OpenAI, Codex

OpenAI Codex: Direkte Bearbeitung in Excel und PowerPoint

28.06.2026 - 12:58:53 | boerse-global.de

OpenAI testet neue Office-Funktionen für Codex, die direkte Bearbeitung in Excel und PowerPoint ermöglichen sollen. Das Unternehmen positioniert sich damit gegen Microsoft Copilot.

OpenAI erweitert Codex für Office-Steuerung und Konkurrenz zu Copilot
OpenAI - Grafik eines neuronalen Netzwerks, das mit Microsoft Excel- und PowerPoint-Symbolen verbunden ist, symbolisiert KI-Integration in Office für Daten- und Präsentationsbearbeitung. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

OpenAI arbeitet an einer neuen Suite von Office-spezifischen Steuerungsfunktionen für sein Codex-Modell. Die derzeit unveröffentlichte Testphase nutzt ein Add-In-Framework, das strukturierte Dokumentbearbeitung direkt in Microsoft Excel und PowerPoint ermöglicht. Über Aufgabenbereiche und Inhaltsebenen sollen Anwender künftig Daten und Präsentationen manipulieren können.

Strategische Antwort auf Microsoft Copilot

Die erweiterten Steuerungen sind für Codex-Desktop-Anwendungen auf macOS und Windows ausgelegt. Durch die Nutzung der Standard-Office-Add-In-Architektur will OpenAI komplexere Aufgaben ermöglichen als reine Textgenerierung. Das KI-Modell soll mit der zugrundeliegenden Struktur von Tabellenkalkulationen und Folien interagieren können.

Branchenbeobachter sehen darin einen strategischen Schachzug, um direkter mit Microsoft Copilot und ähnlichen Integrationsbemühungen von Anthropic zu konkurrieren. Microsoft hatte kürzlich seine Excel-Copilot-Funktionen erweitert – mit spezialisierten Finanzfähigkeiten und externen Datenlinks für Morningstar- und PitchBook-Nutzer. OpenAI setzt dagegen auf eine tiefere, modellnative Kontrolle über Dokumentstrukturen.

Ausbau des Codex-Ökosystems

Die Office-Integration folgt auf die allgemeine Verfügbarkeit von Codex Remote, das am 25. Juni 2026 für alle zahlenden Abonnenten der Stufen ChatGPT Plus, Team und Enterprise freigegeben wurde. Die Remote-Funktion führt eine sichere Relay-Architektur mit QR-Code-Pairing ein, die herkömmliche Remote-Shells ersetzt. Host-Rechner kommunizieren dabei nur über ausgehende Verbindungen, ohne offene Ports zu benötigen.

Anzeige

Während die KI-Integration in Office-Programme immer tiefer greift, bleibt das Ziel dasselbe: Zeit sparen bei Routineaufgaben. Wie Sie schon heute mit ChatGPT Ihre Organisation und Planung in Sekunden erledigen, zeigt dieser kostenlose Ratgeber mit fertigen Beispiel-Prompts. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben

Zur Unterstützung dieser erweiterten Ausführungsfähigkeiten übernahm OpenAI kürzlich Ona, ehemals bekannt als Gitpod, um seine Cloud-Execution-Umgebung zu verbessern. Zudem veröffentlichte das Unternehmen ein dediziertes Plugin für DigitalOcean Droplets, das Entwicklern erlaubt, Aufgaben zu steuern und KI-gesteuerte Aktionen direkt von mobilen Geräten mit iOS oder Android zu genehmigen.

GPT-5.6 unter staatlicher Aufsicht

Die Entwicklung neuer Codex-Funktionen fällt mit dem eingeschränkten Debüt der neuesten Modellgeneration GPT-5.6 zusammen. Am 26. Juni 2026 begann OpenAI eine limitierte Vorschau der neuen Serie, die die Modelle Sol, Terra und Luna umfasst.

Der Rollout unterliegt erheblicher regulatorischer Kontrolle. Nach der Executive Order 14409 vom 2. Juni 2026 forderten das Weiße Haus und das Office of Science and Technology Policy von OpenAI, den Zugang zu den neuen Modellen zu beschränken. Die Vorschau ist daher auf eine kleine Gruppe vertrauenswürdiger Partner begrenzt, die kundenweise zugelassen werden.

Anzeige

Neue technologische Möglichkeiten bringen oft komplexe rechtliche Anforderungen mit sich – besonders beim Einsatz von KI in Unternehmen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden gibt Ihnen den nötigen Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen der aktuellen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt kostenlosen Report sichern

Das Flaggschiff-Modell GPT-5.6 Sol erzielte in technischen Evaluierungen 91,9 Prozent im Terminal-Bench 2.1 und führt einen neuen „Ultra Mode" für die Koordination von Subagenten ein. OpenAI-Spitzenvertreter haben angedeutet, dass eine breitere Freigabe in den kommenden Wochen erfolgen könnte – abhängig von den Ergebnissen laufender Sicherheitsüberprüfungen in Abstimmung mit Bundesbehörden.

Obwohl OpenAI einige der restriktiven Maßnahmen kritisch sieht, hält sich das Unternehmen weiterhin an den freiwilligen Rahmen für Vorabprüfungen. Dieser vorsichtige Ansatz folgt auf jüngste Regierungsmaßnahmen gegen andere Branchenakteure, darunter eine vorübergehende Aussetzung des Modellzugriffs für Anthropic Anfang des Monats.

de | wissenschaft | 69646492 |