelt. Die günstigste Maß ist für 14,80 Euro im Familienplatzl oder im Museumszelt erhältlich.

Auffällig ist die Preisgestaltung bei alkoholfreien Getränken. Tafelwasser kostet im Durchschnitt 11,13 Euro pro Liter, wobei die Spanne von 8 Euro bis zu 15,33 Euro reicht. Den Spitzenwert markiert hier Kufflers Weinzelt, wo der Liter Wasser teurer ist als eine Maß Bier in den günstigsten Zelten.

Auch für Softgetränke müssen Besucher tiefer in die Tasche greifen: Spezi kostet im Schnitt 12,84 Euro, während Limonade bei durchschnittlich 12,35 Euro liegt. Alkoholfreies Bier wird im Mittel für 15,73 Euro pro Liter ausgeschenkt. Die Preise werden grundsätzlich von den Wirten festgelegt, die Stadt München nimmt jedoch eine Prüfung auf Angemessenheit vor.

Kulinarische Angebote und Preisunterschiede in den Festzelten

Auch bei den Speisen zeigen sich deutliche Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Gastronomiebetrieben. Eine Schweinshaxe wird in den großen Zelten zu Preisen zwischen 23,90 Euro (Fischer-Vroni) und 31,00 Euro (Weinzelt) angeboten.

Dazwischen liegen unter anderem das Schottenhamel-Zelt mit 29,50 Euro, das Hofbräu-Zelt mit 28,30 Euro und das Augustiner-Zelt mit 24,90 Euro. Für ein Hendl müssen Gäste etwa 17,50 Euro einplanen, beispielsweise in der Bräurosl oder im Hacker-Zelt.

Zusätzliche Kostenfaktoren sind Beilagen wie Pommes frites, die zwischen 6,50 Euro und 9,70 Euro (Löwenbräu) kosten, oder Käsespätzle, die mit 22,50 Euro bepreist sind. Ein Kaiserschmarrn in der Bräurosl schlägt mit 27,50 Euro zu Buche.

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Eine Maß Bier kostet dieses Jahr zwischen 14,80 und 15,90 Euro, und der Liter Wasser im Weinzelt schlägt mit 15,33 Euro sogar die günstigste Maß. Wer mit Familie oder Freunden plant, sollte vorher wissen, wo es günstiger wird. Jetzt kostenlosen Wiesn-Budget-Guide anfordern

Um den Zugang zu erleichtern, bieten einige Zelte wie die Paulaner-Festhalle spezielle Mittagsreservierungen ohne den sonst üblichen hohen Mindestverzehr an. Dort ist eine Reservierung für elf Personen im Mittelschiff für eine Bearbeitungsgebühr von 16,50 Euro möglich, während regulär ein Verzehr von zwei Maß und einem Hendl pro Person vorausgesetzt wird.

Prävention und Verhaltensregeln auf dem Festgelände

Angesichts der hohen Besucherzahlen – für 2026 werden rund 6 Millionen Gäste erwartet, nachdem 2025 etwa 6,5 Millionen Personen die Wiesn besuchten – haben Behörden umfangreiche Sicherheits- und Präventionsregeln aufgestellt.

Der Stadtrat hat ein explizites Verbot von Champagner-Duschen ausgesprochen, um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Zudem gilt auf dem gesamten Gelände ein Cannabis-Konsumverbot, während das seit 2010 bestehende Rauchverbot in den Zelten weiterhin Bestand hat.

Fachleute beobachten seit Jahren einen sinkenden Alkoholkonsum, insbesondere bei jüngeren Besuchern. Dennoch bleibt Bier der sechs Münchener Traditionsbrauereien das zentrale Element der Veranstaltung. Der Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder bezeichnete eine vollständig alkoholfreie Wiesn in absehbarer Zeit als unwahrscheinlich.

Für Familien empfiehlt das Stadtjugendamt München Besuche zur Mittagszeit und rät von Wochenenden ab. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Aufenthalt in den Zelten ab 20 Uhr untersagt. Zudem wird auf die strikten Jugendschutzbestimmungen beim Alkoholausschank hingewiesen, die Spirituosen erst ab 18 Jahren erlauben.

Sicherheit und organisatorische Hinweise

Das Sicherheitskonzept für 2026 umfasst rund 600 Polizeibeamte und 2.000 private Sicherheitskräfte sowie eine Überwachung durch mehr als 50 Kameras. Besucher sollten beachten, dass Taschen nur ein Volumen von maximal drei Litern (20x15x10 cm) fassen dürfen.

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Für Familien wird der Wiesn-Besuch schnell teuer — besonders, wenn Mindestverzehr und überteuertes Wasser das Budget sprengen. Einige Zelte bieten mittags Reservierungen ohne diese Auflagen. Reservierungs-Tipps ohne Mindestverzehr jetzt sichern

Messer, Waffen und Glasflaschen sind streng verboten. Für Fahrräder und E-Tretroller gelten spezielle Sperrzonen rund um das Festgelände. Ein Safe Space steht täglich ab 18 Uhr (am Wochenende ab 15:30 Uhr) als Anlaufstelle zur Verfügung.

Im Hintergrund des Festes beschäftigt zudem ein Rechtsstreit das Landgericht München. Der Wirt Alexander Egger fordert eine europaweite Ausschreibung der Zeltvergabe, da aktuell ein Großteil der Plätze fest an Brauereien und Schützenvereine vergeben ist. Eine gerichtliche Entscheidung hierzu wird jedoch erst nach dem Start des diesjährigen Oktoberfestes erwartet.

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