Paramount und Warner: Neuer Dachkonzern soll Skydance heißen
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 16:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der gemeinsame Dachkonzern von Paramount und Warner Bros. Discovery soll Skydance heißen, nachdem Paramount den Konkurrenten Warner übernommen hat.
Ellison setzt auf eigene Produktionsfirma
Der Name geht auf die Produktionsfirma zurück, die der heutige Paramount-Chef David Ellison vor rund zwei Jahrzehnten gegründet hatte. Mit Skydance hatte Ellison im vergangenen Jahr zunächst Paramount übernommen.
Paramount und Warner behielten beide ihre eigene Identität und ihre Marken, schrieb Ellison auf der Online-Plattform X. Deshalb habe man verhindern wollen, dass einer der beiden Namen nach dem Zusammenschluss den anderen in den Schatten stelle.
Abschluss der Übernahme steht bevor
Die mehr als 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery soll voraussichtlich in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Paramount übernimmt dabei den gesamten Konzern einschließlich der Fernsehsender wie CNN.
Netflix hatte zunächst Interesse
Ellisons Einkaufstour in Hollywood wird teilweise mit dem Vermögen seiner Familie finanziert. Sein Vater Larry Ellison ist Tech-Milliardär und gründete den Softwarekonzern Oracle.
Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr bereits Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts verständigt. Paramount ließ jedoch nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Warner-Konzern ab.
Ein Schritt vor dem Abschluss
Die Namensentscheidung fällt kurz vor dem geplanten Abschluss einer der größten Übernahmen in der US-Medienbranche. Paramount hatte sich im Februar mit Warner Bros. Discovery geeinigt; die US-Regierung stimmte der Transaktion im Juni zu. Am 1. Oktober billigte zudem eine kalifornische Richterin einen Vergleich zwischen Paramount und zwölf Bundesstaaten, die gegen den Zusammenschluss geklagt hatten.
Mehr als ein Studiokauf
Mit Warner Bros. Discovery übernimmt Paramount nicht nur Film- und Fernsehstudios, sondern auch ein umfangreiches Streaming- und Sendergeschäft. Dazu gehört CNN. Damit entsteht ein Konzern, der Inhalte, Studios, Streamingangebote und Nachrichtenfernsehen unter einem gemeinsamen Dach bündelt.
Folgen für Wettbewerb und Medien
Die beteiligten Bundesstaaten hatten höhere Preise und ein kleineres Angebot befürchtet. Der Vergleich beendet diese rechtliche Auseinandersetzung, lässt die wirtschaftlichen Folgen des Zusammenschlusses aber weiter relevant erscheinen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer dürfte entscheidend sein, wie der neue Konzern seine Streamingdienste organisiert, Inhalte verteilt und die unterschiedlichen Marken von Paramount und Warner nutzt. Politisch richtet sich zusätzliche Aufmerksamkeit auf CNN, weil David Ellison als Unterstützer von Präsident Donald Trump gilt.
Der Bericht ordne die Namensentscheidung in den bevorstehenden Abschluss der Übernahme ein und melde, die letzte rechtliche Hürde sei mit der Billigung eines Vergleichs genommen. Anders als die dpa-Meldung richte er den Schwerpunkt auf die Klage von zwölf Bundesstaaten, mögliche Folgen für CNN sowie die Befürchtung höherer Preise und eines kleineren Inhaltsangebots.
