OpenAI, FBI

OpenAI warnt FBI: ChatGPT-Nutzer plante Gewalttat

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Goldman-Sachs-Mitarbeiter gesteht Gewaltpläne gegenüber seiner Ex-Freundin, die er ChatGPT anvertraut hatte. OpenAI informierte das FBI, woraufhin der 25-Jährige zu acht Jahren Bewährung verurteilt wurde.

OpenAI meldet Gewaltdrohungen: Goldman-Analyst nach ChatGPT-Chat festgenommen
Ein Laptop steht auf einem Schreibtisch in einem modernen Büro bei Dämmerung, im Hintergrund ist schemenhaft eine Stadtansicht zu sehen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

OpenAI hat US-Ermittlungsbehörden über die Gewaltpläne eines Nutzers informiert, was zur Festnahme eines 25-jährigen Finanzanalysten in Florida führte. Darren Zhou, der bei der Investmentbank Goldman Sachs tätig war, hatte dem KI-Chatbot ChatGPT detaillierte Absichten zur Vergewaltigung und Ermordung seiner ehemaligen Partnerin anvertraut. Nach einem Schuldeingeständnis Mitte August 2026 entging der Beschuldigte einer langjährigen Haftstrafe.

Die Kommunikation zwischen Zhou und der Künstlichen Intelligenz erstreckte sich über den Zeitraum von März bis Mai 2026. In den Protokollen, die OpenAI später der Bundespolizei FBI zur Verfügung stellte, schilderte der in South Palm Beach ansässige Analyst konkrete Gewaltphantasien gegenüber seiner 21-jährigen Ex-Freundin aus Lake Worth Beach. Er habe in den Chatverläufen unter anderem erklärt, sie bis zum Ende des betreffenden Monats töten zu wollen. Falls er sie nicht haben könne, solle sie laut seinen schriftlichen Angaben niemand bekommen.

Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden

OpenAI reagierte auf die zunehmende Intensität der Drohungen und informierte das FBI am 23. Mai 2026 über die vorliegenden Chatprotokolle. Ermittlungen ergaben in der Folge, dass Zhou bereits physische Vorbereitungen für eine mögliche Tat getroffen hatte. So habe er im Vorfeld eine AR-15, eine Glock-Pistole sowie eine Schrotflinte erworben. Die betroffene Frau gab gegenüber den Behörden an, um ihre Sicherheit gefürchtet zu haben.

Im Juni 2026 folgte die offizielle Anklage gegen den Analysten. Die Vorwürfe umfassten schweres Stalking (Aggravated Stalking), schriftliche Morddrohungen sowie die illegale Nutzung eines Zwei-Wege-Kommunikationsgeräts. Nachdem Zhou bereits im Mai 2026 festgenommen und gegen eine Kaution in Höhe von 100.000 US-Dollar vorläufig freigelassen worden war, kam es am 13. August 2026 zu einer gerichtlichen Einigung.

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Urteil und Bewährungsauflagen

Durch sein Schuldeingeständnis im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft vermied Zhou eine mögliche Haftstrafe von bis zu 25 Jahren. Das Urteil sieht stattdessen eine achtjährige Bewährungszeit vor. Während der ersten zwei Jahre dieser Bewährung muss der Verurteilte eine elektronische Fußfessel zur Standortüberwachung tragen.

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Zusätzlich zu der Bewährungsstrafe wurde Zhou zu einer verpflichtenden psychologischen Behandlung sowie zur Teilnahme an einem speziellen Interventionsprogramm für Gewalttäter verurteilt. Der gerichtliche Vergleich sieht zudem vor, dass keine dauerhafte Einstufung als Straftat in seinem Register erfolgt, sofern er die Auflagen erfüllt.

Der Fall unterstreicht die wachsende Bedeutung der Überwachung von Nutzerinteraktionen durch Plattformbetreiber bei der Prävention von Gewaltverbrechen. Während Anbieter wie OpenAI automatisierte Sicherheitsfilter einsetzen, um missbräuchliche Inhalte zu identifizieren, verdeutlicht dieser Vorfall die Praxis der Unternehmen, bei der Identifizierung konkreter Bedrohungslagen unmittelbar mit Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren.

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