OpenAI investiert 20 Milliarden Euro: Mega-Rechenzentrum in Georgia
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 07:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Konzern OpenAI investiert 20 Milliarden Euro in ein neues Rechenzentrum im US-Bundesstaat Georgia – ein Mega-Projekt mit enormem Energiehunger.
Das als „Project Camellia" bekannte Vorhaben sieht den Bau einer Anlage auf rund 560 Hektar nahe der Stadt Savannah vor. Eine öffentliche Anhörung am 23. Juli 2026 zog rund 1.000 Teilnehmer an – und offenbarte das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Chancen und Bürgerprotesten.
Gigantischer Energiebedarf
Das Datenzentrum soll eine Anschlussleistung von 3,2 Gigawatt benötigen – das entspricht in etwa der Kapazität großer Kraftwerke. OpenAI hat dafür einen 25-Jahres-Vertrag mit dem Energieversorger Georgia Power abgeschlossen.
Nach einer Entscheidung der staatlichen Regulierungsbehörde aus dem Jahr 2025 trägt OpenAI die vollen Kosten der notwendigen Energieinfrastruktur. Lokale Haushalte sollen so vor Preissteigerungen geschützt werden. Ein flexibles Lastmanagement erlaubt zudem eine Reduzierung des Stromverbrauchs um bis zu 1.000 Megawatt in Spitzenzeiten.
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Jobs und Steuererleichterungen
Die wirtschaftlichen Versprechen sind gewaltig: Bis 2028 sollen 400 Arbeitsplätze entstehen, bis 2032 sogar 1.000 Stellen – viele davon mit sechsstelligen Jahresgehältern. Im Gegenzug gewähren die Behörden eine 50-prozentige Grundsteuerermäßigung über 15 Jahre.
OpenAI verpflichtet sich zu einem 80 Millionen Euro schweren Gemeindefonds für Schulen, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur. Zusätzlich fließen 71 Millionen Euro an sogenannten Codex-Gutschriften.
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Umweltbedenken und Widerstand
Trotz eines geplanten Kreislaufkühlsystems zur Wassereinsparung regt sich Protest. Eine Petition gegen das Projekt hat bereits mehr als 10.000 Unterschriften gesammelt. Kritiker befürchten massive Umweltbelastungen durch den extremen Energieverbrauch.
Die Küstenregionale Kommission prüft derzeit die regionalen Auswirkungen des Vorhabens – ein Verfahren, das 30 Tage dauern soll. Hintergrund: In ersten Unterlagen fehlten offenbar Angaben zu Wasser- und Energieverbrauch. Die Verhandlungen über den Standort liefen Berichten zufolge bereits seit Herbst 2025 im Geheimen.
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