Outlook, Microsoft

Outlook: Microsoft stellt Meeting Insights ein, Copilot kostet 10 Euro

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt Meeting Insights ein und führt die kostenpflichtige KI-Vorbereitung „Prepare for this meeting“ ein. Copilot-Lizenzen boomen.

Microsoft Outlook: KI-Funktion ersetzt altes Meeting Insights
Leuchtendes KI-Gehirn-Symbol auf digitalem Bildschirm mit Meeting-Zeitplänen und Daten, repräsentiert Microsoft Copilot. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das bisherige „Meeting Insights“ wird ab August 2026 eingestellt und durch eine neue, kostenpflichtige Funktion namens „Prepare for this meeting“ ersetzt.

Aus für altes Feature – Neues nur mit Copilot-Lizenz

Bislang war die Funktion Meeting Insights fester Bestandteil von Outlook. Sie zeigte automatisch relevante Dokumente und E-Mails zu anstehenden Terminen an. Doch damit ist bald Schluss: Ab Mitte August 2026 beginnt die schrittweise Abschaltung, bis Mitte September soll das Feature vollständig aus allen Outlook-Versionen verschwunden sein.

Der Nachfolger „Prepare for this meeting“ ist tief in das Microsoft 365 Copilot-Ökosystem eingebettet – und kostet extra. Für rund zehn Euro pro Monat erhalten Nutzer Zugriff auf die KI-gestützte Meeting-Vorbereitung. Der Preis gilt seit dem 1. Juli 2026, als Microsoft seine Preise für Microsoft 365 anpasste.

Klarheit schaffen: Was ist Anhang, was nur Hintergrund?

Ein zentraler Grund für die Ablösung: Verwirrung unter den Nutzern. Viele Anwender hielten die automatisch eingeblendeten Dokumente fälschlicherweise für E-Mail-Anhänge. Das führte zu Datenschutzbedenken – Mitarbeiter fürchteten, vertrauliche Dateien könnten ungewollt an Meeting-Teilnehmer versandt werden.

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Das neue KI-Tool soll hier Abhilfe schaffen. Es unterscheidet klar zwischen vorgeschlagenen Hintergrundmaterialien und echten Anhängen. Ein wichtiger Schritt, denn Microsoft hat das Thema Sicherheit zuletzt massiv forciert. Allein im Juli 2026 schloss der Konzern 570 Sicherheitslücken – darunter 16 kritische Schwachstellen, die Angreifer aus der Ferne ausnutzen konnten.

KI wird Standard: Copilot fĂĽr alle Outlook-Versionen

Die Abschaffung von Meeting Insights ist nur der Anfang. Microsoft plant, Copilot-Funktionen bis Ende 2026 in allen Outlook-Versionen zu aktivieren – auch im klassischen Desktop-Client. Dazu gehört etwa die Funktion „E-Mail-Entwurf erstellen“. Unternehmen, die noch nicht bereit sind, können die KI-Funktionen aber deaktivieren.

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Mit der zunehmenden Integration von KI-Funktionen in den Arbeitsalltag wächst auch der Bedarf an fundiertem Wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Sichern Sie sich diesen kompakten Leitfaden, um die Anforderungen und Fristen der neuen EU-KI-Verordnung rechtzeitig umzusetzen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Der Konzern treibt die Integration mit Hochdruck voran. Im Juli 2026 zählte Microsoft bereits 20 Millionen bezahlte Copilot-Lizenzen – ein Wachstum von über 250 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Große Dienstleister haben das Tool bereits flächendeckend eingeführt, mehrere Firmen setzen es bei über 100.000 Mitarbeitern ein.

Der nächste Schritt: Podcast-Zusammenfassungen aus der KI

Der Druck auf Wissensarbeiter wächst: 117 Nachrichten bearbeitet ein Angestellter im Schnitt täglich, 76 Prozent der Beschäftigten klagen über Burnout-Symptome. Microsoft will gegensteuern.

In aktuellen Testversionen von Outlook (Build v5.2626.2) haben Entwickler eine neue Funktion entdeckt: KI-Audio-Übersichten. Sie sollen Word-Dokumente, PDFs und Meeting-Transkripte in podcastähnliche Audio-Zusammenfassungen verwandeln. Noch ist das Feature nicht aktiv, doch es zeigt die Richtung: Künftig könnten Nutzer Meeting-Inhalte einfach nebenbei hören – statt sie mühsam durchzulesen. Die statischen Informationen aus Meeting Insights wären dann endgültig Geschichte.

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