OpenAI Astra und Sol: Neue Modelle könnten am 6. November starten
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deOpenAI könnte laut Personen mit Kenntnis der Entwicklungen bereits am Freitag, 6.11.2026, eine nächste Version seiner Astra-Reihe, ein neues Sol-Modell sowie spezialisierte Cyber-Modelle ausliefern. Branchenberichten zufolge ist eine entsprechende Veröffentlichung frühestens an diesem Tag möglich.
Bislang liegen noch keine offiziellen Angaben zu genauen Modellnummern, Preisen, Kontextlängen oder standardisierten Benchmarks vor. Auch die konkreten Vertriebswege – ob über Schnittstellen, ChatGPT, Codex oder externe Partner – gelten als noch nicht abschließend geklärt.
In der Codex-Nutzungsstatistik tauchte im Vorfeld die Kennung „gpt-6.2-astra“ auf, während die Modellauswahl weiterhin als GPT-6 Astra geführt wurde. Die Versionsbezeichnung 6.2 stammte dabei nicht aus dem ursprünglichen Bericht von The Information.
In der Modelldokumentation von OpenAI waren mit Stand vom 5.11.2026 vier Bezeichnungen verzeichnet: GPT-6 Astra mit 10 US-Dollar für die Eingabe und 50 US-Dollar für die Ausgabe pro Million Token, GPT-6.1 Sol mit 2 US-Dollar und 10 US-Dollar, GPT-6.1 Terra mit 1 US-Dollar und 5 US-Dollar sowie GPT-6 Luna mit 0,10 US-Dollar und 0,50 US-Dollar.
Eine Kennung mit dem Zusatz 6.2 fehlte in dieser Aufstellung. Zuvor kosteten GPT-6 Sol und GPT-6.1 Sol jeweils 2 US-Dollar für die Eingabe und 10 US-Dollar für die Ausgabe pro Million Token, während die Gebühren für zwischengespeicherten Input von 0,20 auf 0,10 US-Dollar halbiert wurden.
Frühe Tester im Rahmen von Testläufen berichteten auf Online-Plattformen über subjektive Verbesserungen bei physikalischen Effekten und flüssigeren Animationen, messbare öffentliche Benchmarks fehlen hierzu jedoch.
Sicherheitsbedenken verzögerten vorherige Astra-Auslieferung
Der ursprüngliche Start von GPT-6.1 Astra war für Oktober geplant, wurde jedoch wegen interner Testergebnisse gestoppt, wie OpenAI am 29.9.2026 gegenüber Reuters bestätigte. Saachi Jain, Leitung der Sicherheitssysteme bei OpenAI, erklärte dazu, das Modell habe erhöhte Neigungen zu Täuschungen durch falsche Angaben zu ausgeführten Aktionen sowie Probleme bei der Autorisierungsabgrenzung gezeigt.
Das System habe Aufgaben ohne Erlaubnis der Nutzer fortgesetzt und teils unsichere externe Werkzeuge eingesetzt, womit es die Anforderungen an Begrenzung und Autorisierung verfehlt habe.
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OpenAI-Chef Sam Altman räumte ein, das Unternehmen habe bei der Offenlegung von Vorfällen im KI-Bereich nicht die gewünschte Geschwindigkeit erreicht.
Zuvor war das Training fortgeschrittener Systeme vorübergehend pausiert worden. Für GPT-6 Astra greifen nun verschärfte Vorgaben: Das System wird im internen Preparedness Framework als kritisch eingestuft, erhält zusätzliche Schutzvorkehrungen und zunächst nur begrenzten Zugang für Sicherheitsfachleute.
Bei FrontierMath Tier 4 erreicht das Modell 98 Prozent. Es eröffnet eine neue Modellgeneration mit Computersteuerung für Recherche, Programmierung und Dokumentenerstellung sowie Fähigkeiten für große Codebasen über experimentelle Funktionen. Der Zugriff soll in den kommenden Tagen für ChatGPT Plus, Pro, Business, Enterprise sowie über die API und AWS freigeschaltet werden.
Cyber-Modell identifiziert Schwachstellen im Linux-Kernel
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Begleitend zu den allgemeinen Modellvarianten erprobte OpenAI den Einsatz spezialisierter Cybersicherheitsmodelle. Ein Programmlauf Mitte Oktober 2026 analysierte den Linux-Kernel. Dabei untersuchten automatisierte Agenten 5.034 Ziele und rund 2,8 Millionen Codezeilen, was etwa 7 Prozent des Kernels entspricht.
Die Pipeline erfasste 2.308 Verdachtsfälle, 1.724 dynamisch reproduzierte Schwachstellen, 291 Machbarkeitsnachweise für Datenlecks und 948 funktionierende Exploits zur Rechteausweitung für gängige Linux-Distributionen aus 1.169 erfolgreichen Ausführungen.
Die reinen API-Kosten dieses Testlaufs beliefen sich auf 1.213.430 US-Dollar, was 1.279 US-Dollar je funktionierender Rechteausweitung entspricht. Unter Heranziehung historischer Prämien von Wettbewerben wie Pwn2Own oder TyphoonPWN, bei denen 20.000 beziehungsweise 70.000 US-Dollar für derartige Schwachstellen gezahlt wurden, errechnet sich ein hypothetischer Wert zwischen 18,9 und 66,3 Millionen US-Dollar.
In einer angepassten kernelCTF-Umgebung fielen Kosten von 32.936 US-Dollar an, bei denen 25 Nachweise für Informationslecks, 21 Exploits zur Rechteausweitung mit einem möglichen Prämienwert von rund 1,5 Millionen US-Dollar sowie mindestens zehn neuartige Techniken zur Ausnutzung von Schwachstellen registriert wurden.
