One UI 9: Samsung verschärft PIN-Schutz auf 13 Versuche
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 14:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein aktuell veröffentlichter Leitfaden gibt umfassende Strategien vor, wie Nutzer ihre Privatsphäre auf Smartphones schützen können. Im Fokus stehen dabei das Management von App-Berechtigungen und neue Sicherheitsfunktionen der Betriebssystemhersteller, die den Schutz persönlichen Daten verbessern, ohne die Benutzerfreundlichkeit einzuschränken.
Am heutigen Sonntag wurden durch den „Tech Guide“ neue Empfehlungen für den Umgang mit mobiler Datensicherheit bekanntgegeben. Die Experten betonen darin, dass die Kontrolle über App-Berechtigungen entscheidend sei, um die Privatsphäre zu wahren. Parallel dazu implementieren große Hersteller wie Samsung und Apple derzeit weitreichende Änderungen in ihren Betriebssystemen, um den unbefugten Zugriff auf Geräte und Daten zu erschweren.
Verschärfte Sicherheitsmechanismen bei Samsung und Apple
Im kommenden Betriebssystem One UI 9, das auf Android 17 basiert, verschärft Samsung die Sicherheitsvorgaben für den Sperrbildschirm. Während Nutzer bisher optional bis zu 20 Fehlversuche bei der PIN-Eingabe zulassen konnten, wird mit der neuen Version eine Grenze von maximal 13 Versuchen obligatorisch. Das System sieht dabei gestaffelte Sperrzeiten vor: Nach fünf Fehlversuchen wird das Gerät für eine Minute gesperrt, nach zehn Versuchen für vier Stunden und nach zwölf Versuchen für 24 Stunden. Der dreizehnte Fehlversuch führt unwiderruflich zu einem Werksreset, wobei alle Daten gelöscht werden. Diese Maßnahme soll insbesondere Brute-Force-Angriffe durch professionelle Entsperr-Tools verhindern und wird vorausschlich mit der Galaxy Z Fold 8-Serie und dem Z Flip 8 eingeführt.
Apple bietet mit iOS 18 neue Funktionen zum Sperren und Verbergen von Applikationen an. Nutzer können Apps künftig hinter Face ID oder einem Passcode sichern. Verborgene Apps werden zudem vom Startbildschirm entfernt, bleiben jedoch in bestimmten Systemmenüs wie der Batterienutzungsanzeige sichtbar. Auch Google erweitert den Schutz im Play Store: Nutzer sollen künftig gewarnt werden, wenn eine bereits installierte App aus dem Store entfernt wurde, da diese keine Sicherheitsupdates mehr erhält.
Abwehr von Stalkerware und invasiver Werbung
Ein zentraler Aspekt der aktuellen Sicherheitsberatung betrifft die Identifizierung von Schadsoftware. Sogenannte Stalkerware ist darauf ausgelegt, unbemerkt im Hintergrund zu agieren. Experten raten dazu, regelmäßig die Bedienungshilfen und die speziellen App-Zugriffe in den Android-Einstellungen zu prüfen. Auch ungewöhnliche Änderungen an den Systemeinstellungen können ein Indiz für Überwachungsprogramme sein.
Gegen invasive Werbung, die oft die Berechtigung „Über anderen Apps einblenden“ missbraucht, hilft laut Fachanalysen das Booten in den abgesicherten Modus sowie eine Überprüfung der Chrome-Einstellungen für aufdringliche Werbung. Zur weiteren Anonymisierung wird empfohlen, die Werbe-ID in den Google-Einstellungen regelmäßig zu löschen. Honor führt für sein MagicOS zudem „Virtuelle Berechtigungen“ ein, die Apps bei Anfragen nach sensiblen Daten wie Anruflisten oder Nachrichten leere Datensätze übermitteln, um die Funktionalität der App zu erhalten, ohne echte Daten preiszugeben.
Angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch invasive Apps und Datenmissbrauch ist ein aktiver Schutz des eigenen Smartphones unerlässlich. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät sofort effektiv gegen Hacker und Viren absichern. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Android-Smartphone jetzt entdecken
Kommunikation und Netzwerksicherheit
Die pakistanische Telekommunikationsbehörde (PTA) hat angesichts aktueller Bedrohungen spezifische Richtlinien für WhatsApp-Nutzer herausgegeben. Empfohlen wird die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Verknüpfung einer E-Mail-Adresse zur Kontenwiederherstellung und das Aktivieren von Sicherheitsbenachrichtigungen.
Zudem rücken Passkeys zunehmend als Ersatz für klassische Passwörter in den Fokus. Diese nutzen kryptografische Schlüsselpaare, wobei der private Schlüssel sicher auf dem Gerät gespeichert bleibt. Experten weisen jedoch darauf hin, dass trotz der höheren Sicherheit gegenüber Social Engineering Risiken durch Gerätediebstahl bestehen bleiben und Passwortmanager für Dienste ohne Passkey-Unterstützung weiterhin notwendig sind.
Da immer mehr Online-Konten Ziel von Hackerangriffen werden, rückt die passwortlose Anmeldung als sicherste Lösung in den Mittelpunkt. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie die neue Technologie bei Diensten wie Amazon oder WhatsApp kinderleicht einrichten und so Datenklau verhindern. Kostenlosen Passkey-Ratgeber herunterladen
Globale Sicherheitsupdates und Infrastrukturtests
Xiaomi hat mit der Verteilung des Sicherheitspatches für Juli 2026 begonnen, der Schwachstellen im Linux-Kernel und im Mediensystem behebt. Das REDMI Pad SE 8.7 Wi-Fi gehört zu den ersten Geräten, die dieses Update erhalten.
In Australien steht zudem ein großangelegter Test des nationalen Warnsystems „AusAlert“ bevor. Am kommenden Montag um 14:00 Uhr AEST wird auf allen kompatiblen Mobilfunkgeräten eine Sirene ertönen, die auch den Stummschaltungsmodus überschreibt. Dieser Test dient der Vorbereitung auf den offiziellen Start des Systems im Oktober 2026 und soll die Bevölkerung für Notfallsituationen sensibilisieren, ohne dabei persönliche Daten zu erfassen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
