Oura-Patente: Smart Ring soll Blutdruck ohne Manschette messen
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 13:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Wearable-Hersteller Oura treibt seine technologische Entwicklung im Bereich der Gesundheitsüberwachung weiter voran. Das Unternehmen hat neue Patente veröffentlicht, die zum einen eine manschettenlose Blutdruckmessung an einem Smart Ring und zum anderen ein Wearable-Patch zur Erkennung von Schlafapnoe beschreiben. Dies geht aus einem Bericht des Branchenportals Wareable vom 16. Oktober 2026 hervor. Die Schutzrechte geben Einblicke in potenzielle künftige Produktfunktionen und Entwicklungsrichtungen des Anbieters.
Manschettenlose Blutdruckmessung über den Smart Ring
Ein zentrales Element der veröffentlichten Unterlagen betrifft die Erfassung kardiovaskulärer Parameter. Das Patent beschreibt ein Verfahren zur manschettenlosen Blutdruckmessung, das direkt in die Form eines Smart Rings integriert werden soll.
Klassische Messmethoden stützen sich in der Regel auf aufblasbare Oberarmmanschetten, die für kontinuierliche Messungen im Alltag oder während des Schlafs oft als unpraktisch empfunden werden. Ein Ring-Format, das den Blutdruck ohne mechanischen Druckaufbau ermitteln kann, zielt darauf ab, die kontinuierliche Überwachung von Vitalwerten für Nutzer im Alltag zu erleichtern.
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Die Umsetzung dieser Technologie stellt in der Wearable-Branche seit Längerem ein wichtiges Forschungsfeld dar, da optische und sensorische Messungen am Finger präzise Kalibrierungen und Auswertungsverfahren erfordern.
Neues Pflaster-Format für positionelle Schlafapnoe
Neben Innovationen am Ring-Format beschreibt ein weiteres Patent von Oura einen neuen Formfaktor in Form eines Wearable-Patches. Dieses elektronische Pflaster ist laut den Unterlagen spezifisch darauf ausgelegt, positionelle Schlafapnoe zu erkennen.
Bei dieser Form der Schlafapnoe treten Atemaussetzer vor allem in bestimmten Körperlagen auf, etwa in der Rückenlage. Ein Wearable-Patch, das direkt am Körper getragen wird, könnte Bewegungs- und Lageinformationen mit weiteren physiologischen Daten verknüpfen, um entsprechende Unregelmäßigkeiten im Schlafverlauf zu dokumentieren.
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Für das Unternehmen, dessen Kernprodukt bislang auf das Tragen am Finger begrenzt ist, deutet das Patent auf Überlegungen hin, die Sensorik über andere Kontaktstellen am Körper zu erweitern.
Einordnung in die Produktentwicklung
Patentanmeldungen und deren Veröffentlichungen sind in der Technologiebranche ein üblicher Schritt, um Eigenentwicklungen frühzeitig rechtlich abzusichern. Sie bedeuten nicht zwingend, dass die beschriebenen Konzepte zeitnah oder in der exakt dargestellten Form als marktreife Endkundenprodukte erscheinen.
Dennoch verdeutlichen die Unterlagen, welche Schwerpunkte Oura in der Forschung setzt: Sowohl die kardiovaskuläre Diagnostik als auch die vertiefte Schlafanalyse stehen weiterhin im Zentrum der strategischen Weiterentwicklung. Ob und wann die Verfahren zur Blutdruckmessung oder das Pflaster-Wearable in konkrete Produkte einfließen, bleibt zunächst offen.
